FuĂball-WM 2010-Aktie
FuĂball-WM 2010-Aktie. Loewe profitiert von der FuĂball-WM
Das Spiel beginnt! Ăhnlich wie im Jahr 2006 wird der Hersteller von TV-GerĂ€ten von der FuĂball-Weltmeisterschaft profitieren. Das GroĂ-Event in SĂŒdafrika wird das GeschĂ€ft beflĂŒgeln und fĂŒr eine gute Nachfrage sorgen. Davon zeigt sich Finanzchef Oliver Seidl im GesprĂ€ch mit TradeCentre ĂŒberzeugt. âWir erwarten ein positives Jahr 2010â. Treiber ist aber nicht nur die FuĂball-WM, sondern im kleineren Umfang auch die Olympiade in Vancouver. Zeitgleich mit diesem Event startet der HDTV-Regelbetrieb. Das sollte ebenfalls fĂŒr Wachstum sorgen. Einen positiven Einfluss hat auch die Loewe Audio-Video-Anlage âMediacenterâ, deren Produktionsstart sich auf das zweite Quartal des kommenden Jahres verzögert hat. Ab Q2 2010 sind des weiteren Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung erhĂ€ltlich. Die Story ist weiterhin intakt und könnte in 2010 erneut durchstarten. Zudem sitzen gut 50 Prozent der Leute auf einem alten Röhrenfernseher und dĂŒrften ĂŒber kurz- oder lang sich einen schicken Flachbildfernseher ins eigene Heim stellen.
Eine konkrete Prognose wollte Seidl aber noch nicht kommunizieren. âZiel ist zu wachsen und die Marge gegenĂŒber 2009 zu steigernâ. Wir halten einen Umsatzanstieg von 350 auf 400 Millionen Euro in 2010 fĂŒr machbar. Auch die Marge dĂŒrfte erfreulich ausfallen. Der Vorstand hat stark an der Effizienz gearbeitet und die Kosten gesenkt. FĂŒr das Schlussquartal in 2009 erwartet Seidl eine EBIT-Marge von 5,7 Prozent. Somit ist es durchaus realistisch, dass der Konzern in 2010 im Zielkorridor von sechs bis sieben Prozent landet. âWir arbeiten daran unser Margenziel so schnell wie möglich wieder zu erreichen. Unsere Vorgabe fĂŒr Q4 ist ein guter Indikator, dass wir von unseren Zielen nicht weit entfernt sindâ, erklĂ€rt Seidl.
Unterstellen wir fĂŒr das kommende Jahr Einnahmen von rund 400 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von sechs Prozent, klingeln operativ 24 Millionen Euro in der Kasse. AbzĂŒglich 1,3 Millionen Euro Finanzergebnis sowie eine Steuerbelastung von 33 Prozent, sprudeln netto 15,2 Millionen Euro Profit. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von 1,16 Euro. Wir ziehen einen Sicherheitsabschlag von 15 Prozent ab, und rechnen aber mindestens mit einem Gewinn je Aktie von einem Euro. In diesem Jahr steuert Loewe (DE0006494107) ein EBIT von zwölf Millionen Euro an. Angesichts der Branche und des insgesamt desolaten Jahres gar nicht schlecht. Seidl will zudem eine Dividende ausschĂŒtten, die aber geringer ausfallen wird als im Vorjahr. Da weniger verdient wird, fĂ€llt auch die Zahlung an die Anteilseigner geringer aus. Ausgehend auf Basis von 2009 haben die Kronacher beste Chancen das EBIT als auch den Profit im nĂ€chsten Jahr um rund 100 Prozent zu steigern oder schlicht den Gewinn zu verdoppeln.
FĂŒr die Zukunft hat sich das Unternehmen weiteres Wachstum auf die Fahnen geschrieben. âWir wollen und mĂŒssen wachsenâ, sagt Seidl. Treiber ist der bisher eher kleine Audio-Bereich, der deutlich ausgebaut werden soll. Weitere Impulse und Wachstum soll aus der Heimvernutzug resultieren. âMultiroom und Heimvernetzung sind die Wachstumsthemen der Zukunft. Unser Ziel ist dort organisch zu wachsen. Ich schlieĂe allerdings in diesem Bereich Akquisitionen nicht ausâ, sagt der diplomierte Kaufmann. Geld fĂŒr ZukĂ€ufe hat Loewe reichlich. Die Bilanz ist zudem sehr gesund.
Mit einem Börsenwert von 120 Millionen Euro ist das Unternehmen nicht teuer. Das KGV fĂŒr 2010 liegt bei preiswerten neun. Der jĂŒngste Kursrutsch nach den Q3-Zahlen bietet eine Kaufchance. Mit Blick auf 2010 hat das Papier deutliches Kurspotenzial.
Viele GrĂŒĂe
www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de
| 01.12.09 00:44 Uhr

