QIAGEN knackt 6-Jahreshoch!
Super-Aktie!
Das Biotechunternehmen hat nach unseren SchĂ€tzungen operativ ein gutes Quartal erzielt. âOperativ hat sich unser GeschĂ€ft sehr gut entwickelt. Der positive Trend aus den ersten beiden Quartalen diesen Jahres hat sich nicht abgeschwĂ€chtâ, sagt CFO Roland Sackers im GesprĂ€ch mit TradeCentre. Er ergĂ€nzt: âVor allem die MĂ€rkte in Asien und Europa laufen exzellentâ. GeprĂ€gt wird die Bilanz des dritten Quartals aber vor allem von der Erstkonsolidierung der Ăbernahme der US-Molekulardiagnostikfirma Digene, die fĂŒr 1,6 Milliarden Dollar ĂŒbernommen wurde. Digene wurde in Q3 fĂŒr zwei Monate konsolidiert. Insgesamt soll sich der Umsatz in Q3 auf 166 bis 174 Millionen Dollar belaufen. Das Quartalsergebnis wird trotz starkem operativen Erfolg, dennoch negativ ausfallen. Grund sind Einmaleffekte aufgrund der Ăbernahme von Digene. Die Aufwendungen fĂŒr Akquisitions-, Restrukturierungs- und Integrationskosten beziffert Sackers auf 40 bis 45 Millionen Dollar, die entsprechend in Q3 angefallen sind. âWir haben einen GroĂteil der Aufwendungen komplett im dritten Quartal verbucht und erwarten nunmehr nur noch geringe Sonderaufwendungen aus der Transaktionâ, so der CFO. Sackers betont, dass die Integration reibungslos verlĂ€uft und sogar besser und schneller als ursprĂŒnglich geplant. FĂŒr das Gesamtjahr bekrĂ€ftigt der Finanzchef Einnahmen von bis zu 635 Millionen Dollar zu erzielen und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 55 bis 59 Cents. âDer starke Euro hilft uns auf der Umsatzseite zusĂ€tzlich. Beim Ergebnis haben wir keine Effekteâ.
Im kommenden Jahr strebt QIAGEN (NL0000240000) ein Wachstum aus organischer Kraft von circa 15 Prozent an. Aus der Ăbernahme von Digene rechnet Sackers mit einem Umsatzbeitrag von mehr als 260 Millionen Dollar. Ingesamt soll der Umsatz die Marke von 800 Millionen Dollar deutlich ĂŒbertroffen werden, sagt der CFO. Nach unseren Berechnungen dĂŒrfte die Gesellschaft in 2008 einen Umsatz von 850 bis 870 Millionen Dollar erzielen. Die EBIT-Marge beziffert der CFO bereits im nĂ€chsten Jahr auf mehr als 30 Prozent. âDamit sind wir eines der margenstĂ€rksten Unternehmen in Europaâ, freut sich Sackers. Grund fĂŒr den Anstieg der Marge: In Bereich der molekularen Diagnostik erzielt das Unternehmen Bruttomargen von rund 80 Prozent. Digene beispielsweise erzielte bisher Bruttomargen von 86 Prozent. Und der Bereich molekulare Diagnostik macht in 2008 mehr als die HĂ€lfte der GesamtumsĂ€tze aus, was sich deutlich in den EBIT-Margen auswirken wird. Operativ dĂŒrfte QIAGEN sodann rund 270 Millionen Dollar verdienen. Pro Aktie sollten bereinigt mehr als 70 Cents drin. Mit dieser Prognose fĂŒhlt sich der in Washington lebende CFO sehr wohl. Möglicherweise knackt die Gesellschaft bereits in 2008 die Umsatzmilliarde. âWir schauen uns permanent nach ZukĂ€ufen um. Regional haben wir noch einige weiĂe Flecken. Wir schlieĂen nicht aus, dass wir in den nĂ€chsten Monaten erneut Firmen zukaufenâ, so Sackers. Nach eigenen Angaben schlummern in der Kasse aktuell rund 300 Millionen Dollar Cash, die fĂŒr Akquisitionen bereit stehen. Die Ăbernahme von Digene ist bereits komplett durchfinanziert. QIAGEN hat in Aktien und Cash bezahlt und in Q3 einen Kredit von 500 Millionen Dollar aufgenommen. âDennoch haben wir momentan eine solide Eigenkapitalquote von fast 50 Prozent und wir werden in 2008 Cashflows im dreistelligen Bereich einfahrenâ, erlĂ€utert Sackers.
Die Ăbernahme von Digene und die damit erhebliche Ausweitung auf den Bereich molekulare Diagnostik, sowie das solide operative GeschĂ€ft, haben die Aktie in den letzten Wochen massiv beflĂŒgelt. Lange Zeit pendelte die Aktie in einer Range zwischen 11 und 13 Euro. Dann erfolgte der Ausbruch. Aktuell notiert das Papier mit 15,60 Euro auf einem Sechsjahreshoch! Auf aktueller Basis wird QIAGEN mit 192 Millionen Aktien mit rund drei Milliarden Euro bewertet. Die Anzahl an Aktien wird sich aber in 2008 aufgrund von ĂŒbernommenen Digene Mitarbeiteroptionen auf 200 bis 205 Millionen Aktien erhöhen. Börsenwert somit: 3,2 Milliarden Euro. Das KGV fĂŒr 2008 liegt bei gut 30. Ein SchnĂ€ppchen ist das Papier nicht mehr. Vergleichbare Unternehmen, die in Summe jedoch schwĂ€cher aufgestellt sind als QIAGEN und teilweise nur ein Produkt im Haus haben, werden mit Multiples von 40 bewertet. Wir haben die Aktie zwischen 11 und 13 Euro mehrfach zum Kauf empfohlen, zuletzt Mitte Juni! Wir raten die satten Gewinne weiter laufen zu lassen.
Viele GrĂŒĂe
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@ ad-hoc-news.de
| 30.10.07 22:51 Uhr

