Um 6,50 Euro wieder kaufen!
ADVA erhöht Jahresziel
Ăber ein starkes Auftaktquartal berichtete der Anbieter von Optical- und Ehernet-Transportlösungen, die die EinfĂŒhrung von leistungsfĂ€higen Netzen fĂŒr fortschrittliche Daten-, Datensicherungs- Sprach- und Videodienstleistungen beschleunigen. Der Umsatz kletterte aufgrund von in- und externem Wachstum um satte 85 Prozent auf einen Rekordwert von fast 69 Millionen Euro. Eine neue Bestmarke wurde auch beim Proforma Betriebsgewinn erzielt, der sich auf 6,9 Millionen Euro belaufen hat oder bei zehn Prozent vom Umsatz lag. Der proforma Quartalsgewinn erreichte 4,8 Millionen Euro oder zehn Cent je Aktie. Bereinigt um Aufwendungen aus den Optionsprogrammen, Firmenwertabschreibungen und Abschreibungen fĂŒr immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben fielen die Gewinne aber erheblich niedriger aus. Speziell die Abschreibungen auf die Ăbernahme von Movaz und Covaro macht sich in diesem Jahr signifikant bemerkbar und drĂŒckt den Gewinn erheblich nach unten. Cashwirksam sind diese Effekte jedoch nicht. Um diese Effekte bereinigt, erzielte ADVA (DE0005103006) im ersten Quartal des laufenden Jahres lediglich ein EBIT von 3,6 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 1,4 Millionen Euro oder drei Cent je Aktie. Wie uns Finanzvorstand Andreas G. Rutsch im HintergrundgesprĂ€ch erlĂ€utert, betrugen die Abschreibungen im Zusammenhang mit den jĂŒngsten beiden Ăbernahmen in Q1 rund 2,5 Millionen Euro. âAuf das Gesamtjahr 2007 entfallen insgesamt neun Millionen Euro an Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die sich aber ab dem kommenden Jahr signifikant reduzieren werdenâ, sagt Rutsch.
Ebenfalls etwas unschön war der deutlich negative Cashflow aus der operativen TĂ€tigkeit mit mehr als fĂŒnf Millionen Euro im ersten Quartal. âDas lag vor allem an einem deutlich erhöhten Lagerbestand zum Stichtagâ, so der CFO. Bereits in Q2 erwartet Rutsch einen deutlich positiven operativen Cashflow. âIm Gesamtjahr rechnen wir insgesamt mit einem positiven operativen Cashflow von 15 bis 20 Millionen Euroâ. Die Investitionen in SachgĂŒter sieht der Finanzchef bei 13 bis 15 Millionen Euro, sodass auch der Free Cashflow im Jahr 2007 positiv ausfallen sollte.
FĂŒr das zweite Quartal hat ADVA einen Umsatz von mindestens 66 Millionen Euro bei einer proforma EBIT-Marge von sieben Prozent angekĂŒndigt. Diese Erwartungen liegen unter dem Niveau des ersten Quartals und berĂŒcksichtigen drastisch sinkende UmsatzbeitrĂ€ge von einem wesentlichen Vertriebskanal. Hierbei dĂŒrfte es sich um Lucent handeln, die einst gröĂerer Kunde von Movaz waren und inzwischen mit Alcatel fusioniert haben. Alcatel tritt im Glasfaserbereich als Wettbewerber von ADVA auf. Trotz dieser Tatsache lĂ€uft das organische Wachstum so stark, dass ADVA diesen Effekt wettmachen kann und sogar die Umsatzprognose fĂŒr das Gesamtjahr von 260 auf mindestens 267 Millionen Euro erhöht hat. Die proforma Betriebsmarge soll im Gesamtjahr bei neun Prozent oder bei 24 Millionen Euro liegen. AbzĂŒglich der erwĂ€hnten hohen Abschreibungen, dem Finanzaufwand und Steuern erwarten wir unterm Strich einen Gewinn von 8,5 bis 9 Millionen Euro oder einen Gewinn je Aktie von circa 20 Cent.
Inklusive der Abschreibungen ist die Aktie auf Basis der Nettogewinne recht ambitioniert bewertet. Besonders angelsÀchsische und US-Investoren, die hauptsÀchlich bei ADVA investiert sind, rechnen diesen Effekt aber heraus, um das Unternehmen mit den Wettbewerbern besser vergleichen zu können. Im Bereich um 6,50 Euro ist die Aktie wieder ein Kauf.
@ ad-hoc-news.de
| 25.05.07 15:15 Uhr

