AKTIE IM FOKUS: FMC trotzen Prognoseanpassung - Erholungstrend der Aktie intakt
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Papiere des Dialysekonzerns fielen zwar nach dem Gewinnrückgang im dritten Quartal im frühen Handel zunächst klar zurück. Es fanden sich jedoch sofort wieder Käufer, die die Aktien bis zum Mittag sogar auf einen Höchststand seit fast vier Wochen trieben.
Mit 41,39 Euro lagen sie zuletzt gut zwei Prozent im Plus. Vom Tief des Vormonats aus ging es damit um rund 15 Prozent aufwärts. Die Aktien bleiben damit über den jüngst zurückeroberten 200-Tage-Linien, womit sich der langfristige Trend zumindest aufgehellt hatte. Bis zum Hoch aus dem Jahr 2018 bei fast 94 Euro ist es freilich noch ein weiter Weg.
Die Reaktionen der Analysten auf den Quartalsbericht untermauern den offensichtlichen Optimismus vieler Marktteilnehmer allerdings nicht. So hob Richard Felton von Goldman Sachs hervor, dass der nun präzisierte Jahresausblick der Bad Homburger im vierten Quartal einen massiven Abschwung beim operativen Ergebnis (Ebit) bedeuten würde.
David Adlington von JPMorgan sieht FMC bei den Behandlungszahlen auf dem Holzweg. Auf vergleichbarer Basis habe sich ihr Trend in den USA weiter abgeschwächt, auch wenn dies keine Überraschung gewesen sei. Das Minus habe bei 1,1 Prozent gelegen, nach minus 0,9 Prozent im zweiten Quartal und minus 0,4 Prozent zum Jahresauftakt. Damit sei auch eine negative Gewinnentwicklung in den kommenden Quartalen vorprogrammiert, so Adlington.
Das etwas bessere operative Quartalsergebnis ändert für Adlington nichts am insgesamt ungünstigen Verhältnis aus Chancen und Risiken. Es sei alleine Erstattungen aus dem US-Vergütungsmechanismus (TDAPA) zu verdanken, der den Einsatz neuartiger, innovativer Medikamente bei besonders schwer kranken Nierenpatienten begünstigt.
