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AKTIEN IM FOKUS 2: Nike droht 13-Jahres-Tief wegen schwacher GeschÀfte

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 12:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

NEW YORK/FRANKFURT - FĂŒr Nike US6541061031 zeichnet sich nach enttĂ€uschenden Aussagen zur GeschĂ€ftsentwicklung am Freitag ein Kursrutsch ab.

(Neu: Überschrift, aktuelle Kurse, lĂ€ngerfristige Kurseinordnung, weitere Analystenaussagen)

NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - FĂŒr Nike US6541061031 zeichnet sich nach enttĂ€uschenden Aussagen zur GeschĂ€ftsentwicklung am Freitag ein Kursrutsch ab. Vorbörslich bĂŒĂŸten die bereits seit Monaten schwachen Aktien des Sportwarenriesen weitere 10 Prozent auf 31,48 US-Dollar ein - das wĂ€re ein Tief seit 2013. Im bisherigen Jahresverlauf ist das Unternehmen mit einem Kursminus von 45 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial.

Laut einem Börsianer sind die Probleme von Nike weitgehend "hausgemacht" und lassen nur begrenzt negative RĂŒckschlĂŒsse fĂŒr die deutschen Konkurrenten Adidas DE000A1EWWW0 und Puma DE0006969603 zu. Dementsprechend robust hielten sich deren Aktien mit Gewinnen von rund etwa einem Prozent.

Geht es nach dem UBS-Analysten Jay Sole, ist das Ende der Nike-Talfahrt wohl noch nicht in Sicht. Mit den GewinnschĂ€tzungen könnte es weiter bergab gehen, und die Bewertung sei trotz des monatelangen AbwĂ€rtstrends nicht gĂŒnstig. Die GeschĂ€ftserholung von Nike könnte lĂ€nger dauern als bisher am Markt erwartet, befĂŒrchtet der Experte. Er senkte seine Ergebnis- und WachstumsschĂ€tzungen.

Sowohl das erste GeschĂ€ftsquartal als auch der Ausblick des Unternehmens auf 2026/27 sehen nach EinschĂ€tzung der US-Bank Citigroup schwach aus. Die Anlagestory werde zunehmend von Kostensenkungsmaßnahmen dominiert, was mit dem Bewertungsaufschlag der Aktien zur Branche schwierig in Einklang zu bringen sei, monierte Paul Lejuez. Seine Kollegin Monique Pollard geht davon aus, dass Adidas und Puma dem Branchenprimus Marktanteile abjagen könnten.

Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC sieht insbesondere den Ergebnisausblick von Nike klar unter den Erwartungen. Ähnlich Ă€ußerte sich JPMorgan-Experte Matthew Boss.

Zu Adidas verwiesen die Experten der RBC und der US-Bank Jefferies darauf, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den anstehenden Resultaten darauf einstellte, dass das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr diesmal noch stĂ€rker vom Schlussquartal dominiert werden dĂŒrfte. An den KonsensschĂ€tzungen fĂŒr 2026 und 2027 sollte das aber kaum etwas Ă€ndern, betonte RBC-Analyst Dadhania.

Derweil senkte Metzler-Experte Felix Dennl seine operativen Ergebnisprognosen (Ebit) fĂŒr Adidas fĂŒr die Jahre bis 2028 um bis zu 9 Prozent. Als Grund nannte er jĂŒngste Branchendaten, Wechselkursentwicklungen und GesprĂ€che mit dem Unternehmen. Die Aktien blieben aber attraktiv bewertet, hob er hervor. Auch JPMorgan-Analystin Wendy Liu schraubte mit derselben BegrĂŒndung ihre Gewinnprognosen bis 2028 um bis zu 10 Prozent nach unten.

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de | DE000A1EWWW0 | AKTIEN | boerse | 70214767 |