DAX: Schließt knapp über Wochentief
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 01:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Nahost-Konflikt und steigende Ölpreise halten das Parkett in Frankfurt in Atem. Nach einem schwachen Start am Freitag rettete sich der DAX zwar aus dem Tagestief. Für ein echtes Plus reichte die Kraft allerdings nicht. Anleger flüchteten in Rüstungswerte und Energieversorger, während Banken und Industrietitel unter Verkaufsdruck standen.
Im Zentrum steht der Streit zwischen den USA und dem Iran. Brent-Öl verteuerte sich derweil auf fast 85 US-Dollar pro Barrel. Die hohen Energiepreise schüren neue Inflationssorgen. Diese Entwicklung dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank spürbar.
Rheinmetall führt die Gewinnerliste an. Die Aktie des Rüstungskonzerns stieg um 2,11 Prozent auf 984,20 Euro. Parallel dazu profitierten Energieversorger wie E.ON. Sie schlossen mit einem Plus von 1,80 Prozent bei 19,24 Euro. Indes suchten Marktteilnehmer Sicherheit in der Deutschen Telekom, die ebenfalls zulegte.
Ganz anders sieht es im Finanzsektor aus. Die Commerzbank verlor 3,10 Prozent und bildete das Schlusslicht im Leitindex. Auch die Deutsche Bank gab deutlich nach. Anleger befürchten, dass eine restriktive Geldpolitik der EZB zur Inflationsbekämpfung das Wirtschaftswachstum weiter abbremsen könnte.
Industriegrößen wie Siemens litten unter wachsenden Konjunktursorgen. Die Aktie sank um knapp zweieinhalb Prozent auf 261,75 Euro. Schwache Vorgaben von der US-Technologiebörse Nasdaq belasteten zusätzlich die Stimmung.
Technisch bleibt die Lage angespannt. Der DAX schloss bei 24.830,98 Punkten. Damit notiert der Index nur noch knapp über dem Wochentief bei 24.696 Punkten. Fällt diese Marke, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 24.346 Punkten ins Visier.
Kommende Woche entscheiden die Nachrichten aus der Golfregion über den weiteren Trend. Steigen die Ölpreise weiter, droht ein Test der Unterstützung bei 24.500 Zählern. Ein Sprung über die Marke von 25.200 Punkten würde die charttechnische Situation erst wieder entspannen.
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