Hensoldt Aktie: 3,5 Prozent Minus auf 68,82 Euro
25.06.2026 - 00:17:50 | boerse-global.deDer Radar- und Sensorhersteller Hensoldt hat mit dem RĂŒstungssektor nichts Neues gemeldet â und verliert trotzdem. Am Mittwoch fĂ€llt die Aktie um 3,5 Prozent auf 68,82 Euro. Der Auslöser kommt von auĂen.
Rheinmetall reiĂt den Sektor mit
Ein starker Kursrutsch bei Rheinmetall belastet am Mittwoch den gesamten deutschen Verteidigungssektor. Renk gibt sogar um 7,2 Prozent nach. Hensoldt folgt mit einem Minus von 3,3 Prozent. Der DAX fÀllt zeitweise um ein Prozent auf 24.653 Punkte, der MDAX um 1,1 Prozent auf 31.780 Punkte.
Kein unternehmensspezifischer Katalysator treibt den RĂŒcksetzer. Marktbeobachter nennen ein schwaches technisches Bild, ein belastetes Makroumfeld und breite Risikoaversion bei europĂ€ischen Aktien als Faktoren.
Korrektur mit langer Vorgeschichte
Der heutige Tag verschĂ€rft eine bereits lĂ€nger laufende AbwĂ€rtsbewegung. Ăber 30 Tage verliert die Aktie 22,7 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro â erreicht im Oktober 2025 â betrĂ€gt der Abstand inzwischen 40 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief von 64,80 Euro fehlen nur noch 6,2 Prozent.
Technisch notiert die Aktie klar unter ihren gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt liegt bei minus 11,8 Prozent, zum 200-Tage-Durchschnitt bei minus 16,2 Prozent. Der RSI von 35 zeigt eine stark abgekĂŒhlte Lage â liefert aber keinen Kaufimpuls.
Fundamentaldaten als Gegenpol
Operativ steht Hensoldt gut da. Im ersten Quartal 2026 verdoppelte sich der Auftragseingang auf 1.483 Millionen Euro. Der Auftragsbestand kletterte auf 9.801 Millionen Euro. Der Umsatz stieg auf 496 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA auf 44 Millionen Euro.
Die Jahresziele bleiben bestĂ€tigt: rund 2.750 Millionen Euro Umsatz, ein Book-to-Bill von 1,5x bis 2,0x und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent. Auch die laufende Jefferies-Investorenkonferenz in Baden-Baden Ă€ndert daran nichts â der Sektordruck ĂŒberlagert am Mittwoch jeden positiven GesprĂ€chston.
Der nĂ€chste harte Datenpunkt kommt am 31. Juli 2026 mit dem Halbjahresbericht. Bis dahin dĂŒrfte die Aktie vor allem davon abhĂ€ngen, ob der Abverkauf im europĂ€ischen RĂŒstungssektor abbricht oder weiterlĂ€uft.
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