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Kupferminen der Zukunft: Geringe KapitalintensivitÀt ist Trumpf

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 08:23 Uhr | irw-press, AD HOC NEWS
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Was haben Investitionen in KI und Kupfer gemeinsam? Womöglich, dass die KapitalintensitĂ€t und damit die Zeit bis zum positiven Cashflow kĂŒnftig stĂ€rker beachtet werden. Ein Kupferexplorer wagt den Sprung an die NYSE und liegt bei dieser Kennzahl weit vorn.

 

Der Oktober war ein ereignisreicher Monat fĂŒr den in Arizona tĂ€tigen Kupferexplorer Gunnison Copper. Der ehemalige Hudbay Minerals COO Andre Lauzon stieß zum Board of Directors hinzu, US-Innenminister Doug Burgum gab sein Stelldichein in der seit dem vergangenen Jahr produzierenden Johnson Camp Mine (JCM) im Cochise County – und schließlich startete der Handel der Aktie an der NYSE American. Zuvor war Gunnison bereits in Kanada und Deutschland börsennotiert.

 

Das GeschĂ€ftsmodell von Gunnison Copper (ISIN: CA4028801088, WKN: A40TP4) liegt im Trend: Das Unternehmen arbeitet am Hochlauf inlĂ€ndischer Kupferproduktion, die fĂŒr heimische Lieferketten fĂŒr Verteidigung, Technologie und Fertigung dringend benötigt werden. „Unser Team produziert bereits Kupfererz in Arizona“, sagt CEO Craig Hallworth im Hinblick auf JCM, das in Zusammenarbeit mit der Rio Tinto-Tochter Nuton betrieben wird. „Mit dem national bedeutenden Gunnison Copper Project haben wir die Möglichkeit, auf dieser Grundlage aufzubauen und einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Beitrag zur amerikanischen Kupferversorgung zu leisten“, skizziert er die PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft.

 

Studie aus Colorado: Bis 2050 fehlen 16,1 Mio. Tonnen Kupfer pro Jahr

 

Die meisten Analysten sind sich mit Hallworth darĂŒber einig, dass mehr Kupfer benötigt wird – und das fĂŒr das zusĂ€tzliche Angebot erhebliches Kapital erforderlich ist. Das Payne Institute for Public Policy der Colorado School of Mines hat nachgerechnet, wie viel Kupfer - und wie viel Kapital fĂŒr dessen Beschaffung - in Zukunft fehlen.

 

In der Studie „The Investment Gap of Copper Mining” gehen die Forscher Morgan Bazilian, Adam Simon, Macdonald Amoah, Andrew Pederson und Maxwell Brown aufbauend auf einer vorangegangene Untersuchung davon aus, dass die Nachfrage nach gefördertem Kupfer bis 2050 bei unverĂ€nderten Rahmenbedingungen 37,1 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen wird.

 

Die Forscher erlĂ€utern zunĂ€chst die AngebotslĂŒcke. Demnach werden die im Jahr 2018 in Betrieb befindlichen Minen nur noch 17,8 Millionen Tonnen der im Jahr 2050 benötigten 37,1 Millionen Tonnen liefern. Seit 2018 eröffnete oder erweiterte Minen tragen den Berechnungen zufolge im Jahr 2025 etwa 3,2 Millionen Tonnen zur GesamtkapazitĂ€t bei. Demnach muss noch eine jĂ€hrliche ProduktionskapazitĂ€t von 16,1 Millionen Tonnen geschaffen werden.

 

Unklar ist bislang nicht nur, wie die AngebotslĂŒcke ĂŒberhaupt geschlossen werden kann, da es seit Jahrzehnten an grĂ¶ĂŸeren Kupferentdeckungen fehlt. Fraglich ist auch, welche Kosten beim Ausbau der Produktion anfallen. Dies entscheidet nicht zuletzt, wie hoch die Kupferpreise langfristig steigen mĂŒssen, um die Investitionen zu finanzieren.

 

Im zweiten Schritt berechneten die Forscher aus Colorado deshalb die Kosten. Bei einer durchschnittlichen KapitalintensitĂ€t von 22.359 USD pro Tonne KapazitĂ€t fĂŒr die 26 Projekte, deren Inbetriebnahme bis 2030 geplant ist, betrĂ€gt der Bedarf etwa 360 Mrd. USD. Die Forscher benennen die Ursache der hohen Kosten sehr klar: „Sinkende Erzgehalte und tiefer liegende Erzkörper sind die HauptgrĂŒnde fĂŒr die steigenden Kosten zur Schließung dieser LĂŒcke.“

 

Tief liegende Erzkörper und niedrige Gehalte treiben KapitalintensitÀt

 

Diese Diagnose wird durch viele weitere Daten bestĂ€tigt. In Chile halbierte sich der Erzgehalt von 1,10 % (2002) auf 0,58 % (2025). Eine Tonne Kupfer bedeutet heute etwa 203 Tonnen Gestein, gegenĂŒber 107 vor gut 20 Jahren. Die durchschnittliche Kupferbohrtiefe hat sich seit 2010 laut S&P Global um fast 50 % auf etwa 600 Meter erhöht. FactSet hat auf Basis von fast 552.000 Bohrmetern auf 454 Projekten aus dem laufenden Jahr einen durchschnittlichen Kupfergehalt von 0,34 % errechnet. Mit 1,2 % zĂ€hlen Gehalte bereits zu den oberen zehn Prozent.

 

Die Forscher des Payne Institute for Public Policy nennen eine mögliche Teillösung fĂŒr geringere Kosten: „Die Kupferauslaugung aus bestehenden Halden könnte die Kosten senken.“ Mit anderen Worten: Die Gewinnung von Kupfer, das sich bereits an der OberflĂ€che befindet und fĂŒr das nur wenig Gestein bewegt werden muss.

 

Beim Gunnison-Projekt von Gunnison Copper ist ein solcher Tagebau mit Haufenlaugung und SX/EW-Anlage geplant. 541 Millionen Tonnen bei einem Kupfergehalt von 0,43 %, darunter 25 Millionen Tonnen mit einem Kupfergehalt von 0,85 % aus der SatellitenlagerstĂ€tte Strong & Harris, liegen in Arizona. Die PEA sieht ĂŒber eine Minenlaufzeit von 21 Jahren eine jĂ€hrliche Produktion von bis zu 174 Mio. lb Kupfer. Die All-in-Sustaining-Cash-Kosten schĂ€tzt die Studie auf 2,05 USD/lb.

 

Interessant ist ein Blick auf die KapitalintensitÀt: Diese wird in der PEA auf 17.609 USD pro Tonne KupferkapazitÀt taxiert. Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt in der Studie aus Colorado.

 

Auch andere Berechnungen sehen Gunnison Copper bei der wichtigen KapitalintensitĂ€t gut positioniert. FactSet berechnete im Sommer die Bewertung börsennotierter Kupferhersteller im VerhĂ€ltnis zur jĂ€hrlichen ProduktionskapazitĂ€t. Gunnison wurde damals an der Börse mit 117,7 Mio. USD gehandelt. Die Kupferproduktion fĂŒr 2026 wurde auf 7,5 kt geschĂ€tzt. Diese Produktion stammt ausschließlich aus der Johnson Camp Mine. Daraus ergab sich eine am Börsenwert gemessene KapitalintensitĂ€t von 15.634 USD pro tpa. Der Median in der FactSet-Studie lag bei 34.783 USD, nur ein Unternehmen wies einen geringeren Wert fĂŒr die KapitalintensitĂ€t auf als Gunnison.

 

Die PEA jedenfalls bescheinigt dem Projekt gute Chancen. Auf 1,96 Mrd. USD belĂ€uft sich der Nettogegenwartswert des Projekts, 3,9 Jahre benötigt die Amortisation. Der durchschnittliche freie Cashflow in den ersten 15 Jahren wird auf 366 Mio. USD taxiert. Diese Zahlen gelten fĂŒr das Basisszenario mit Kupferpreisen von 4,6 USD/lb.

 

Die Aktie hat seit dem Allzeithoch im Januar deutlich korrigiert und bewegt sich um den unteren Bereich eines seit 2024 laufenden AufwĂ€rtstrends herum. Gemessen an der bereits laufenden Produktion bei JCM und den Perspektiven von Gunnison erscheint die Bewertung im aktuellen Umfeld fĂŒr Kupfer sehr gĂŒnstig.

 

Weitere Informationen zu Gunnison Copper finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/gunnison-copper/

 

Unternehmen: Gunnison Copper

TSX: GCU

WKN: A40TP4

ISIN: CA4028801088

Webseite: https://www.gunnisoncopper.com/

 

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