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Erdgaspreis auf Jahreshoch: Europas Produzenten wie Trillion Energy profitieren von EngpÀssen

13.08.2024 - 09:00:00 | irw-press.com

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Trillion Energy kommt bei der Ausweitung der Gasproduktion im Schwarzen Meer voran. Die Expansion erfolgt in einer Marktsituation, in der die Erdgaspreise in Europa wieder steigen, amerikanisches LNG bevorzugt nach Asien geliefert wird und russisches Gas in Europa noch immer nicht ersetzt ist.

 

Meldungen wie jene des Gasproduzenten Trillion Energy werden auf dem europĂ€ischen Gasmarkt derzeit mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Das Unternehmen lieferte Ende Juli ein Update zu den Perforationen der Bohrung West Akcakoca-1 im SASB-Gasfeld im sĂŒdwestlichen Schwarzen Meer.

 

Trillion Energy gelang es, nach Verzögerungen aufgrund von Wetterbedingungen und dem Warten auf Ersatzteile die verbleibenden drei Perforationsintervalle von insgesamt 4 Metern fĂŒr insgesamt fĂŒnf Zonen im Bohrloch West Akcakoca-1 zu perforieren.

 

Zudem sollen in naher Zukunft neue Rohre an weiteren Bohrungen installiert werden. Das Ziel: Die Produktion von derzeit 7,3 MMcf/d zu steigern. Bis Jahresende sind 8,5 Mio. Kubikfuß pro Tag angepeilt.

 

Arthur Halleran, CEO von Trillion, ist optimistisch. Es seien nun sĂ€mtliche Gasansammlungen im Gasfeld erschlossen. Durch die EinfĂŒhrung einer kostengĂŒnstigeren Snubbing Unit als Ersatz fĂŒr die bislang nötige Hubinsel will das Unternehmen kĂŒnftig Kosten sparen.

 

Trillion will lĂ€ngerfristig auf SASB operieren. Die Lizenz lĂ€uft bis 2032, ist aber um zehn Jahre verlĂ€ngerbar.  SASB ist ein konventionelles Gasfeld im sĂŒdwestlichen Schwarzen Meer, das aus zahlreichen konventionellen Erdgasvorkommen in seichtem Wasser besteht.

 

Das Gasfeld ist aus europĂ€ischer Sicht eine dringend benötigte Bezugsquelle, die unabhĂ€ngig von Russland zur VerfĂŒgung steht und weder durch die Spannungen in Nahost gefĂ€hrdet ist noch durch heimischen Widerstand erschwert wird.

 

Erdgaspreise steigen wieder an

 

Die Erdgaspreise in Europa notieren auf Jahreshoch. Der Day-Ahead-Kontrakt am virtuellen Handelspunkt THE (Trading Hub Europe) kostete am vergangenen Freitag 36,23 EUR/MWh. FĂŒr den Frontjahr-Kontrakt wurden am selben Tag 40,48 EUR gezahlt. Dies markiert den höchsten Stand in diesem Jahr.

 

Ein Grund fĂŒr die wieder anziehenden Preise ist die Sorge vor einer Eskalation der Situation im Nahen Osten in Form eines Krieges zwischen dem Iran und Israel.

 

Auch der Ukrainekrieg spielt Marktteilnehmern zufolge eine Rolle. Berichten zufolge soll es in der russischen Region Kursk zu KĂ€mpfen gekommen sein – ganz in der NĂ€he von Sudza, einem wichtigen Einspeisepunkt fĂŒr Erdgas, das durch ukrainische Pipelines nach Westeuropa gelangt.

 

Dass Produzenten wie Trillion Energy dringend benötigtes Angebot auf den Markt bringen, ist jedoch nicht nur auf die aktuellen Spannungen zurĂŒckzufĂŒhren. In Westeuropa wird es zunehmend schwierig, eigene Gasquellen zu erschließen.

 

Heimische Gasförderung trifft auf WiderstÀnde

 

Dies zeigt der Widerstand gegen Gasbohrungen vor der Nordseeinsel Borkum. One-Dyas will hier ein vier Kilometer tiefes Loch in das Erdgasfeld N05-A bohren. Parallel dazu wird eine Pipeline in die Niederlande verlegt. 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas werden hier vermutet. Nicht nur UmweltschĂŒtzer stellen sich quer.

 

Auch der niedersĂ€chsische grĂŒne Umweltminister Christian Meyer ist gegen das Projekt. „Die Speicher sind voll, wir brauchen das Gas nicht“, sagt er. „Fossile Energien mĂŒssen im Boden bleiben.“

 

Um die Gasförderung aufnehmen zu können, braucht es eine völkerrechtliche Vereinbarung zwischen Deutschland und den Niederlanden, mit der die LagerstĂ€tte aufgeteilt wird. ZustĂ€ndig sind Wirtschafts- und Außenministerium unter grĂŒner FĂŒhrung. Ob es in dieser Legislaturperiode noch zu einer Entscheidung kommt, ist ungewiss.

 

Auf Widerstand von Anwohnern und der Kommunalpolitik trifft dieser Tage auch eine Erdgasbohrung von Genexco Gas, einer Tochterfirma des kanadischen Energieunternehmens MCF bei Landsberg. Die Liste ließe sich fortsetzen: Rohstoffgewinnung ist hierzulande unbeliebt.

 

Eine weitere Alternative zu russischem Gas ist LNG aus Nordamerika. Doch hier deutet sich ein Trend an: Die USA liefern LNG verstĂ€rkt nach Asien, wo höhere Preise zu erzielen sind. Ende Juli lagen die Preise fĂŒr Lieferungen nach Asien um rund 17 % höher als die Preise fĂŒr Lieferungen nach Europa.

 

Weniger LNG aus den USA, noch immer Gas aus Russland

 

Will die Politik eine europĂ€ische und von Russland unabhĂ€ngige Erdgasversorgung sicherstellen, fĂŒhrt an den Vorkommen im Schwarzen Meer – wo es neben SASB weitere große Gasfelder wie Sakarya gibt – kein Weg vorbei.

 

Mehr noch: Europa muss nach wie vor die Herausforderung bewĂ€ltigen, ohne russisches Gas auszukommen. Denn dieses fließt immer noch, wenn auch in verringertem Umfang. Ende vergangenen Jahres importierte Europa noch etwa 15 % seines gesamten Gasbedarfs aus Russland, wobei etwa 9 % ĂŒber Pipelines und 6 % in Form von LNG geliefert wurden.

 

SASB bildet den Schwerpunkt im Portfolio von Trillion Energy. Das Unternehmen hĂ€lt 49 % der Anteile an dem Gasfeld – den Rest besitzt der staatliche tĂŒrkische Mineralölkonzern TPAO.

 

Neben Trillion und TPAO sind mit Arar Petrol, Park Place Energy Limited, Thrace Basin Natural Gas Corporation Turkey, Petrogas, Atli Makina, Marsa Turkey BV und Transatlantic Petroleum viele weitere Unternehmen in der Region aktiv. Das Schwarze Meer entwickelt sich zu einer wesentlichen Teilantwort auf die Frage der europÀischen Gasversorgung.

 

Weitere Informationen zu Trillion Energy International finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

 

https://www.miningscout.de/minenaktien/trillion-energy-international-inc/

 

Unternehmen: Trillion Energy International Inc.

ISIN: CA89624B3020

WKN: A3EVV5

Webseite: www.trillionenergy.com

 

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