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Trotz Trump: Lithium in den USA boomt – Big Deals wecken Hoffnung

04.12.2024 - 08:21:00

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Die Nachfrage nach dem Batteriemetall Lithium in den USA steigt ungeachtet des Wahlausgangs fĂŒr Donald Trump. Auch die ExplorationsaktivitĂ€t ist ungebrochen: Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe entwickeln Projekte und arbeiten mit Hochdruck an der Ausweitung der Lithiumproduktion im Land.

 

Das dumpfe Dröhnen des Motors wird kurz, aber durchdringend durch das reißende Quietschen der Ketten ĂŒbertönt. Rundherum nichts als die schier endlosen Weiten Wyomings im mit Nachdruck endenden SpĂ€therbst. Das Boart Longyear MPD 1500 BohrgerĂ€t bahnt sich den Weg zu seinem Bestimmungsort.

 

„Der Plan fĂŒr das Bohrprogramm der Phase 2 umfasst bis zu 18 RC-Bohrlöcher und geschĂ€tzte 1.000 Meter an Bohrungen“, erlĂ€utert Chariot Corp CEO Shanthar Pathmanathan in diesem Zusammenhang.

 

Australier bohren „fast-track“ fĂŒr Ressource und Pilotmine

 

Der australische Lithium-Explorer Chariot Corporation sucht in Amerikas wildem Westen nach dem begehrten Batteriemetall. Das eindrucksvolle BohrgerĂ€t wird gerade beim Projekt Black Mountain installiert. Das Bohrprogramm, so erlĂ€utert Pathmanathan, wird sich auf die beiden sĂŒdlichen Pegmatit-AufschlĂŒsse konzentrieren, die eine hohe Fraktionierung aufweisen und Spodumen an der OberflĂ€che enthalten.

 

Das Ziel der Bohrungen: Die schnelle und kosteneffiziente Definition einer Lithiumressource im kleinen Maßstab mit einem Vertrauensniveau der „inferred“ Kategorie nach JORC 2012-Standard.

 

Die Pilotmine soll schnell Spodumenkonzentrat produzieren und an Lithiumhydroxid-Raffinerien im SĂŒdwesten der USA liefern. "Das gestraffte Verfahren reduziert den behördlichen Aufwand, vereinfacht die UmweltprĂŒfungen und erleichtert eine schnelle und kapitaleffiziente Projektinitiierung", begrĂŒndet das Unternehmen die Entscheidung, eine grĂ¶ĂŸer angelegte Ressourcenerkundung zunĂ€chst zurĂŒckzustellen im Hinblick auf die bergbaurechtlichen Erleichterungen, von denen kleinere Projekte in dem US-Bundesstaat profitieren.

 

Das Lithium, das Chariot bei Black Mountain so rasch wie möglich fördern will, wird durch den US-Markt auch nach den PrĂ€sidentschaftswahlen benötigt. Ein betrĂ€chtlicher Teil des weltweiten Lithiumangebots sei bereits an China oder andere MĂ€rkte vergeben, so dass eine Verschiffung in die Vereinigten Staaten kostspielig und unpraktisch sei – und zudem nicht die Kriterien des Inflation Reduction Acts (IRA) erfĂŒlle. Den IRA wird es Pathmanathan zufolge in irgendeiner Form auch unter der neuen Administration geben.

 

Globale Lithiumnachfrage steigt um 500 %

 

Der Chariot CEO schwimmt mit seiner Prognose nicht gegen den sprichwörtlichen Strom. Zwar meint Trump mit seiner legendĂ€ren „Drill, Baby, Drill“-Forderung keine Bohrprogramme mit dem Ziel Lithium, sondern eher Öl und Gas. Doch Elektroautos und Energiespeicher werden auch unter dem nĂ€chsten PrĂ€sidenten gebraucht.

 

Dem Marktforschungsunternehmen Rystad Energy zufolge dĂŒrfte sich die weltweite Nachfrage nach Lithium in Energiespeicheranwendungen bis 2050 verzwölffachen. Erik Holm Reiso, Senior Partner und Leiter EMEA bei Rystad Energy bekrĂ€ftige erst kĂŒrzlich, dass Lithium-Ionen-Batterien trotz der Fortschritte bei alternativen Batterietechnologien die dominierende Markttechnologie bleiben werden.

 

Bis 2030 wird sich die weltweite Nachfrage nach Lithium voraussichtlich mehr als vervierfachen und von 720.000 Tonnen im Jahr 2022 auf geschĂ€tzte 3,1 Millionen Tonnen steigen. Das jedenfalls legen die gĂ€ngigsten Prognosen nahe. In den USA dĂŒrfte die Nachfrage bis 2030 auf 412.000 Tonnen und damit um 500 % steigen.

 

USA: Viele Lithiumprojekte in der Pipeline

 

Explorationsunternehmen in den USA arbeiten mit Hochdruck daran, diese Nachfrage kĂŒnftig zu decken. Piedmont Lithium etwa plant in Gaston County in North Carolina ein mehrphasiges, vollstĂ€ndig integriertes Lithiumprojekt mit Bergbau, Produktion von Spodumenkonzentrat und Lithiumhydroxidumwandlung. Mit North American Lithium (NAL) in Quebec ist das Unternehmen auch an der gegenwĂ€rtig grĂ¶ĂŸten Lithiummine Nordamerikas beteiligt.

 

Nevada Lithium exploriert das Bonnie Claire-Projekt – ein Areal 1,25-mal so groß wie Manhattan Island und nach aktuellem Stand eine der grĂ¶ĂŸten LagerstĂ€tten in den USA.

 

Medial sehr prÀsent ist das Thacker Pass Projekt von Lithium Americas im Humboldt County. General Motors investierte 625 Mio. USD, um 38 % der Anteile an dem Projekt in Besitz zu bringen.

 

Thacker Pass gilt als das wichtigste Lithiumprojekt in den USA. Es ist vergleichbar groß wie das McDermitt-Projekt von Jindalee Resources. Beide Projekte liegen in der McDermitt-Caldera – einer durch einen prĂ€historischen Supervulkan geschaffenen geologischen Konstellation mit außergewöhnlich hohen Lithiumgehalten.

 

Große Deals und Investitionen wecken Hoffnungen

 

Die Investitionsentscheidung von General Motors gilt neben einigen wegweisenden M&A-Deals (etwa die Fusion von Sayona Mining und Piedmont Lithium und die Übernahme von Arcadium Lithium durch Rio Tinto) in der Branche als Marker fĂŒr das möglicherweise bevorstehende Ende der Konsolidierungsphase. Lithiumproduzenten- und Explorer leiden bis heute unter dem Preisverfall, der jedoch als nicht nachhaltig gilt.

 

Chariot Corp CEO Shanthar Pathmanathan hat die Konsolidierung in der Branche ebenso mit grĂ¶ĂŸter Aufmerksamkeit verfolgt wie die Investitionsentscheidung von GM. Perspektivisch plant Chariot weitaus grĂ¶ĂŸere Vorhaben als die Pilotmine in Wyoming.

 

Das Unternehmen ist nach Lithium Americas der zweitgrĂ¶ĂŸte Landbesitzer in der McDermitt-Caldera und besitzt mit „Resurgent“ ein Projekt in unmittelbarer NĂ€he und mit hohen geologischen Ähnlichkeiten gegenĂŒber Thacker Pass und dem Jindalee-Projekt. Anders als diese Projekte verfĂŒgt Resurgent allerdings noch nicht ĂŒber eine RessourcenschĂ€tzung. ZunĂ€chst steht Phase-1 des Bohrprogramms an.

 

Auf einen Starttermin fĂŒr dieses Vorhaben möchte Pathmanathan sich daher aktuell noch nicht festlegen. ZunĂ€chst liegt der Fokus auf Black Mountain in Wyoming. Nach dem aktuellen Bohrprogramm stehen Ressourcendefinition und metallurgische Tests, behördliche Genehmigungen und Machbarkeitsstudien, der (modulare) Anlagenbau und die Minenerschließung auf dem Plan. Sollten diese Vorhaben sich als erfolgreich herausstellen, wird Chariot fĂŒr einen großen Deal umso interessanter und die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 17 Mio. AUD schnell weit hinter sich lassen.

 

Weitere Informationen zu Chariot Corporation finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/chariot-corp/

 

Unternehmen: Chariot Corp.

ISIN: AU0000294498

WKN: A3EWMX

Webseite:  https://www.chariotcorporation.com/

 

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