Sernova erhĂ€lt von der FDA den Orphan Drug Status sowie die Rare Pediatric Disease Designation fĂŒr sein HĂ€mophilie-A-Programm
27.11.2023 - 13:25:00Sernova kĂŒndigt Forschungskooperation mit Frau Professor Antonia Follenzi, einer Expertin fĂŒr HĂ€mophilie A an der UniversitĂ del Piemonte Orientale, an
LONDON, ONTARIO und WINDHAM COUNTY, CONNECTICUT, den 27. November 2023 / IRW-Press / - Sernova Corp. (TSX: SVA) (OTCQB: SEOVF) (FWB/XETRA: PSH), ein Unternehmen im klinischen Stadium und MarktfĂŒhrer fĂŒr Zelltherapeutika, hat heute bekannt gegeben, dass die US-Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) dem HĂ€mophilie-A-Programm des Unternehmens den Status als Therapie zur Behandlung von seltenen Leiden (Orphan Drug Designation - ODD) und als Therapie zur Behandlung von seltenen pĂ€diatrischen Erkrankungen (Rare Pediatric Disease Designation - RPDD) gewĂ€hrt hat.
Die FDA erteilt eine Orphan Drug Designation, auch als Orphan-Drug-Status bezeichnet, fĂŒr Therapien zur Behandlung seltener Erkrankungen, von denen weniger als 200.000 Menschen in den USA betroffen sind. Diese Einstufung bringt bestimmte Vorteile mit sich, wie etwa Steuergutschriften fĂŒr qualifizierte klinische Tests, den Erlass bzw. die Teilerstattung der GebĂŒhren fĂŒr einen FDA-Antrag sowie das MarktexklusivitĂ€tsrecht fĂŒr sieben (7) Jahre im Falle einer Zulassung.
UnabhĂ€ngig davon wurde Sernova die Rare Pediatric Disease Designation als Therapie zur Behandlung von seltenen Krankheiten gewĂ€hrt, die vorwiegend Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren betreffen. Im Falle einer diesbezĂŒglichen Zulassung wird ein sogenannter âPriority Review Voucherâ fĂŒr ein beschleunigtes PrĂŒfverfahren ausgestellt. Der PrioritĂ€tsprĂŒfungsgutschein kann eingelöst, ĂŒbertragen oder auch verkauft werden.
âWir sind mit der FDA-Entscheidung im Hinblick auf die GewĂ€hrung dieser Einstufungen fĂŒr unsere neuartige Behandlung von HĂ€mophilie A sehr zufrieden. Dabei kommt die Cell Pouchâą zusammen mit patienteneigenen Zellen zum Einsatz, die fĂŒr die Produktion von Faktor VIII korrigiert wurdenâ, sagt Frau Cynthia Pussinen, Chief Executive Officer von Sernova. HĂ€mophilie A ist eine schwerwiegende, lebensbegrenzende Erkrankung, und wir setzen uns dafĂŒr ein, die Entwicklung des Programms voranzutreiben, in der Hoffnung, damit einen positiven Beitrag fĂŒr Patienten in aller Welt leisten zu können, die auf eine verbesserte Therapie warten.â
Ăber das von Sernova entwickelte HĂ€mophilie-A-Programm mit dem Cell-Pouch-System
Beim HĂ€mophilie-A-Programm von Sernova wird die Cell Pouchâą mit den eigenen Zellen eines Patienten kombiniert, ohne dass hierbei Immunsuppressiva erforderlich wĂ€ren. Diese Therapie zielt darauf ab, den Faktor VIII (FVIII) - ein essenzielles Blutgerinnungsprotein, das bei Patienten mit HĂ€mophilie A fehlt oder unzureichend vorhanden ist - zu ersetzen. Dies wird erreicht, indem die endothelialen VorlĂ€uferzellen des Patienten (Blood Outgrowth Endothelial Cells/BOECs) korrigiert und anschlieĂend ĂŒber die Cell Pouchâą dem Patienten wieder zugefĂŒhrt werden. Diese modifizierten Zellen setzen FVIII in den Blutkreislauf frei und stellen so die GerinnungsfĂ€higkeit beim Patienten wĂ€hrend der Blutungen wieder her.
Sernova und seine Forschungspartner haben mit Mitteln aus einer Horizon 2020-Förderung im Rahmen eines Forschungs- und Innovationsprogramms der EU fĂŒr Proof-of-Concept-Studien mit Hilfe eines völlig neuartigen gen- und zelltherapeutischen Ansatzes erfolgreich menschliche Blutzellen von Patienten mit HĂ€mophilie A so korrigiert, dass diese den Faktor VIII produzieren. Dabei wurden in einem vorklinischen HĂ€mophilie-A-Modell die korrigierten Zellen in die vorimplantierte, vaskularisierte Cell Pouch transplantiert. Mit dieser Arbeit wurde unter Einsatz der kombinierten Technologien eine Verbesserung der Blutgerinnung nachgewiesen (Efficient and safe correction of hemophilia A by lentiviral vector-transduced BOECs in an implantable device; Molecular Therapy: Methods & Clinical Development, Band 23, Dezember 2021).
Zusammenarbeit mit der UniversitĂ del Piemonte Orientale
Das Unternehmen freut sich, eine neue Kooperation mit der UniversitĂ del Piemonte Orientale (UniversitĂ€t Ostpiemont) in Italien unter der Leitung von Frau Antonia Follenzi MD, Ph.D., Professorin fĂŒr Histologie sowie Zell- und Gentherapie, bekanntzugeben.
Frau Dr. Follenzi nimmt, was die AnsĂ€tze der Zell- und Gentherapie zur Heilung von HĂ€mophilie A betrifft, eine Vorreiterrolle ein. Ihr Labor verfĂŒgt ĂŒber Fachkenntnisse in der Generierung von BOECs bei HĂ€mophilie-Patienten und der Korrektur des FVIII-Gens mit Hilfe von lentiviralen Vektoren.
Ziel der neuen Kooperation ist die Optimierung der Technologie unter Verwendung lentiviraler Vektoren, um in einem Tiermodell von HĂ€mophilie A die Expression des FVIII-Transgens ĂŒber neuartige Promotoren in die BOECs von HĂ€mophilie-Patienten zu erreichen und so eine optimale, anhaltende Produktion von FVIII unter Einsatz einer optimierten Zelldosis innerhalb der Cell Pouch sicherzustellen. Das Gesamtziel der Kooperation ist die Entwicklung einer Produktkombination zusammen mit vorklinischen Ergebnissen, die die Aufnahme klinischer Studien bei Patienten mit HĂ€mophilie A unterstĂŒtzen sollen.
âIch freue mich schon darauf, gemeinsam mit dem Team von Sernova an diesen fortschrittlichen Technologien zu arbeiten, um auf Basis eines gen- und zelltherapeutischen Ansatzes in der Cell Pouch eine neue und sichere Behandlung fĂŒr Patienten mit HĂ€mophilie A anbieten zu können. Unser Ziel ist es, diese neuen Technologien entsprechend weiterzuentwickeln, um die Freisetzung von FVIII in den Blutkreislauf weiter zu maximieren und die Dauer dieser Freisetzung so zu verlĂ€ngern, dass keine wöchentlichen FVIII-Infusionen mehr nötig sind und das Leben von Menschen mit HĂ€mophilie A deutlich verbessert wirdâ, erklĂ€rt Frau Professor Follenzi.
Vorteile von Orphan Drug Designation (ODD) und Rare Pediatric Disease Designation (RPDD)
Zu den kombinierten Vorteilen dieser Einstufungen zĂ€hlen die exklusiven Vermarktungsrechte fĂŒr einen Zeitraum von sieben (7) Jahren nach der Marktzulassung, eine Bundessteuergutschrift in Höhe von 25 Prozent fĂŒr in den USA getĂ€tigte klinische Forschungsaufwendungen, die bis zu 20 Jahre lang gilt, der Erlass von GebĂŒhren gemÀà dem âPrescription Drug User Fee Actâ (PDUFA) fĂŒr Orphan-Arzneimittel (derzeitiger Wert: mehr als 3 Millionen USD), die Möglichkeit, sich fĂŒr ForschungszuschĂŒsse des âOffice of Orphan Products Developmentâ (OOPD) zur UnterstĂŒtzung klinischer Studien fĂŒr die Orphan-Indikation zu qualifizieren, sowie die Berechtigung, von der FDA regulatorische UnterstĂŒtzung und Beratung bei der Erstellung des Entwicklungsplans zu erhalten.
DarĂŒber hinaus kann die Therapie ab den Zeitpunkt der Marktzulassung in den USA - unabhĂ€ngig von der Patentlaufzeit - sieben Jahre lang nicht kopiert und verkauft werden, und das Unternehmen erhĂ€lt zudem einen âPriority Voucherâ, der entweder zur VerkĂŒrzung des standardmĂ€Ăigen Begutachtungszeitraums der FDA um rund vier Monate verwendet oder aber verkauft werden kann.
Ăber HĂ€mophilie A
HĂ€mophilie umfasst eine Gruppe von Erbkrankheiten, welche die Blutgerinnung verĂ€ndern. Die klassische HĂ€mophilie, auch als HĂ€mophilie A bezeichnet, ist eine erbliche Blutungsstörung, die auf einem angeborenen Mangel des Gerinnungsfaktors FVIII beruht und sich durch langanhaltende, ĂŒbermĂ€Ăige Blutungen Ă€uĂert, die entweder spontan oder infolge eines Traumas auftreten. 1
HĂ€mophilie A ist die hĂ€ufigste Form der HĂ€mophilie. Es handelt sich dabei um eine genetische Störung, die durch das Fehlen oder einen Mangel des Blutgerinnungsproteins FVIII verursacht wird. Eine schwere HĂ€mophilie A tritt in rund 60 Prozet der FĂ€lle auf, wenn der Mangel an FVIII weniger als 1 Prozent der normalen Blutkonzentration betrĂ€gt. Die Krankheit wird ĂŒblicherweise von den Eltern an die Kinder vererbt, nur in rund einem Drittel der FĂ€lle wird sie durch eine spontane VerĂ€nderung des entsprechenden Gens verursacht.
Nach Angaben der US Centers for Disease Control and Prevention tritt HĂ€mophilie A bei etwa 1 von 5.000 mĂ€nnlichen Geburten auf. Langanhaltende Blutungen in Bereichen wie dem Gehirn können bei einer Person, die unter HĂ€mophilie A leidet, zum Tode fĂŒhren. LĂ€nger andauernde Blutungen in Gelenken können hingegen EntzĂŒndungsreaktionen und permanente GelenksschĂ€den verursachen.
Rund 20.000 Menschen in den USA, 2.500 Menschen in Kanada und 10.000 Menschen in Europa leiden unter einer mĂ€Ăigen bis schwerwiegenden Form von HĂ€mophilie A. Obwohl es fĂŒr diese Krankheit keine Heilung gibt, ist HĂ€mophilie A mit regelmĂ€Ăigen Infusionen des rekombinanten Gerinnungsfaktors FVIII gut beherrschbar. Die Behandlungskosten pro Patient belaufen sich auf mindestens 200.000 USD jĂ€hrlich, was mit Therapiekosten von insgesamt ĂŒber 10 Milliarden USD pro Jahr zu Buche schlĂ€gt.
Ăber Sernova und die Cell Pouch-System-Plattform fĂŒr Zelltherapie
Sernova ist ein Biotechnologieunternehmen im klinischen Stadium, das therapeutische Zelltechnologien fĂŒr chronische Krankheiten im Bereich Medizin entwickelt. Dazu zĂ€hlen insulinabhĂ€ngiger Diabetes, SchilddrĂŒsenerkrankungen und Blutkrankheiten inklusive HĂ€mophilie A.
Sernova konzentriert sich derzeit auf die Entwicklung eines âfunktionellen Heilmittelsâ fĂŒr die Behandlung des insulinabhĂ€ngigen Diabetes. Sein Hauptprodukt ist das âCell Pouch-Systemâ, ein neuartiges implantierbares und skalierbares Medizinprodukt mit immungeschĂŒtzten therapeutischen Zellen. Die Cell Pouch bildet nach der Implantation eine natĂŒrliche vaskularisierte Gewebeumgebung im Körper. Damit wird das langfristige Ăberleben und die Funktion therapeutischer Zellen ermöglicht, die essenzielle Faktoren freisetzen, die im Körper von Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten fehlen oder mangelhaft sind.
Im Rahmen einer laufenden klinischen Phase-1/2-Studie an der UniversitĂ€t von Chicago konnte das Potenzial des Cell Pouch-Systems von Sernova als eine âfunktionelle Heilungâ fĂŒr Menschen mit Typ-1-Diabetes (T1D) demonstriert werden.
In Kooperation mit der UniversitÀt von Miami entwickelt Sernova derzeit auch eine proprietÀre Technologie, um die therapeutischen Zellen vor dem Angriff des Immunsystems abzuschirmen. Ziel ist hier, die Notwendigkeit der chronischen systemischen Immunsuppression zu beseitigen.
Im Mai 2022 gingen Sernova und Evotec eine globale strategische Partnerschaft ein, um eine implantierbare und serienmĂ€Ăige Inselzellersatztherapie auf Basis von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSC) zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit bietet Sernova eine möglicherweise unbegrenzte Versorgung mit insulinproduzierenden Zellen zur Behandlung von Millionen von Patienten mit insulinabhĂ€ngigem Diabetes (Typ 1 und Typ 2).
Sernova macht auch Fortschritte bei von zwei zusĂ€tzlichen Entwicklungsprogrammen, die das Cell Pouch-System nutzen: eine neue Zelltherapie fĂŒr SchilddrĂŒsenunterfunktion infolge einer Entfernung der SchilddrĂŒse und eine lentivirale ex-vivo-Faktor-VIII-Gentherapie fĂŒr HĂ€mophilie A.
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