Space Exploration: 2,659 Billionen überholt Amazon
17.06.2026 - 23:57:49 | boerse-global.de
Space Exploration Technologies hat an der Börse Geschichte geschrieben. Die Marktkapitalisierung überholte am 16. Juni offiziell Amazon. Der Konzern erreichte eine Bewertung von 2,659 Billionen US-Dollar. Damit greift das Unternehmen nach der Krone von Microsoft.
Mitte Juni startete die Aktie beim Börsengang bei 135 US-Dollar. Wenige Tage später kletterte der Kurs auf knapp 202 US-Dollar. Das entspricht einem Plus von rund 50 Prozent.
Radikaler Umbau zum KI-Giganten
Der Kurssprung hat einen klaren Auslöser. Das Unternehmen kauft Anysphere. Der Entwickler des KI-Assistenten Cursor kostet 60 Milliarden US-Dollar. Space Exploration bezahlt den Deal komplett in eigenen Aktien. Der Abschluss folgt im dritten Quartal 2026.
Parallel dazu baut der Konzern seine Infrastruktur massiv aus. Ein Cloud-Vertrag mit Google umfasst fast 39 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen jährliche Leasingkosten von 26 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen mietet dafür Rechenzentren von Anthropic und Google.
Rekorde am Optionsmarkt
Am heutigen Mittwoch startete der Optionshandel mit extremer Volatilität. Händler tauschten 1,8 Millionen Kontrakte aus. Damit brach die Aktie den bisherigen Ersttags-Rekord von Meta. Die gezahlten Prämien summierten sich auf 2,8 Milliarden US-Dollar.
Profi-Investoren bereiten sich auf heftige Schwankungen vor. Ein Großinvestor kaufte Straddles für fast 58 Millionen US-Dollar. Er setzt damit auf starke Bewegungen in beide Richtungen. Nach einem Tageshoch von 225 US-Dollar rutschte die Aktie durch Gewinnmitnahmen auf 190 US-Dollar ab.
Hohe Bewertung trifft auf Milliardenverluste
Die Fundamentaldaten zeichnen ein riskantes Bild. Im vergangenen Jahr stand einem Umsatz von rund 19 Milliarden US-Dollar ein hoher Fehlbetrag gegenüber. Allein im ersten Quartal 2026 verbrannte der Konzern weitere 4,28 Milliarden US-Dollar.
Die Aktie wird aktuell mit dem über Hundertfachen des Umsatzes bewertet. Leerverkäufer wie Jim Chanos warnen vor solchen Niveaus. Kein Wunder. Das Management hält jedoch mit extremen Prognosen dagegen. Bis 2030 soll der Umsatz auf eine Billion US-Dollar steigen.
Wegen der fehlenden Profitabilität bleibt der Aktie der S&P 500 vorerst verwehrt. Die baldige Aufnahme in den Nasdaq 100 und den FTSE Russell steht jedoch fest. Diese Index-Integration zwingt passive Fonds in den kommenden Monaten zu massiven Käufen.
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