All for One Group SE, DE0005110001

H1 25/ 26: Herausforderndes Umfeld und deutliche VerÀnderungen im IT-Markt / / Anpassung der Prognose / / Programm zur Steigerung der WettbewerbsstÀrke

07.05.2026 - 23:23:54 | dgap.de

All for One Group SE / DE0005110001

All for One Group SE / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Strategische Unternehmensentscheidung


07.05.2026 / 23:23 CET/CEST
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Umsatz mit 250,4 Mio. EUR (H1 24/25: 257,6 Mio. EUR) um 3% unter Vorjahr; Cloud & Services Wachstum bei 3%; Software und Support UmsĂ€tze fallen um 8% Anteil wiederkehrender Erlöse steigt auf 53% (H1 24/25: 52%) EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) fĂ€llt auf 2,8% (H1 24/25: 5,4%); EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) fĂ€llt auf 6,9 Mio. EUR (H1 24/25: 14,0 Mio. EUR) Adjusted EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) liegt bei 9,4 Mio. EUR Thomas Herbst wird COO All for One beschließt mit »Precision« ein Programm zur Steigerung der WettbewerbsstĂ€rke; Kosteneinsparung jĂ€hrlich bis zu 20 Mio. EUR Anpassung der Prognose 25/26 Filderstadt, 7. Mai 2026 – Die All for One Group SE, fĂŒhrender internationaler IT-, Consulting- und Service-Provider mit Fokus auf Lösungen und Leistungen rund um SAP, erzielte im 6-Monatszeitraum 25/26 auf Basis vorlĂ€ufiger ungeprĂŒfter Zahlen Umsatzerlöse in Höhe von 250,4 Mio. EUR (H1 24/25: 257,6 Mio. EUR) und lag damit 3% unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen bleibt robust, jedoch verschieben Kunden – insbesondere im deutschsprachigen Raum – vor dem Hintergrund anhaltend hoher wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten ihre Investitionsentscheidungen. Diese ZurĂŒckhaltung wurde zuletzt durch die Eskalation des Krieges im Iran zusĂ€tzlich verstĂ€rkt; ein Nachholeffekt im laufenden GeschĂ€ftsjahr ist nicht mehr absehbar. Der Umsatz im 2. Quartal 25/26 stieg infolge der Erstkonsolidierung der »apsolut Group« ab MĂ€rz 2026 um 1% auf 124,6 Mio. EUR (Q2 24/25: 123,3 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Effekt wĂ€re der Umsatz um 2% zurĂŒckgegangen. Das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) ist auf 0,3 Mio. EUR (Q2 24/25: 3,0 Mio. EUR) zurĂŒckgegangen. Im 1. Halbjahr 25/26 fĂŒhrten die externen Faktoren zu geringeren UmsĂ€tzen im Consulting (minus 3%) und zu deutlich rĂŒcklĂ€ufigen Software und Support UmsĂ€tzen (minus 8%). Die wiederkehrenden Erlöse lagen mit 133,2 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahresniveau und machen 53% (52% im Vergleichszeitraum) vom Gesamtumsatz aus. Bei den Cloud & Services Erlösen setzte sich der anhaltende Trend in Richtung Cloud mit plus 3% auf 75,7 Mio. EUR fort. Beeinflusst durch die Verschiebung von IT-Projekten und die geringeren Erlöse aus Lizenzen und Provisionen hat sich das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) im 6-Monatszeitraum 25/26 auf 6,9 Mio. EUR (H1 24/25: 14,0 Mio. EUR) halbiert. Dies entspricht einer EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) von 2,8% (5,4% im Vergleichszeitraum). Um die operative Entwicklung im laufenden GeschĂ€ftsjahr besser vergleichbar darzustellen, berichtet die Gesellschaft ergĂ€nzend ein adjusted EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS), bei dem wesentliche Kosten mit Einmalcharakter herausgerechnet werden. Das adjusted EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) im 6-Monatszeitraum 25/26 liegt bei 9,4 Mio. EUR. Im 1. Halbjahr 25/26 sank der Umsatz im Segment »Deutschland« um 4% auf 200,3 Mio. EUR (H1 24/25: 208,6 Mio. EUR), vor allem aufgrund geringerer Consulting-Auslastung. Das Segmentergebnis lag bei 10,7 Mio. EUR (Marge 5,3%). In Â»Ăœbriges Europa« stiegen die UmsĂ€tze leicht auf 61,6 Mio. EUR (H1 24/25: 60,4 Mio. EUR); das Segmentergebnis fiel auf 2,1 Mio. EUR (Marge 3,5%). Das Segment Â»Ăœbrige Welt« bleibt volumenbedingt klein, entwickelt sich aber kontinuierlich profitabel. Der Umsatz stieg hier durch die Konsolidierung der »apsolut Group« ab MĂ€rz 2026 auf 7,0 Mio. EUR (H1 24/25: 5,9 Mio. EUR), bei 0,6 Mio. EUR Segmentergebnis (Marge 8,6%). Die Eigenkapitalquote zum 31. MĂ€rz 2026 lag bei 25% (30. Sep 2025: 33%). Die Anzahl der Mitarbeiter stieg durch die »apsolut Group« auf 3.073 zum 31. MĂ€rz 2026 (31. Mrz 2025: 2.723). Erfolgreiche M&A-Strategie und Integration – Thomas Herbst wird COO Die All for One Group hat zu Jahresbeginn 2026 ihre M&A-Strategie erfolgreich umgesetzt und durch die Übernahme der internationalen »apsolut Group« sowie einer Minderheitsbeteiligung am österreichischen Cybersecurity-Anbieter BrightFlare FlexCo ihre internationale PrĂ€senz und ihr Portfolio im Bereich SAP Procurement und Cybersicherheit maßgeblich erweitert. Damit gehört All for One weltweit zu den wenigen Anbietern, die das komplette SAP-Business-Suite-Portfolio ganzheitlich abdecken. In Folge der Akquisition der »apsolut Group« und deren erfolgreich laufender Integration erweitert die All for One Group ihr Top-Management. Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 wird Thomas Herbst neuer Chief Operating Officer und verantwortet in dieser Position zukĂŒnftig das gesamte BeratungsgeschĂ€ft der Gruppe. »Mit Thomas Herbst besetzen wir die wichtige Rolle des Chief Operating Officers ideal. Thomas ist ein erfahrener Manager und Profi im internationalen Consulting- und Großkunden Business – beides ist fĂŒr uns von strategischer Bedeutung. Die Erweiterung des Group Executive Managements um Thomas ist ein starkes Signal – in Richtung Markt, SAP und unserer Mannschaft«, so All for One CEO Michael Zitz. Geopolitische Lage und VerĂ€nderungen im IT-Markt Äußere Faktoren, wie das geopolitisch bedingte schwache Wirtschaftswachstum im deutschsprachigen Raum und die zunehmenden Spannungen rund um Iran, belasten die Entwicklung der All for One. Gleichzeitig erzwingen strukturelle MarktverĂ€nderungen eine schnelle Adaptierung von IT-Dienstleistern. All for One sieht den IT-Dienstleistungsmarkt an einem Wendepunkt: Mit Agentic AI verschiebt sich die Wertschöpfung deutlich weg von reiner Implementierung hin zu integrierten Daten- und Prozessarchitekturen sowie einem souverĂ€nen, governance-gestĂŒtzten Betrieb. Wo autonome Systeme Aufgaben direkt in End-to-End-Prozessen ĂŒbernehmen, steigen die Anforderungen an konsistente Daten, klare Berechtigungen, stabile Schnittstellen und revisionssichere Prozesse – das ERP bleibt dabei das stabile Fundament. Wie erwartet geht die SAP die nĂ€chsten großen Schritte in Richtung autonomer Unternehmenssteuerung: Joule als zentraler KI-Assistent, eine konsequente Erweiterung der Business Suite fĂŒr fachbereichsĂŒbergreifende ProzessausfĂŒhrung, Industrie-KI-Apps mit integriertem Prozess- und Regulatorikwissen sowie eine KI-Plattform fĂŒr Daten, Kontext und Governance. Besonders relevant fĂŒr Mittelstand und große Bestandskunden: KI-Szenarien sollen perspektivisch auch fĂŒr ausgewĂ€hlte ECC? und On-Premise-Umgebungen zugĂ€nglich werden und damit einen pragmatischen Weg eröffnen, KI-Mehrwert frĂŒher zu realisieren und die Transformationen in die Cloud erfolgreich zu gestalten. FĂŒr All for One ergeben sich daraus neue Wachstumschancen entlang eines konsequenten »Build-Deploy-Run-Ansatzes« mit erweiterten KI-Beratungs- und Transformationsangeboten, mit eigenentwickelten KI-Agenten und Produkten, dem Ausbau von Managed und KI-Governance Services sowie Cybersecurity-Angeboten. Unternehmen bewerten Software und Services dabei zunehmend nach messbarem GeschĂ€ftsnutzen – Erfolgskennzahlen wie Automatisierungsgrad, Durchlaufzeiten, Fehlerquoten und die QualitĂ€t autonomer Entscheidungen rĂŒcken in den Mittelpunkt. All for One adressiert diesen Wandel mit Clean-Core-Strategien, offenen und modellagnostischen Architekturen und skalierbaren Service-Paketen, um Kunden schnell zu nachweisbaren Ergebnissen zu fĂŒhren. Dies soll gleichzeitig wiederkehrende UmsĂ€tze und ProfitabilitĂ€t nachhaltig steigern. All for One sieht weiterhin großes Potential bei der Migration von Neu- und Bestandskunden auf S/4HANA und in der Implementierung von SAP Cloud Anwendungen. Gleichzeitig steigert All for One die interne Prozesseffizienz durch den breiten Einsatz von KI bspw. mit dem eigenen All41-GPT, fachbereichsspezifischen KI-Anwendungen und -Agenten. ErgĂ€nzend fĂŒhren KI-gestĂŒtzte Support-Prozesse und KI-Softwareentwicklung zu weiteren signifikanten ProduktivitĂ€tssteigerungen. Die IT-Branche richtet ihr KerngeschĂ€ft zunehmend auf KI aus; allen voran die SAP, die sich als »AI-Company« positioniert. Das verĂ€ndert die Umsatzströme der All for One ebenso wie Anforderungen an Qualifikationen und KapazitĂ€ten. Umfangreiche Prozess-, Cloud- und KI-FĂ€higkeiten fĂŒr die Bewertung und Implementierung von Hersteller-Innovationen, der schnelle Aufbau skalierbarer Cloud Services sowie die Entwicklung von KI-Branchenanwendungen und kundenspezifischen Use Cases werden jetzt zu maßgeblichen Erfolgsfaktoren von All for One in einem zunehmend internationalen Umfeld. Programm zur Steigerung der WettbewerbsstĂ€rke Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand mit »Precision« ein Programm zur Steigerung der WettbewerbsstĂ€rke beschlossen. Ziel ist es dabei, den KI- und Cloud-Umbau schneller, profitabler sowie bedarfs- und branchenorientiert voranzutreiben. Das Programm beinhaltet die Neuausrichtung des Delivery-Modells und der Go-to-Market-Strategie, Synergien in den Management-Strukturen, den konsequenten Abbau von Personal- und Sachkosten sowie die beschleunigte Integration der »apsolut Group« als Grundlage fĂŒr eine vollumfĂ€ngliche End-to-End-Beratung und weitere Internationalisierung. HierfĂŒr ist u.a. ein Abfindungsprogramm vorgesehen, das kurzfristig umgesetzt wird. ZusĂ€tzlich erfolgt der Ausbau eines skalierbaren Delivery-Setups mit stĂ€rkerem Near- und Offshore-Einsatz, der Umbau zu einer globalen Sales-Organisation und es werden verstĂ€rkt Investitionen in KI-Ressourcen und -Entwicklung getĂ€tigt. Im Zuge dieser geplanten Gesamtmaßnahmen rechnet die Gesellschaft im GeschĂ€ftsjahr 25/26 mit einmaligen Aufwendungen in Höhe von voraussichtlich bis zu 20 Mio. EUR. »Um unseren »One Plan 2030« konsequent umzusetzen, stellen wir jetzt auf Basis unseres Operating Models unsere Prozesse und Strukturen zukunftsweisend und effizienter auf – mit dem Anspruch, der weltweit fĂŒhrende SAP-Partner fĂŒr mittelstĂ€ndisch geprĂ€gte Unternehmen in unseren Kernindustrien und ZielmĂ€rkten zu werden«, erlĂ€utert Michael Zitz. Anpassung der Prognose 25/26 Vor diesem Hintergrund passt All for One die Prognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr 25/26 auf Basis der derzeit verfĂŒgbaren Informationen an. Nachdem die Jahresziele in der Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 25/26 trotz sich eintrĂŒbender Rahmenbedingungen noch bestĂ€tigt wurden, blieb das 2. Quartal 25/26 (Januar bis MĂ€rz 2026), inklusive der »apsolut Group« ab MĂ€rz 2026, hinter den Erwartungen zurĂŒck. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 25/26 erwartet die Gesellschaft nun inklusive der »apsolut Group« ab MĂ€rz einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von 500 bis 530 Mio. EUR (zuvor exklusive »apsolut Group«: 500 bis 530 Mio. EUR). Einschließlich der Einmalaufwendungen wird ein EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) von 0 EUR mit einer Schwankungsbreite von 5 Mio. EUR erwartet (zuvor: 27,5 bis 34,5 Mio. EUR). Bei gleichbleibenden Marktbedingungen wird das Programm »Precision« bereits ab Herbst 2026 einen positiven Effekt von jĂ€hrlich bis zu 20 Mio. EUR auf das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) haben.   Über die All for One Group SE Die All for One Group ist ein internationaler IT-, Consulting- und Service-Provider mit starkem SAP-Fokus. Mit dem klaren Anspruch, Technologie in konkreten Business Nutzen zu wandeln, begleitet und unterstĂŒtzt das branchenspezialisierte Unternehmen seine mehr als 4.500 mittelstĂ€ndisch geprĂ€gten Kunden – darunter viele Familienunternehmen – auf ihrem Weg in die Cloud. Sowohl bei der Conversion auf SAP S/4HANA als auch im SAP-Cloud-Business ist die All for One Group der fĂŒhrende SAP-Partner in Mittel- und Osteuropa. Im GeschĂ€ftsjahr 24/25 erzielte die All for One Group einen Umsatz in Höhe von 504 Mio. EUR. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in Filderstadt bei Stuttgart notiert im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. www.all-for-one.com/ir


Kontakt:
All for One Group SE, Nicole Besemer, Senior Director Investor Relations & Treasury, Tel. 0049 (0)711 78807-28, E-Mail nicole.besemer@all-for-one.com


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