Bank of America-Aktie zwischen KI-Kosten und Einsparpotenzial
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKI-Aufwand trifft auf Sparziele
- Bank of America setzte 1.000 externe Auftragnehmer neben 3.000 internen Beschäftigten zur Behebung von Softwareschwachstellen ein.
- Die kombinierten Kosten für Software-Reparaturen und Geldwäschekontrollen lagen im dritten Quartal bei mehr als 200 Millionen US-Dollar.
- 130 interne KI-Projekte sollen die Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar im Jahr 2026 auf 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 steigern.
Bank of America hat nach Angaben von CNBC 1.000 externe Auftragnehmer eingesetzt, um Softwareschwachstellen zu beheben, die unter anderem durch das KI-Modell Mythos von Anthropic sichtbar wurden. CEO Brian Moynihan nannte die Zahl in einem Interview nach der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal am Mittwoch, 14. Oktober 2026.
Hoher Aufwand im dritten Quartal
Die externen Kräfte arbeiteten laut Moynihan zusätzlich zu 3.000 internen Beschäftigten an der Absicherung eigener und von Zulieferern stammender Software. Die Bank habe die Auftragnehmer bereits im zweiten Quartal hinzugezogen; sie seien weiterhin im Einsatz.
Im dritten Quartal summierten sich die Aufwendungen für Software-Reparaturen und regulatorische Arbeiten im Zusammenhang mit Geldwäschekontrollen auf mehr als 200 Millionen US-Dollar. Der Betrag umfasst beide Bereiche und lässt deshalb keinen isolierten Rückschluss auf die Kosten der KI-bedingten Reparaturen zu. Für Anleger erhöht die Maßnahme zunächst den Kostendruck, ohne dass Bank of America den einzelnen Anteil der Softwarearbeiten bezifferte.
Management setzt auf sinkende Kosten
Moynihan erwartet, dass der Aufwand für die Reparaturen mit dem Fortschritt der Arbeiten zurückgeht. Sobald die wichtigsten Schwachstellen geschlossen seien, müsse weniger nachgebessert werden. Damit hängt die Ergebniswirkung davon ab, wie schnell die Bank den zusätzlichen Personal- und Technologieaufwand abbauen kann.
Gleichzeitig verfolgt Bank of America rund 130 interne KI-Projekte. Nach Angaben des CEO sollen die daraus erwarteten Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar im Jahr 2026 auf 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 steigen. Der Personalbestand sank im vergangenen Jahr um rund 3.400 Beschäftigte; welchen Anteil daran die KI-Projekte hatten, blieb offen.
Aktie bleibt zwischen Kosten und Effizienz
Der Realtime-Kurs der Bank of America-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:16 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 44,68 Euro. Der Kurs spiegelt die laufende Notierung wider; ein belastbarer Xetra-Schlusskurs für den Tagesvergleich lag für diese Ausgabe nicht vor.
Der Realtime-Kurs der Bank of America-Aktie bleibt damit vor allem ein Indikator für die laufende Marktbeobachtung. Für die Bewertung der Aktie stehen kurzfristig die Entwicklung der Reparaturkosten und mittelfristig die Umsetzung der angekündigten KI-Einsparungen im Mittelpunkt.
Am US-Aktienmarkt liefert der S&P 500 den relevanten breiten Marktbezug für US-Finanzwerte.
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Bank of America Corporation
- ISIN: US0605051046
- WKN: 858388
- Ticker: BAC
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Lang-und-Schwarz-Kurs: 44,68 Euro am 4. November 2026 um 12:16 Uhr Berliner Zeit
- Sektor: Finanzdienstleistungen
