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Ein unbestechlicher Leser betritt den Kapitalmarkt — und kaum ein deutscher Blue Chip ist vorbereitet

30.06.2026 - 12:30:03 | dgap.de

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cometis publishing GmbH & Co. KG / Schlagwort(e): Studie/Marktbericht


30.06.2026 / 12:30 CET/CEST
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ASK YOUR STAKEHOLDER   ·   WARREN WISE REPORT 2026 PRESSEMITTEILUNG Erstmals hat eine KI 40 DAX- und MDAX-Konzerne von A wie Adidas bis Z wie Zalando wie ein langfristiger Value-Investor analysiert — interessenfrei, regelbasiert, allein anhand der testierten Geschäftsberichte. Das Urteil: viel Substanz, kaum Spitzenklasse. Note 3,1 von 5, die oberste Stufe „Premium“ bleibt leer. Und die wenigsten Unternehmen wirken auf das vorbereitet, was gerade zum Standard werden wird. Kein „Premium“: 0 von 40 erreicht die Spitze, Schnitt 3,1 von 5 — ein Watchlist-Universum. Substanz ja, Erneuerung und Steuerung dünn: 34 von 40 substanzstark, aber nur 11 mit belegter Innovationskraft (z.B. SAP, Infineon, Merck, Siemens Healthineers, Siemens), nur 5 auch sauber gesteuert (Airbus, Heidelberg Materials, SAP, Scout24, Deutsche Telekom). Drei wiederkehrende Muster: asymmetrische Bereinigungen (z.B. Zalando, Continental), Ausschüttung über dem freien Cashflow (z.B. BASF), Firmenwert über dem Eigenkapital (z.B. Hochtief, 215%). Transparenz-Paradox: ausgerechnet die angeschlagenen Konzerne — Bayer, E.ON, BASF, Lufthansa, RWE — berichten am offensten. Agentic Finance: KI liest Geschäftsberichte serienweise — kaum ein Konzern wirkt darauf vorbereitet. Der vollständige „Warren Wise Report 2026“ ist unter warren-wise.com abrufbar.   Wiesbaden, 30. Juni 2026 — Ein neuer Leser betritt den Kapitalmarkt: einer, der jeden Geschäftsbericht analysiert, nie ermüdet und kein Eigeninteresse kennt. Das Multi-Agenten-System Warren Wise hat 40 Schwergewichte aus DAX und MDAX so analysiert, wie es ein langfristig orientierter Value-Investor täte — und zeichnet ein nüchternes Bild: kein Premium, sondern ein Watchlist-Universum mit vielen Vorbehalten und kuratierten Kennzahlen. Eine einzige große Watchlist
Die Durchschnittsnote liegt bei 3,1 auf einer Skala von 1 (K.o.-Zone) bis 5 (Premium): 14 Konzerne stuft Warren Wise als stark ein, 20 stehen auf Watchlist-Niveau, 6 darunter. „Premium“ bleibt unbesetzt; am nächsten kommt SAP. Mit jeder der drei Prüfebenen wird das Bild der Top-Konzerne schwächer. Die Substanz — Geschäftsmodell und Ertragskraft — ist fast überall hoch (34 von 40 stark). Bei der Zukunftsfähigkeit teilt es sich: 30 Konzerne sind finanziell robust, doch belegte Innovationskraft zeigen nur 11. Und bei der Steuerung — Kapitaldisziplin, Governance, Risikoberichterstattung — reichen nur fünf an echte Stärke heran: dieselben fünf, die auch bei der Substanz vorn liegen. Das Muster ist über die ganze Stichprobe dasselbe: Die Stärke dieser Konzerne liegt in dem, was sie über Jahre aufgebaut haben — nicht in dem, was sie heute daraus machen. Ein bekannter Name und eine starke Bilanz ergeben aus Value-Sicht eben noch keine überzeugende Equity Story.
„Wir haben mit dem Value-Investor begonnen, weil er die Frage beantwortet, die fast alle an ein Unternehmen haben — Aufsichtsrat, Mitarbeitende, Lieferanten, Kunden, jeder in seiner eigenen Währung: Bleibt es tragfähig und wandlungsfähig genug, um Bestand zu haben? Der Value-Investor macht daraus Methode: Zahlen gegen das Narrativ, Strategie gegen die Realität.“
— Ariane Hofstetter, Geschäftsführerin CPT
Rechenschaft — oder kuratiertes Selbstporträt?
Ein Geschäftsbericht erfüllt eine gesetzliche Pflicht — Rechenschaft gegenüber den Eigentümern. Doch was berichtet wird, ist vorgeschrieben; wie es eingeordnet, gewichtet und betont wird, liegt beim Management. In diesem Spielraum entsteht ein vorteilhaftes, sorgfältig kuratiertes Selbstporträt. Es springt niemandem ins Auge — sichtbar wird es erst durch geduldige, regelgebundene Analyse: Kennzahlen zueinander in Beziehung setzen, die der Bericht an getrennten Stellen ausweist, manchmal tief versteckt in Fußnoten oder Anhang, und 40 Berichte miteinander vergleichen. Wichtig: Alle Unternehmen bewegen sich im Rahmen der zulässigen, testierten Rechnungslegung. Warren Wise erhebt keinen Vorwurf eines Regelverstoßes, sondern bewertet die Wirkung aus Value-Sicht. Asymmetrisch bereinigt. 35 der 40 Konzerne stellen dem berichteten Ergebnis eine selbst definierte „bereinigte“ Größe zur Seite. Die Spannweite ist enorm: Der Median liegt bei 12,4%, doch elf Konzerne bereinigen über die 25-%-Orientierungsmarke hinaus. Entscheidend ist für Warren Wise nicht die Höhe allein, sondern die Richtung — läuft jede Anpassung zugunsten des Unternehmens (nur Add-backs), erscheint die Ertragslage günstiger, als sie ist. Bei Zalando etwa sprang die Bereinigungsquote binnen eines Jahres von 30,4% auf 52,6% — eine Lücke von 203,5 Mio. € zwischen berichtetem (387,2 Mio. €) und bereinigtem EBIT (590,7 Mio. €). Die Extremfälle markieren Continental mit 648% (Spin-off-Jahr) und Bayer mit 574% (Rechtsstreitigkeiten) — beide aus benennbarem Anlass. Es geht auch anders: Sechs Konzerne bereinigen konservativ, 5 Konzerne — darunter Adidas und Nordex — verzichten ganz auf bereinigte Kennzahlen. Ausschüttung über dem freien Cashflow. Bei sieben Konzernen lag die Ausschüttung (Dividende und Aktienrückkauf) an die Aktionäre 2025 über dem freien Cashflow. Am deutlichsten bei BASF: Dividende und Rückkauf summierten sich auf 2.363 Mio. €, der freie Cashflow betrug 1.342 Mio. € — die Differenz aus Bilanzmitteln, im zweiten Jahr in Folge. Im Bild der Studie: Hier wird Saatgut verzehrt, statt die nächste Ernte zu sichern. Verstecktes Impairment-Risiko. Bei vier Konzernen übersteigt der bilanzierte Firmenwert (Goodwill) das gesamte Eigenkapital — am ausgeprägtesten bei Hochtief mit 215% bei einer Eigenkapitalquote von nur 5,7%, gefolgt von Hensoldt (112%), Nemetschek (110%) und Bayer (108%). Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft (IAS 36); rechnerisch könnte hier bereits ein einziger größerer Abschreibungszyklus die Eigenkapitalbasis weitgehend aufzehren. Das Transparenz-Paradox. Die überraschendste Pointe: Ihre Risiken legen ausgerechnet die zuletzt angeschlagenen Konzerne am offensten dar — Bayer, E.ON, BASF, Lufthansa und RWE. Der größere Zusammenhang: Agentic Finance
Genau diese Art zu lesen wird gerade zum Standard. Warren Wise ist kein Einzelfall, sondern Teil einer Entwicklung, die unter dem Schlagwort Agentic Finance bekannt ist: KI-Systeme werten Veröffentlichungen nach festen Kriterien aus, verdichten sie zu Signalen und geben diese an Handelsagenten weiter. Solche Leser verhandeln nicht, relativieren nicht aus Höflichkeit — und warnen auch nicht vor.
„Diese Studie ist, nach unserem Kenntnisstand, die erste öffentliche Demonstration, wie ein solches System Geschäftsberichte im großen Maßstab liest, eigenständig nachrechnet und die Equity Stories bewertet.“
— Michael Diegelmann, Geschäftsführer CPT
Wie Warren Wise urteilt
Warren Wise ist kein smarter Einzel-Prompt, sondern ein geschlossenes Multi-Agenten-System mit klaren Zuständigkeiten — so bleibt jedes Urteil reproduzierbar, vergleichbar und auf eine konkrete Fundstelle im Bericht zurückführbar. Vier Sektortypen blieben vorerst außen vor, weil ihre Bilanzlogik einen Vergleich auf derselben Skala verzerren würde: Banken, Versicherer, Real Estate und Captive-Finance-Automobilkonzerne. Die Studie entstand zwischen dem 1. Mai und dem 8. Juni 2026; der Bewertungsrahmen wurde mit unabhängigen Value-Investoren validiert. Jeder Befund wird KI-gestützt erstellt und anschließend von einer fachkundigen Person gegen die offengelegten Stellen der Berichte geprüft (Human in the Loop).   Über Ask Your Stakeholder / Warren Wise
Warren Wise ist ein regelbasiertes Multi-Agenten-System, das Equity Stories aus der Sicht eines langfristig orientierten Quality- und Value-Investors analysiert. „Ask Warren“ macht das Framework als interaktive Q&A-Anwendung verfügbar und bereitet Unternehmen auf das Thema Agentic Finance vor. Herausgeberin der Studie ist die CPT GmbH. Die vollständige Studie ist unter warren-wise.com abrufbar.
Pressekontakt
Ariane Hofstetter · hofstetter@askyourstakeholder.com
Michael Diegelmann · diegelmann@askyourstakeholder.com
Web: warren-wise.com Hinweis: Diese Veröffentlichung dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, kein Research im aufsichtsrechtlichen Sinne und keine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Die enthaltenen Scores, Kategorien und Einordnungen sind modellbasierte, stichtagsbezogene Werturteile nach der offengelegten Methodik und keine Tatsachenfeststellungen über die betroffenen Unternehmen. Die Bewertungen werden KI-gestützt erstellt und können Fehler enthalten. „Warren Wise“ ist eine fiktive, synthetische Figur; Namensanklänge an Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Munger beschreiben allein die zugrunde liegenden Anlagephilosophien und begründen keine Verbindung. DAX® und MDAX® sind eingetragene Marken; die Studie steht in keiner Verbindung zu ISS STOXX oder der Deutsche Börse AG. Es können geschäftliche bzw. personelle Beziehungen (u.a. zur cometis-Gruppe) bestehen, die als potenzieller Interessenkonflikt relevant sein können.


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