Die Merck-Co.-Aktie legt nach starken Q2-2026-Zahlen und neuen Kurszielen zu
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 13:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Merck-Co.-Aktie (ISIN US58933Y1055) steht nach den jüngsten Zahlen und Analystenkommentaren wieder im Fokus: Im zweiten Quartal 2026 erzielte Merck & Co. einen weltweiten Umsatz von 16,6 Milliarden USD, wobei die Krebsarznei Keytruda inklusive ihrer neuen subkutanen Formulierung Keytruda QLEX rund 8,4 Milliarden USD beisteuerte, wie Yahoo Finance am 12.09.2026 berichtet.
Q2-2026-Zahlen und angehobene Prognose
Laut Yahoo Finance verzeichnete Merck & Co. im zweiten Quartal 2026 weltweit 16,6 Milliarden USD Umsatz, womit der Wert klar über dem Vorjahresquartal lag, das laut einer Analystenübersicht 15,8 Milliarden USD auswies.
Die Onkologie-Sparte rund um Keytruda erreichte im gleichen Zeitraum 8,4 Milliarden USD Umsatz und unterstreicht damit die Bedeutung dieser Franchise für den Konzern, wie Yahoo Finance ausführt.
Darüber hinaus meldete Merck im Q2-2026 eine starke Entwicklung bei Winrevair, einem Mittel gegen pulmonale arterielle Hypertonie, dessen Umsatz im Quartal um 75 Prozent auf 588 Millionen USD stieg, wie Yahoo Finance berichtet.
Vor diesem Hintergrund hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an und erwartet nun laut Yahoo Finance einen Jahresumsatz zwischen 66,3 und 67,3 Milliarden USD.
Analystenbewertungen und Kursziele im September 2026
Die positiven Geschäftszahlen spiegeln sich in mehreren frischen Analystenbewertungen wider: Der Analyst Nico Chen von DBS bestätigte am 12.09.2026 ein Buy-Rating für Merck & Company und setzte das Kursziel bei 180 USD, wie The Globe and Mail berichtet.
Im selben Bericht verweist The Globe and Mail auf ein ebenfalls positives Votum von Bank of America Securities, die Merck & Company zuletzt mit Buy einstufte.
Eine Auswertung von Quiver Quant zeigt, dass in den letzten sechs Monaten insgesamt zehn Analysten Kursziele für Merck abgegeben haben, mit einem Median von 139,5 USD, wobei Morgan Stanley am 09.07.2026 ein Ziel von 113 USD und Wells Fargo am 08.07.2026 ein Ziel von 150 USD nannte.
Darüber hinaus verweist ein Überblick von Ad-hoc-news auf eine Ratingänderung durch Wall Street Zen, die die Aktie am 12.09.2026 auf Hold herabstufte, während der Konsens laut MarketBeat bei Moderate Buy und einem durchschnittlichen Kursziel von 151,32 USD liegt.
In derselben Analyse hebt Ad-hoc-news hervor, dass Goldman Sachs das Kursziel für Merck im August von 140 auf 160 USD erhöhte und Morgan Stanley es im gleichen Zeitraum von 116 auf 179 USD anhob.
Kursniveau und Marktkapitalisierung im September 2026
Die Bewertung der Merck-Co.-Aktie spiegelt sich im US-Markt wider: Laut der Übersicht von Ad-hoc-news notierte die Aktie von Merck & Co. am 12.09.2026 bei 143,93 USD, bei einer Marktkapitalisierung von 355 Milliarden USD und einer 52-Wochen-Spanne von 77,58 bis 156,92 USD.
Damit lag der Kurs am 12.09.2026 knapp unterhalb des ausgewiesenen 52-Wochen-Hochs von 156,92 USD, während gleichzeitig der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 77,58 USD deutlich macht, wie stark die Aktie im letzten Jahr zugelegt hat, wie die Daten von Ad-hoc-news zeigen.
Für deutsche Anleger spielt zudem die Handelbarkeit über hiesige Plätze eine Rolle; parallel zur Heimatbörse NYSE wird Merck & Co. in der Regel auch auf außerbörslichen Plattformen in Europa gehandelt, wobei sich der Kurs typischerweise eng an der US-Notierung orientiert.
Pipeline, Studien und Risiken rund um Keytruda
Die starke Ertragslage basiert zu einem erheblichen Teil auf Keytruda, doch der Blick nach vorn zeigt auch Risiken: Der Patentablauf für Keytruda Ende 2028 zwingt Merck zu einer aggressiven Pipeline-Strategie, wie Yahoo Finance betont.
Zu den jüngsten klinischen Entwicklungen gehört die Evoke-03-Studie, in der die Kombination aus Gileads Trodelvy und Mercks Keytruda in der Erstlinienbehandlung des nicht kleinzelligen Lungenkrebses die dualen primären Endpunkte verfehlte: Laut FiercePharma reduzierte die Kombination das Risiko für Progression oder Tod zwar um 19 Prozent gegenüber Keytruda allein, verfehlte aber die statistische Signifikanz und zeigte bei der Gesamtüberlebensrate sogar einen leicht negativen Trend.
Im Detail berichtet FiercePharma, dass die mediane Gesamtüberlebenszeit im globalen Kollektiv bei 21,5 Monaten für die Trodelvy-Keytruda-Kombination lag, gegenüber 22,8 Monaten für Keytruda allein, was einem geschätzten 7-prozentigen Anstieg des Sterberisikos entspricht.
Interessant ist jedoch, dass die Ergebnisse in ostasiatischen und insbesondere chinesischen Patientengruppen deutlich günstiger ausfielen: Unter 230 Patienten aus Ostasien wurde mit der Kombination ein 27-prozentiger Überlebensvorteil gegenüber Keytruda allein beobachtet, während bei 107 chinesischen Patienten die Kombination sogar einen 35-prozentigen Vorteil beim Gesamtüberleben zeigte, wobei die mediane Überlebenszeit im Kombinationsarm zum Zeitpunkt der Auswertung noch nicht erreicht war, wie FiercePharma berichtet.
Parallel dazu entwickelt sich der Wettbewerb im Immunonkologie-Segment weiter: Der PD-1xVEGF-Bispezifische Antikörper Ivonescimab von Akeso und Summit Therapeutics zeigte in der Harmoni-2-Studie bei PD-L1-positiven, therapienaiven NSCLC-Patienten einen 27-prozentigen Überlebensvorteil gegenüber Keytruda, mit einer medianen Gesamtüberlebenszeit von 30,8 Monaten gegenüber 22,6 Monaten für Keytruda, wie FiercePharma berichtet.
In einem weiteren Wettbewerbsfeld berichtet FiercePharma, dass Mercks Partner Kelun-Biotech auf der Onkologie-Konferenz ASCO 2026 Daten präsentierte, wonach die Kombination aus Keytruda und dem TROP2-gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat sac-TMT das Risiko eines Fortschreitens oder Versterbens der Erkrankung um 65 Prozent gegenüber Keytruda allein reduziert hat, während Merck gleichzeitig mit MK-2010 einen eigenen PD-1xVEGF-Kandidaten in eine globale Phase-2-Studie brachte.
Insideraktivität und Risikoprofil
Neben der klinischen und kommerziellen Entwicklung achten professionelle Anleger auch auf die Insideraktivität: Laut einer Auswertung, die The Globe and Mail am 12.09.2026 zitiert, ist das Insider-Sentiment bei Merck negativ, da in den vergangenen Quartalen mehr Verkäufe als Käufe registriert wurden.
In diesem Zusammenhang verweist The Globe and Mail darauf, dass die Managerin Jennifer Zachary im August rund 80.315 Merck-Aktien im Gegenwert von etwa 10,7 Millionen USD veräußerte.
Diese Insiderverkäufe stellen aus Sicht vieler Marktteilnehmer einen potenziellen Gegenfaktor zu den positiven operativen Zahlen und Analystenratings dar, auch wenn sie nicht zwangsläufig eine negative Einschätzung des langfristigen Geschäftsverlaufs implizieren.
Aktien-Schlussabschnitt: Kurs und Anlegerperspektive
Aus Sicht von Anlegern ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite stehen ein Umsatzanstieg im Q2-2026 von 15,8 auf 16,6 Milliarden USD und eine starke Keytruda-Franchise mit 8,4 Milliarden USD Quartalsumsatz sowie das Wachstum neuer Produkte wie Winrevair mit plus 75 Prozent auf 588 Millionen USD, wie die Analysen von Yahoo Finance zeigen.
Auf der anderen Seite müssen Investoren die zunehmende Konkurrenz in der Immunonkologie und den absehbaren Patentablauf von Keytruda Ende 2028 sowie das negative Insider-Sentiment berücksichtigen, das die Bewertungen von The Globe and Mail hervorheben.
Fakten zur Merck-Co.-Aktie
- Unternehmen: Merck & Co., Inc.
- ISIN: US58933Y1055
- Ticker: MRK
- Handelsplatz: NYSE, ADR-Handel in Europa
- Kurs (Stand 12.09.2026): 143,93 USD
- Marktkapitalisierung: 355 Milliarden USD (Stand 12.09.2026)
- Sektor / Branche: Gesundheitswesen / Pharma
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
