Eli Lilly and Co.-Aktie: Umsatzprognose steigt auf 92 Milliarden US-Dollar
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:24 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Ausblick im Fokus
- Lilly steigerte den Umsatz im dritten Quartal vor allem mit Mounjaro und Zepbound.
- Hohe akquisitionsbedingte Forschungsaufwendungen belasten die bereinigte Gewinnprognose für 2026.
- Retatrutide und weitere Zulassungs- und Studienschritte bleiben wichtige nächste Pipeline-Treiber.
Eli Lilly hat am 29. Oktober 2026 seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den Umsatzausblick für das Gesamtjahr angehoben. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Quartalsumsatz um 39 Prozent auf 24,397 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach den Medikamenten Mounjaro und Zepbound blieb der wichtigste Wachstumstreiber.
Starkes Wachstum bei Mounjaro
Der Umsatz mit Mounjaro erhöhte sich im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 10,723 Milliarden US-Dollar. Zepbound legte um 49 Prozent auf 5,352 Milliarden US-Dollar zu. Insgesamt wuchs das Produktportfolio mit den wichtigsten Präparaten auf 17,1 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen meldete zugleich ein Volumenplus von 53 Prozent, während die realisierten Preise um 15 Prozent sanken.
Der ausgewiesene Quartalsgewinn je Aktie stieg um 16 Prozent auf 7,22 US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erhöhte sich das Ergebnis je Aktie um 7 Prozent auf 7,48 US-Dollar. Belastend wirkten akquisitionsbezogene Aufwendungen für laufende Forschungs- und Entwicklungsprogramme von 4,57 US-Dollar je Aktie, nach 0,71 US-Dollar im Vorjahresquartal.
Umsatzziel steigt, Gewinnziel sinkt
Lilly hob die Umsatzprognose für 2026 von zuvor 85 bis 87 Milliarden auf 91 bis 92 Milliarden US-Dollar an. Die bereinigte Prognose für das Ergebnis je Aktie wurde dagegen auf 35,00 bis 36,00 US-Dollar gesenkt, nachdem zuvor 35,50 bis 36,50 US-Dollar erwartet worden waren. Das Unternehmen begründet die gegenläufige Entwicklung vor allem mit den Kosten für die jüngsten Transaktionen.
Vorstandschef David A. Ricks verwies auf die breite globale Nachfrage nach Mounjaro und Zepbound, die Einführung von Foundayo sowie das Wachstum in Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften. Zusätzlich investiert Lilly in neue Produktionsstandorte in Texas und Virginia. Die Mitteilung von Eli Lilly nennt außerdem mehrere regulatorische Fortschritte.
Pipeline bleibt wichtiger Kurstreiber
Für die weitere Einordnung der Eli Lilly and Co.-Aktie rückt neben dem laufenden GLP-1-Geschäft die Pipeline in den Mittelpunkt. Das Unternehmen meldete positive Daten aus einer Phase-3-Studie zu Retatrutide im Vergleich zu Ozempic 2 mg. Für EloraTZP sollen im vierten Quartal 2026 Phase-3-Studien beginnen. Diese Programme können die Abhängigkeit von den etablierten Wachstumsträgern langfristig verringern, bleiben aber von klinischen Ergebnissen und Zulassungsentscheidungen abhängig.
Der Realtime-Kurs der Eli Lilly and Co.-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 13:13 Uhr bei Lang & Schwarz bei 1.277,50 Euro, 0,67 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.
Die Kursbewegung ist vor dem Hintergrund des angehobenen Umsatzausblicks und der Belastungen aus der Geschäftsentwicklung einzuordnen. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Lilly das hohe Volumenwachstum in nachhaltige Erträge übersetzt und zugleich Preis-, Erstattungs- und Entwicklungsrisiken begrenzt.
Eli Lilly and Co. im Überblick
- Unternehmen: Eli Lilly and Company
- ISIN: US5324571083
- Ticker: LLY
- Heimatbörse: NYSE
- Lang-und-Schwarz-Kurs: 1.277,50 Euro am 4. November 2026, 13:13 Uhr
- Vergleich: 0,67 Prozent über dem Xetra-Schluss vom 3. November 2026 bei 1.269,00 Euro
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