EQS-News: Instone Group: Erschwerte Marktbedingungen beeinträchtigen die Nachfrageerholung (deutsch)
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 07:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSInstone Group: Erschwerte Marktbedingungen beeinträchtigen die Nachfrageerholung
EQS-News: Instone Real Estate Group SE / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen
Instone Group: Erschwerte Marktbedingungen beeinträchtigen die
Nachfrageerholung
05.11.2026 / 07:30 CET/CEST
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Instone Group: Erschwerte Marktbedingungen beeinträchtigen die
Nachfrageerholung
* Bereinigte Umsatzerlöse von 288,1 Millionen Euro in den ersten drei
Quartalen 2026 (9M-2025: 347,5 Millionen Euro) von geringeren Verkäufen
beeinflusst
* Im Branchenvergleich weiterhin sehr hohe Rohergebnismarge von 29,4
Prozent (9M-2025: 23,3 Prozent), die von konservativen Kostenannahmen
und Übergaben von Projekten unterstützt wurde, bleibt wesentliches
Qualitätsmerkmal
* Verkäufe von 173,3 Millionen Euro (9M-2025: 229,0 Millionen Euro);
Einzelvertrieb auf Vorjahresniveau, im dritten Quartal jedoch spürbar
durch makroökonomische Faktoren beeinträchtigt; erster institutioneller
Verkauf im vierten Quartal realisiert und weitere institutionelle
Verkäufe kurz vor Abschluss
* Ergebnis nach Steuern von 12,2 Millionen Euro (9M-2025: 21,4 Millionen
Euro) ebenfalls durch geringere Umsatzerlöse, ein deutlich negativeres
Finanzergebnis und geringere Beteiligungserträge belastet
* Eine geringe Verschuldung (Loan-to-Cost: 19,4 Prozent) und eine hohe
Liquidität (239,1 Millionen Euro) spiegeln das starke finanzielle Profil
des Unternehmens wider
* Angepasste Prognose für 2026: Umsatzerlöse von ca. 450 Millionen Euro,
bereinigtes Ergebnis nach Steuern von 25 bis 30 Millionen Euro, Verkäufe
von 500 bis 600 Millionen Euro
Essen, 5. November 2026: Die Instone Real Estate Group SE ("Instone Group")
hat im dritten Quartal 2026 die Auswirkungen der makroökonomischen und
geopolitischen Unsicherheitsfaktoren einschließlich eines stärkeren
Zinsanstiegs deutlich auf der Nachfrageseite gespürt. Dies hat insbesondere
im Vertrieb an private Investoren im dritten Quartal zu einem Rückgang der
Verkäufe geführt. Auf der Seite der institutionellen Kunden war ebenfalls
eine deutliche Verlangsamung der Entscheidungsprozesse infolge der erhöhten
Unsicherheit festzustellen, was teilweise zu einer Verschiebung von
Transaktionen beigetragen hat. Gerade die Projekte im Bereich des
geförderten Wohnungsbaus stoßen jedoch weiterhin auf großes Interesse bei
institutionellen Investoren, so dass nach Abschluss einer ersten
institutionellen Transaktion im November noch mit der Unterzeichnung von
mehreren weiteren institutionellen Verkäufen im Schlussquartal zu rechnen
ist. Aufgrund der Expertise der Instone Group im preisgünstigen Wohnungsbau
ist das Unternehmen für die Erstellung von geförderten Wohnungen sehr gut
aufgestellt.
Trotz einer Senkung der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zeigt die
Instone Group auch in einem erschwerten Marktumfeld eine weiterhin solide
Profitabilität und setzt mit den getätigten Investitionen in neue
Grundstücke und der Stärke im Bereich des preisgünstigen Bauens auf eine
Rückkehr auf den Wachstumspfad.
Instone Group behauptet branchenführende Profitabilität
Die bereinigten Umsatzerlöse lagen in den ersten drei Quartalen 2026 bei
288,1 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahresniveau (9M-2025: 347,5
Millionen Euro), was vor allem auf die schwächere Entwicklung im
Einzelvertrieb sowie eine geringere Bauleistung zurückzuführen ist. Es ist
gleichwohl davon auszugehen, dass die erwarteten Abschlüsse von
institutionellen Verkäufen und eine stärkere Saisonalität im Einzelvertrieb
noch zu einer deutlichen Steigerung der bereinigten Umsatzerlöse im
Schlussquartal führen werden.
Die bereinigte Rohergebnismarge lag in den ersten neun Monaten 2026 mit 29,4
Prozent (9M-2025: 23,3 Prozent) weiterhin auf einem sehr hohen,
branchenführenden Niveau und damit auch oberhalb der eigenen Erwartung. Die
führende Profitabilität unterstreicht die Qualität des Projektportfolios und
ist auch auf die hohe Wertschöpfungstiefe sowie konservative Kostenannahmen
zurückzuführen. Diese Kostenansätze hatten zur Folge, dass insbesondere mit
Schlussrechnung positive Ergebniseffekte aus der Auflösung von
Kostenreserven realisiert werden konnten, die einen außergewöhnlich hohen
Beitrag geleistet haben. Darüber hinaus wirken sich hier auch positive
Effekte durch einen höheren Anteil von Inhouse-Planungen der
Tochtergesellschaft nyoo aus, die zu einer Entlastung der Projektkosten
beitragen.
Trotz des geringeren Erlösvolumens hat sich infolge der substanziellen
Verbesserung der Rohergebnismarge das bereinigte operative Ergebnis
(bereinigtes EBIT) nur leicht auf 33,0 Millionen Euro im Jahresvergleich
verringert (9M-2025: 35,2 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis nach
Steuern (EAT) von 12,2 Millionen Euro lag, bei einem erwartungsgemäß auch
deutlich negativerem Nettofinanzergebnis, vor allem im Zusammenhang mit der
planmäßigen Auflösung von aktivierten Zinsen, ebenfalls unter dem Vorjahr
(9M-2025: 21,4 Millionen Euro).
Makroökonomische Unsicherheitsfaktoren und Zinsvolatilität bremsen die
Nachfrage; Abschluss von mehreren institutionellen Transaktionen im
Schlussquartal erwartet
Die Instone Group hat in den ersten neun Monaten 2026 Immobilien im Wert von
173,3 Millionen Euro veräußert und liegt damit, bedingt durch eine im
Jahresvergleich schwächere Entwicklung im dritten Quartal, insgesamt unter
dem Vorjahreswert (9M-2025: 229,0 Millionen Euro). Das Vorjahr profitierte
dabei auch bereits vom Abschluss institutioneller Verkäufe, die in diesem
Jahr ausschließlich auf das Schlussquartal ausgerichtet sind. In einem von
geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren geprägten
Marktumfeld stellte insbesondere der Anstieg der Zinsen im dritten Quartal
einen wesentlichen Belastungsfaktor dar, was gerade im Einzelvertrieb
unmittelbar spürbar war. Während das Verkaufsvolumen im Einzelvertrieb in
den ersten neun Monaten 2026 mit 167,3 Millionen Euro insgesamt auf
Vorjahresniveau (9M-2025: 166,5 Millionen Euro) lag, war im dritten Quartal
ein deutlicher Rückgang im Jahresvergleich zu verzeichnen. Die
Entscheidungsfindungsprozesse der Erwerber sowie die Kreditprüfungsprozesse
bei Banken nehmen einen längeren Zeitraum in Anspruch und auch die
Stornierungsquote von bereits reservierten Wohnungen lag im bisherigen
Jahresverlauf deutlich oberhalb des längerfristigen Durchschnitts. Es ist
derzeit davon auszugehen, dass das Verkaufsvolumen des Vorjahres im
Stückvertrieb nicht erreicht wird.
Die aktuell in den Markt gehenden Projekte sind dabei optimal auf die
attraktiven Förderbedingungen des Wachstumschancengesetzes für
Kapitalanleger zugeschnitten. Diese Produkte profitieren von der erhöhten
degressiven AfA von 5,0 Prozent sowie einer zusätzlichen linearen Sonder-AfA
von weiteren 5,0 Prozent über vier Jahre für energieeffiziente Immobilien
und ermöglichen Kapitalanlegern dadurch sehr attraktive Nachsteuerrenditen.
Dies hilft der Instone Group, auch im aktuell schwierigen Marktumfeld
weiterhin Wohnungen an private Kapitalanleger zu verkaufen, da die
Nachsteuerrenditen auch beim derzeitigen Zinsniveau attraktiv bleiben.
Im Geschäft mit den institutionellen Kunden konnte hingegen im bisherigen
Jahresverlauf eine positivere Entwicklung des Kundeninteresses beobachtet
werden. Dies ist stark auf das Produktangebot der Instone Group mit einem
hohen Anteil von geförderten Projekten zurückzuführen. Im November wurde der
erste institutionelle Verkauf mit einem Volumen von 45 Millionen Euro
unterzeichnet. Trotz der gestiegenen Unsicherheit, die auch bereits zur
Verschiebung von Transaktionen in das erste Quartal 2027 geführt hat, wird
im Schlussquartal mit dem Abschluss von mehreren institutionellen Verkäufen
gerechnet. Für Transaktionen mit einem Volumen von rund 150 Millionen Euro
wird die notarielle Beurkundung derzeit vorbereitet. Zusätzlich sind
Transaktionen mit einem Volumen von 200 Millionen Euro in fortgeschrittenen
Verhandlungen. In welchem Umfang sich diese Transaktionen noch im
Geschäftsjahr 2026 umsetzen lassen, ist in dem aktuellen Umfeld mit einer
erhöhten Unsicherheit behaftet. Der Vorstand erwartet dennoch einen Anstieg
der institutionellen Verkäufe gegenüber dem Vorjahr, so dass die aktuelle
Schwächephase im Einzelvertrieb zumindest teilweise kompensiert werden
sollte. Bei optimalem Verlauf der Verhandlungen für die institutionellen
Verkäufe wäre die ursprüngliche Prognose für das Verkaufsziel von mindestens
650 Millionen Euro noch erreichbar.
Niedrige Verschuldung und hohe Liquidität sichern ein starkes finanzielles
Profil
Die Stärke der Bilanz der Instone Group stellt weiterhin einen wichtigen
Wettbewerbsvorteil dar, der sich bei der Wahrnehmung von attraktiven
Wachstumsopportunitäten auch bereits ausgezahlt hat.
Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Projektvermögen (Loan-to-Cost,
LTC), lag zum Quartalsstichtag trotz der erheblichen Investitionen in
zukünftiges Wachstum weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 19,4 Prozent
(31. Dezember 2025: 11,3 Prozent). Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum
bereinigten operativen Ergebnis vor Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) der
letzten zwölf Monate beträgt bei leicht gestiegener Nettoverschuldung und
temporär geringerer Profitabilität 4,7x (31. Dezember 2025: 2,8x) und liegt
weiterhin auf einem komfortablen Niveau.
Die frei verfügbaren Barmittel belaufen sich zum 30. September 2026 auf rund
240 Millionen Euro. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über substanzielle
ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 110 Millionen Euro sowie einen Teil des
Term Loans (23,5 Millionen Euro), der erst im vierten Quartal gezogen wird.
Außerdem konnte die Instone Group die Konzernkreditlinie und den Term Loan
bis 2029 verlängern.
Infolge der Umsetzung der Wachstumsstrategie ist von einem vorübergehenden
Anstieg der Verschuldungskennziffern auszugehen. Die Aufrechterhaltung einer
starken Bilanz bleibt wesentlicher Eckpfeiler des Geschäftsmodells der
Instone Group.
Attraktives Projektportfolio sichert Erlöspotenzial für die nächsten Jahre;
Ankäufe stärken die Basis für zusätzliches Wachstum
Der erwartete Verkaufswert des Projektportfolios der Instone Group (Gross
Development Value, GDV) lag zum Quartalsstichtag bei rund 7,7 Milliarden
Euro (31. Dezember 2025: 7,1 Milliarden Euro). Zusätzlich verfügt das
Unternehmen über Projekte in nicht konsolidierten Gesellschaften mit einem
anteiligen Erlösvolumen von über 1,0 Milliarden Euro. Der aktuelle Umfang
der Pipeline sichert bereits das Geschäftspotenzial für die nächsten Jahre.
Der Teil des Portfolios, der sich in der Bauphase befindet, liegt bei rund
3,0 Milliarden Euro, wovon rund 89 Prozent bereits verkauft sind. Dies sorgt
weiterhin für eine hohe Visibilität in Bezug auf die zukünftig zu
erwartenden Erlöse und Cashflows.
Hinsichtlich der Weiterentwicklung des Projektportfolios und der damit
einhergehenden Stärkung des Wachstumsprofils hat sich der Markt für
Grundstücksakquisitionen auf der Angebotsseite deutlich positiv entwickelt.
Die Instone Group nutzte die sich aktuell am Markt bietenden Chancen und hat
im laufenden Geschäftsjahr Ankäufe mit einem GDV von über 1,1 Milliarden
Euro getätigt, nach einem Ankaufsvolumen von 1,2 Milliarden Euro im Jahr
2025. Damit hat die Instone Group in den beiden Geschäftsjahren Projekte mit
einem GDV von rund 2,3 Milliarden Euro erworben und das Ankaufsziel von über
2 Milliarden Euro bereits übertroffen. Diese Projekte besitzen eine
überdurchschnittliche Rentabilität und stärken zusätzlich die Basis für das
Wachstum in den kommenden Jahren. Es ist dabei beabsichtigt, einen Teil des
angekauften Volumens zusammen mit starken Finanzinvestoren zu realisieren,
um Projektrisiken zu diversifizieren und die Rentabilität zu steigern.
"Die Auswirkungen der makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren stellen
derzeit einen spürbaren Belastungsfaktor für die Nachfrage dar. Mit unserer
klaren strategischen Aufstellung im Bereich des preisgünstigen Bauens,
unserer starken Bilanz und den erheblichen Investitionen in attraktive neue
Projekte verfügen wir über alle Voraussetzungen, um auch unter erschwerten
Marktbedingungen wieder wachsen zu können", sagt Kruno Crepulja, CEO der
Instone Real Estate Group SE.
Anpassung der Prognose an die erschwerten Marktbedingungen im laufenden
Geschäftsjahr
Aufgrund der nachteiligen Auswirkungen der geopolitischen und
makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren, einschließlich der gestiegenen
Zinsen auf die erwarteten Verkäufe, hat der Vorstand die Ziele für das
Geschäftsjahr 2026 angepasst. Er geht so von Umsatzerlösen (bereinigt) von
rund 450 Millionen Euro, einer nochmals verbesserten Rohergebnismarge
(bereinigt) von über 28 Prozent und einem bereinigten Ergebnis nach Steuern
von 25 bis 30 Millionen Euro aus. Das erwartete Verkaufsvolumen liegt bei
erhöhter Unsicherheit in der Bandbreite von 500 bis 600 Millionen Euro. Der
Vorstand bestätigt zudem die geplante Ausschüttung einer Mindest-Dividende
für das laufende Geschäftsjahr von 0,43 Euro pro Aktie.
Die Definitionen der in der Mitteilung genannten Steuerungskennzahlen sind
im Glossar auf der Homepage der Gesellschaft zu finden, unter: Glossar:
Instone Real Estate Group SE
Über Instone Real Estate Group SE (Instone Group)
Die Instone Group ist einer der führenden Wohnentwickler Deutschlands und im
Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Seit 1991 entwickeln wir
bundesweit zukunftsfähige und nachhaltige Stadtquartiere mit Miet- und
Eigentumswohnungen - für ein langfristig gutes Leben in den Metropolregionen
Deutschlands. Unsere vielfältigen Fachkompetenzen erzielen in Verbindung mit
effizienten Prozessen und einem soliden finanziellen Fundament echte
Mehrwerte für unsere Stakeholder in ökologischer, sozialer und
wirtschaftlicher Hinsicht. So übernehmen wir Verantwortung für eines der
dringlichsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit - der Schaffung von
bedarfsgerechtem und lebenswertem Wohnraum. Bundesweit sind 437 Mitarbeiter
an neun Standorten tätig. Zum 30. September 2026 umfasste das
Projektportfolio 54 Entwicklungsprojekte mit einem erwarteten
Gesamtverkaufsvolumen von etwa 7,7 Milliarden Euro und rund 15.700
Wohneinheiten. www.instone-group.de
Investor Relations
Burkhard Sawazki
Grugaplatz 2-4, 45131 Essen
Tel.: +49 (0)201 45355-137
E-Mail: burkhard.sawazki@instone.de
Presse
Franziska Jenkel
Chausseestr. 111, 10115 Berlin
Tel. +49 (0)30/6109102-36
E-Mail: presse@instone.de
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