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EQS-News: Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nÀhert sich historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem (deutsch)

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 12:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nĂ€hert sich historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem EQS-News: OHB SE / Schlagwort(e): Sonstiges Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nĂ€hert sich historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem 06.11.2026 / 12:02 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nÀhert sich historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem


EQS-News: OHB SE / Schlagwort(e): Sonstiges
Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nÀhert sich
historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem



06.11.2026 / 12:02 CET/CEST
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Von OHB gebaute ESA-Asteroidensonde sendet erstes Bild und nÀhert sich
historischem Rendezvous mit Asteroiden-Doppelsystem



Generalproben fĂŒr den Einsatz der CubeSats im Deep Space erfolgreich



Bremen, 6. November 2026. Nach einer mehr als zweijÀhrigen Reise durch den
interplanetaren Raum und ĂŒber Millionen von Kilometern hat Hera, die von der
OHB System AG fĂŒr die EuropĂ€ische Weltraumorganisation ESA entwickelte
Raumsonde, ihr erstes Bild des Asteroidensystems Didymos zur Erde gesendet.



Aufgenommen aus einer Entfernung von rund 60 Kilometern, zeigt das Bild eine
bislang unbekannte Seite von Didymos, dem grĂ¶ĂŸeren der beiden Asteroiden des
Doppelasteroidensystems. Die von Felsblöcken, Kratern und markanten
RĂŒckenstrukturen geprĂ€gte OberflĂ€che liefert Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern einen ersten Einblick in die Umgebung, die Hera in den
kommenden Wochen mit bislang unerreichter PrÀzision untersuchen wird.



"Die erste Nahaufnahme aus dem Didymos-System zu sehen, ist fĂŒr alle
Beteiligten ein ganz besonderer Moment", sagte Marco Fuchs,
Vorstandsvorsitzender der OHB SE. "Nach Jahren der Entwicklung, Tests und
Missionsvorbereitung liefert Hera nun genau die Daten, fĂŒr die wir die Sonde
gebaut haben. Dieses erste Bild zeigt die hervorragende LeistungsfÀhigkeit
von Hera und das ist erst der Anfang. In den kommenden Wochen wird die
Mission die entscheidenden Erkenntnisse liefern, um die Auswirkungen des
ersten erfolgreichen Asteroiden-Ablenkungsexperiments der Menschheit zu
verstehen und unsere FĂ€higkeit zum Schutz der Erde vor zukĂŒnftigen
Bedrohungen weiter zu stÀrken."



Die erste Nahaufnahme, die von der ESA veröffentlicht wurde, stellt einen
wichtigen Meilenstein dar, wÀhrend Hera ihren Anflug auf das Asteroidenpaar
fortsetzt. In den kommenden Wochen wird sich die Sonde Didymos und Dimorphos
schrittweise weiter annÀhern und immer detailliertere Beobachtungen beider
Himmelskörper gewinnen. Hochauflösende Aufnahmen der Einschlagstelle der
NASA-Mission DART werden wÀhrend der Rendezvous-Phase der Mission erwartet.



Hera ĂŒberzeugt auf der Zielgeraden mit herausragender Leistung



SĂ€mtliche Systeme der Raumsonde wurden erfolgreich getestet und verifiziert.
Erst kĂŒrzlich absolvierte Hera Generalproben fĂŒr die komplexen Rendezvous-
und AnnÀherungsmanöver. Nach einer Reihe prÀziser Bahnkorrekturen und
Bremsmanöver befindet sich die Sonde nun auf ihrem endgĂŒltigen Anflugkurs.



Auch die Einsatzprozeduren fĂŒr die beiden CubeSats Juventas und Milani
wurden erfolgreich geprobt. FĂŒr diese Tests stellte das Hera-Team bei OHB
seine Avionic Test Bench, ein originalgetreues Modell der Raumsonde mit
funktionsfĂ€higer Elektronik und Kameras, vorĂŒbergehend von Arbeiten an der
ESA-Folgemission RAMSES wieder auf die Hera-Konfiguration um. Die
Generalproben fĂŒr den Aussetzvorgang wurden erfolgreich abgeschlossen. Nach
ihrer Freisetzung sollen die beiden CubeSats einzigartige Daten ĂŒber die
innere Struktur und Zusammensetzung des Asteroiden liefern.



FĂŒr die europĂ€ische Raumfahrt markiert Heras Ankunft in der Zielregion einen
bedeutenden Meilenstein. Seit dem Start am 7. Oktober 2024 vom Cape
Canaveral Space Force Station in den USA ist die Sonde auf dem Weg zum
Doppelasteroidensystem Didymos und Dimorphos, um die Folgen des
DART-Einschlags der NASA zu untersuchen. DART hatte 2022 erstmals gezeigt,
dass die Umlaufbahn eines Asteroiden durch einen gezielten kinetischen
Einschlag verÀndert werden kann. Hera wird nun die entscheidenden Messdaten
liefern, um die Wirksamkeit dieser Methode mit bislang unerreichter
Genauigkeit zu bewerten.



Rekordprojekt aus Bremen und europÀische Teamleistung



Hera ist zugleich das Ergebnis einer außergewöhnlichen europĂ€ischen
Industrie- und Ingenieursleistung. Unter der Leitung von OHB wurde die
Raumsonde in nur vier Jahren entwickelt, gebaut, integriert, getestet und
gestartet - ein außergewöhnlich kurzer Zeitraum fĂŒr eine Deep-Space-Mission
dieser KomplexitÀt. An dem Projekt sind rund 100 Unternehmen und
Forschungseinrichtungen aus 18 ESA-Mitgliedstaaten beteiligt.



Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen von Didymos und Dimorphos werden
zukĂŒnftige internationale Strategien zur planetaren Verteidigung prĂ€gen. Sie
fließen bereits heute in die Vorbereitungen der ESA-Folgemission RAMSES ein,
die ebenfalls von OHB gemeinsam mit seinen Industriepartnern entwickelt
wird.



Die erfolgreiche Entwicklung von Hera unterstreicht Europas FĂ€higkeit,
hochkomplexe Missionen zur planetaren Verteidigung innerhalb ambitionierter
ZeitplÀne umzusetzen.



Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Asteroidensystem selbst. Die
erste Nahaufnahme eröffnet bereits neue wissenschaftliche Perspektiven auf
Didymos und könnte wertvolle Hinweise darauf liefern, wie sich Material nach
dem DART-Einschlag innerhalb des Systems verteilt hat. WĂ€hrend Hera ihren
Anflug fortsetzt, wird die Mission die Daten sammeln, die notwendig sind, um
die Asteroidenablenkung von einem einmaligen Demonstrationsexperiment zu
einer wissenschaftlich fundierten und kĂŒnftig wiederholbaren FĂ€higkeit der
planetaren Verteidigung weiterzuentwickeln.



Der nÀchste wichtige Meilenstein folgt am 25. November, wenn die ESA
detaillierte Aufnahmen beider Asteroiden veröffentlicht und damit einen
bislang beispiellosen Blick auf das Ziel des ersten erfolgreichen
Asteroidenablenkungstests der Menschheit ermöglicht.




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