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Evotec-Partner Bayer startet Phase-2-Studie zur Behandlung von Patienten mit Alport-Syndrom

04.12.2025 - 08:30:04

Evotec SE / DE0005664809

Evotec SE / Schlagwort(e): Sonstiges


04.12.2025 / 08:30 CET/CEST
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Klinische Studie der Phase 2 begonnen, um das Potenzial eines SEMA3A-Antikörpers als mögliche Behandlung fĂŒr das Alport-Syndrom zu bewerten Meilensteinzahlung an Evotec nach erster Verabreichung der PrĂŒfsubstanz an den ersten Studienteilnehmenden fĂŒr Anfang 2026 erwartet
 
Hamburg, 04. Dezember 2025:
Evotec SE (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, SDAX/TecDAX, Prime Standard, ISIN: DE0005664809, WKN 566480; NASDAQ: EVO) gab heute bekannt, dass ihr Partner Bayer AG eine klinische Studie der Phase 2 zu einem Programm fĂŒr Nierenerkrankungen begonnen hat, das aus der Multi-Target-Forschungszusammenarbeit zwischen Evotec und Bayer im Bereich Nierenerkrankungen hervorgegangen ist. GemĂ€ĂŸ den Bedingungen der Kooperationsvereinbarung wird die fĂŒr Anfang 2026 geplante erste Verabreichung einer PrĂŒfsubstanz an den ersten Patienten im Rahmen der Phase-2-Studie eine Meilensteinzahlung an Evotec auslösen. Bei der PrĂŒfsubstanz BAY 3401016 handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper („mAb“), der auf das Protein Semaphorin-3A („Sema3A“) abzielt, und der als potenzielle Behandlung gegen das Alport-Syndrom, eine seltene genetisch bedingte Nierenerkrankung, entwickelt wird. Bayers ASSESS-Studie ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie der Phase 2a mit einer VerlĂ€ngerungsphase zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von BAY 3401016 bei Teilnehmenden im Alter von 18 bis 45 Jahren mit Alport-Syndrom. Das Programm geht aus einer strategischen Kollaboration hervor, die Evotec und Bayer im August 2016 eingegangen sind. Im Rahmen der Vereinbarung hat Evotec Anspruch auf Entwicklungs- und kommerzielle Meilensteinzahlungen sowie gestaffelte LizenzgebĂŒhren vom Nettoumsatz, abhĂ€ngig von dem zukĂŒnftigen Fortschritt in der klinischen Entwicklung und der möglichen Vermarktung des Wirkstoffes. Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Wir freuen uns sehr, dass unser gemeinsam entwickelter Antikörper BAY 3401016 zur Behandlung des Alport-Syndroms in die Phase-2-Studie der klinischen Entwicklung eingetreten ist. Das Alport-Syndrom schĂ€digt in erster Linie die Nieren, beginnt oft bereits im Kindesalter und schreitet im Laufe des Lebens weiter voran. Diese schwĂ€chende Erkrankung beeintrĂ€chtigt die LebensqualitĂ€t der Patienten sowohl durch die Symptome als auch durch die Behandlung der Nierenkrankheit erheblich, insbesondere in spĂ€teren Stadien. FĂŒr die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen werden dringend neue Therapieoptionen benötigt, die eine bessere LebensqualitĂ€t ermöglichen. Der Beginn dieser Studie ist ein wichtiger und hoffnungsvoller Schritt nach vorne. Wir gratulieren Bayer zum Start der Phase 2 und sind stolz darauf, die Weiterentwicklung dieses Programms zu unterstĂŒtzen.“

Über Semaphorin-3A
Semaphorin-3A („Sema3A“) ist ein extrazellulĂ€res Leitprotein und ein bekannter Regulator des Aktinzytoskeletts. VerĂ€nderungen des Aktinzytoskeletts, insbesondere der Podozyten, sind zentrales pathophysiologisches Merkmal des Alport-Syndroms, einer seltenen genetisch bedingten Nierenerkrankung mit fortschreitendem Verlust der FiltrationskapazitĂ€t, welcher im Endstadium zu Nierenversagen, zunehmendem Hörverlust und verschiedenen BeeintrĂ€chtigungen des Sehvermögens fĂŒhrt. Sema3A wird in geschĂ€digten menschlichen Nieren hochreguliert und ist an der Entstehung und dem Fortschreiten akuter und chronischer Nierenerkrankungen beteiligt. Der von Bayer in Zusammenarbeit mit Evotec entwickelte monoklonale Antikörper („mAb“) blockiert die Sema3A-AktivitĂ€t und wird derzeit als potenzielle Behandlung des Alport-Syndroms untersucht. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und das Auftreten einer Niereninsuffizienz im Endstadium hinauszuzögern. Über das Alport-Syndrom
Das Alport-Syndrom ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die durch eine Erkrankung der Nieren, Hörverlust und Augenanomalien gekennzeichnet ist. Bei den meisten Betroffenen kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion, welcher im Endstadium zu einer Insuffizienz fĂŒhren kann. Menschen mit Alport-Syndrom entwickeln auch hĂ€ufig einen sensorineuralen Hörverlust im spĂ€ten Kindes- oder frĂŒhen Jugendalter. Die fĂŒr diese Erkrankung charakteristischen Augenanomalien fĂŒhren in seltenen FĂ€llen zu einem Verlust der Sehkraft. In 80 % der FĂ€lle wird das Alport-Syndrom X-chromosomal vererbt und durch genetische VerĂ€nderungen im COL4A5-Gen verursacht. In den ĂŒbrigen FĂ€llen kann es entweder autosomal-rezessiv oder seltener autosomal-dominant vererbt werden; hier wird die Erkrankung durch genetische VerĂ€nderungen in den Genen COL4A3 oder COL4A4 verursacht. Die Diagnose der Erkrankung basiert auf der Familienanamnese, klinischen Symptomen und spezifischen Untersuchungen wie einer Nierenbiopsie und kann durch genetische Tests bestĂ€tigt werden.   Über Evotec SE
Evotec ist ein Life-Science-Unternehmen, das die Zukunft der Wirkstoffforschung und -entwicklung maßgeblich mitgestaltet. Durch die Integration bahnbrechender Wissenschaft mit KI-gestĂŒtzten Innovationen und modernsten Technologien beschleunigen wir die Entwicklung vom Konzept zur Therapie – schneller, intelligenter und prĂ€ziser. Unsere Expertise umfasst niedermolekulare Verbindungen, Biologika und Zelltherapien und verwandte ModalitĂ€ten, unterstĂŒtzt durch proprietĂ€re Plattformen wie molekulare Patientendatenbanken, PanOmics und iPSC-basierte Krankheitsmodelle. Mit flexiblen Partnerschaftsmodellen, die individuell auf die BedĂŒrfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind, arbeiten wir mit allen Top-20-Pharmaunternehmen, ĂŒber 800 Biotechs, akademischen Einrichtungen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen zusammen. Unser Angebot reicht von Einzelleistungen bis hin zu vollstĂ€ndig integrierten F&E-Programmen und langfristigen strategischen Partnerschaften – stets mit wissenschaftlicher Exzellenz und operativer AgilitĂ€t. Über Just – Evotec Biologics definieren wir die Entwicklung und Herstellung von Biologika neu, um deren VerfĂŒgbarkeit und Erschwinglichkeit zu verbessern. Mit einem starken Portfolio von ĂŒber 100 proprietĂ€ren F&E-Projekten, von denen die meisten in Partnerschaften entwickelt wurden, konzentrieren wir uns auf wichtige therapeutische Bereiche wie Onkologie, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Neurologie und Immunologie. Ein globales Team von mehr als 4.800 Expertinnen und Experten arbeitet an Standorten in Europa und den USA, die sich mit komplementĂ€ren Technologien und Services als synergetische Kompetenzzentren ergĂ€nzen. Erfahren Sie mehr unter www.evotec.com und folgen Sie uns auf LinkedIn sowie X/Twitter @Evotec. Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthĂ€lt vorausschauende Angaben ĂŒber zukĂŒnftige Ereignisse, wie das beantragte Angebot und die Notierung von Evotecs Wertpapieren. Wörter wie „erwarten“, „annehmen“, „schĂ€tzen“, „beabsichtigen“, „können“, „planen“, „potenziell“, „sollen“, „abzielen“, „wĂŒrde“, sowie Abwandlungen dieser Wörter und Ă€hnliche AusdrĂŒcke werden verwendet, um zukunftsbezogene Aussagen zu identifizieren. Solche Aussagen schließen Kommentare ĂŒber Evotecs Erwartungen fĂŒr UmsĂ€tze, Konzern-EBITDA und unverpartnerte F+E-Aufwendungen ein. Diese zukunftsbezogenen Aussagen beruhen auf den Informationen, die Evotec zum Zeitpunkt der Aussage zugĂ€nglich waren, sowie auf Erwartungen und Annahmen, die Evotec zu diesem Zeitpunkt fĂŒr angemessen erachtet hat. Die Richtigkeit dieser Erwartungen kann nicht mit Sicherheit angenommen werden. Diese Aussagen schließen bekannte und unbekannte Risiken ein und beruhen auf einer Anzahl von Annahmen und SchĂ€tzungen, die inhĂ€rent erheblichen Unsicherheiten und AbhĂ€ngigkeiten unterliegen, von denen viele außerhalb der Kontrolle von Evotec liegen. Evotec ĂŒbernimmt ausdrĂŒcklich keine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene vorausschauende Aussagen im Hinblick auf VerĂ€nderungen der Erwartungen von Evotec oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder UmstĂ€nde, auf denen diese Aussagen beruhen, öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren.   FĂŒr weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Medien
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