Factoringmarkt bleibt trotz Insolvenzhoch stabil
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 12:38 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| EQS-Media / 14.09.2026 / 12:38 CET/CEST Pressemeldung â Bundesverband Factoring fĂŒr den Mittelstand e. V. Die mittelstĂ€ndische Factoringbranche zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 robust. Trotz eines weiterhin angespannten wirtschaftlichen Umfelds bleibt die GeschĂ€ftsentwicklung insgesamt stabil, einzelne Institute verzeichnen sogar deutliche ZuwĂ€chse. Auch die Erwartungen fĂŒr die kommenden Monate sind ĂŒberwiegend positiv. Impulse verspricht sich die Branche vor allem vom NeukundengeschĂ€ft. Gleichzeitig bleiben Insolvenzen, Factoringbetrug und Digitalisierung zentrale Themen. (Berlin, 14.09.2026) Die deutsche Wirtschaft sendete in den vergangenen Monaten erste Erholungssignale. Gleichzeitig setzte sich der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen fort: Creditreform verzeichnete im ersten Halbjahr fast 8 Prozent mehr FĂ€lle als im Vorjahreszeitraum und damit den höchsten Stand seit 2013.* In diesem Umfeld behauptet sich die mittelstĂ€ndische Factoringbranche. Die Halbjahresumfrage unter den Mitgliedern des Bundesverbands Factoring fĂŒr den Mittelstand e. V. (BFM) zeigt ein bereinigtes Umsatzwachstum von 2,4 Prozent gegenĂŒber Ende 2025. Der Zuwachs liegt damit etwa im Bereich der Inflationsrate, der Factoringmarkt bewegt sich aktuell insgesamt eher seitwĂ€rts. Hinter diesem Gesamtwert stehen allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen: Die Bandbreite reicht von minus 13 bis zu einem Wachstum von plus 150 Prozent. WĂ€hrend einzelne Anbieter leichte RĂŒckgĂ€nge verzeichnen, konnten andere deutlich zulegen. âDie wirtschaftliche Situation in Deutschland bleibt fĂŒr viele Unternehmen schwierig, das spĂŒren wir auch in unserer Branche. Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Entwicklungen der Institute, dass am Markt weiterhin Wachstumspotenzial vorhanden ist. Gerade wenn LiquiditĂ€t knapp und die wirtschaftliche Entwicklung schwer planbar ist, gewinnt eine breiter aufgestellte Finanzierung fĂŒr Unternehmen an Bedeutung. Factoring kann dabei einen wichtigen Baustein bildenâ, erklĂ€rt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. Mehrheit erwartet weiteres Wachstum Der Blick auf die kommenden Monate fĂ€llt unter den Verbandsmitgliedern ĂŒberwiegend positiv aus. Mehr als 70 Prozent der befragten Institute erwarten ein steigendes GeschĂ€ft, knapp 24 Prozent eine gleichbleibende Entwicklung. Weniger als 6 Prozent rechnen mit RĂŒckgĂ€ngen. Diese Zuversicht stĂŒtzt sich vor allem auf das NeukundengeschĂ€ft. Bei den bestehenden Kunden bleiben die Erwartungen dagegen verhaltener. Hier wirkt sich die wirtschaftliche Entwicklung unmittelbar auf das Factoring aus: Sinken die UmsĂ€tze der Kunden, verringert sich auch das Forderungsvolumen, das angekauft und finanziert werden kann. Insolvenzen und Factoringbetrug bleiben im Fokus Die angespannte wirtschaftliche Situation prĂ€gt auch die RisikoeinschĂ€tzung der Institute. FĂŒr die Gesamtwirtschaft rechnen rund 77 Prozent mit weiter steigenden Insolvenzzahlen. Wie sich diese Entwicklung bei den eigenen Kunden niederschlagen wird, lĂ€sst sich dagegen nicht eindeutig ablesen â hier liegen die EinschĂ€tzungen knapp 50 zu 50. Auch Factoringbetrug und Digitalisierung bleiben fĂŒr jeweils rund 77 Prozent der Befragten zentrale Themen, Cyber-Crime fĂŒr fast 53 Prozent. Mit der zunehmenden Digitalisierung der GeschĂ€ftsprozesse wachsen nicht nur die Möglichkeiten fĂŒr effizientere und automatisierte AblĂ€ufe, sondern auch die Anforderungen an IT-Sicherheit und BetrugsprĂ€vention. Entspannung bei wichtigen Rahmenbedingungen Positiver als in frĂŒheren Befragungen bewerten die Institute mehrere wichtige Rahmenbedingungen. So hat sich etwa die VerfĂŒgbarkeit von Refinanzierungsmitteln verbessert und wird nur noch von knapp 29 Prozent als Herausforderung gesehen. Auch bei den Warenkreditversicherern hat sich die Lage deutlich entspannt: Das Vertrauen ist gestiegen, die Zeichnungspolitik beurteilen nur noch rund 24 Prozent der Befragten als problematisch. Auch Regulierung und Aufsicht lassen eine Tendenz zu einem pragmatischeren Umgang erkennen. Rund 47 Prozent sehen diese weiterhin als Herausforderung, verglichen mit etwa 58 Prozent in der vorherigen Befragung. Die Bindung qualifizierten Personals bereitet mit rund 35 Prozent ebenfalls deutlich weniger Sorgen als bisher. âAn einigen wichtigen Stellen haben sich die Rahmenbedingungen fĂŒr unsere Mitglieder verbessert. Gleichzeitig bleiben die wirtschaftlichen Risiken hoch. Entscheidend fĂŒr die weitere Entwicklung wird sein, ob sich die zarten konjunkturellen Erholungssignale verstetigen und der Insolvenzdruck nachlĂ€sst. Unsere Umfrage zeigt aber auch: Die mittelstĂ€ndische Factoringbranche blickt trotz des schwierigen Umfelds mit Zuversicht auf die kommenden Monateâ, resĂŒmiert Ritter. * Quelle: https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/insolvenzen-in-deutschland-1-halbjahr-2026 Ăber den BFM Der Bundesverband Factoring fĂŒr den Mittelstand e. V. (BFM) vertritt die Interessen mittelstĂ€ndischer Factoring-Gesellschaften in Deutschland. Seine Mitglieder sind auf die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen spezialisiert und bieten ihnen mit Factoring einen flexiblen Zugang zu LiquiditĂ€t. Der BFM setzt sich fĂŒr verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen ein und vertritt die Belange seiner Mitglieder gegenĂŒber Politik, Medien, Wirtschaft und Ăffentlichkeit. Mit Tagungen, Weiterbildungen und Fachformaten bringt er die Branche zusammen. Gleichzeitig greift der Verband aktuelle Herausforderungen auf und unterstĂŒtzt seine Mitglieder mit praxisnahen Angeboten im Umgang damit. Zudem stĂ€rkt er die Sichtbarkeit des mittelstĂ€ndischen Factorings und seiner Bedeutung fĂŒr die Finanzierung des deutschen Mittelstands. Weitere Informationen: https://www.bundesverband-factoring.de/    Pressekontakt: Ilka Stiegler ABG Marketing GmbH T +49 (0) 351 43755 11 stiegler@abg-partner.de www.abg-marketing.de  Emittent/Herausgeber: Bundesverband Factoring fĂŒr den Mittelstand e.V. Schlagwort(e): Finanzen Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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