Ferrovial-Aktie: Starke Neunmonatszahlen dank Maut und BaugeschÀft
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:12 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSFerrovial wĂ€chst mit Maut und Bau
- Das bereinigte EBITDA steigt like-for-like deutlich stÀrker als der Umsatz.
- Nordamerikanische Expressfahrspuren treiben das AutobahngeschÀft, obwohl der Verkehr auf einzelnen Strecken nachgibt.
- Ferrovials Bau-Auftragsbestand erreicht einen Rekordstand, wĂ€hrend die Marge das langfristige Ziel ĂŒbertrifft.
Ferrovial hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Infrastrukturkonzern profitierte vor allem von seinen US-Expressfahrspuren und einer soliden Entwicklung im BaugeschÀft. Die Zahlen veröffentlichte das Unternehmen am 27. Oktober; den Bericht von FinanzNachrichten zufolge legte der Umsatz like-for-like um 10,8 Prozent auf 7,40 Milliarden Euro zu.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 21,8 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg um 24,2 Prozent auf 823 Millionen Euro. Die bereinigten Kennzahlen berĂŒcksichtigen den like-for-like-Vergleich und sind deshalb nicht mit einem unverĂ€nderten IFRS-Ergebnis gleichzusetzen.
Nordamerika bleibt Wachstumsmotor
Im Autobahnsegment wuchs der Umsatz like-for-like um 14,7 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA der Sparte legte um 12,4 Prozent auf 816 Millionen Euro zu. Aus den Projektgesellschaften in Nordamerika erhielt Ferrovial 524 Millionen Euro an Dividenden.
Die Entwicklung zeigt zugleich ein gemischtes Bild bei den Verkehrsvolumen. Bei mehreren US-Mautspuren stieg der Erlös je Transaktion zweistellig und damit stĂ€rker als die US-Inflation. Auf der kanadischen 407 ETR ging der Verkehr dagegen zurĂŒck, wĂ€hrend höhere MautsĂ€tze den Umsatz und das EBITDA weiter steigen lieĂen.
BaugeschÀft mit Rekord-Auftragsbestand
Die Bausparte erzielte eine bereinigte EBIT-Marge von 4,1 Prozent. Damit lag sie ĂŒber dem langfristigen Durchschnittsziel von 3,5 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte 18,99 Milliarden Euro nach 17,44 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Nordamerika stellte 51 Prozent des Volumens, Polen 21 Prozent und Spanien 15 Prozent.
Auch die finanzielle Position blieb solide. Ferrovial verfĂŒgte ohne Infrastrukturprojekte ĂŒber eine LiquiditĂ€t von 5,1 Milliarden Euro und eine konsolidierte NettoliquiditĂ€t von 1,7 Milliarden Euro. FĂŒr Anleger bleibt damit entscheidend, ob die höheren MautsĂ€tze die VerkehrsschwĂ€che auf einzelnen Korridoren dauerhaft ausgleichen und ob die Bau-Marge ihr erhöhtes Niveau halten kann.
Der Realtime-Kurs der Ferrovial-Aktie lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 10:03:58 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 50,29 Euro.
FĂŒr das Marktumfeld ist der AEX als Leitindex des niederlĂ€ndischen Heimatmarkts relevant.
Weitere Meldungen und Analysen zur Ferrovial-Aktie
Ferrovial SE
- ISIN: NL0015001FS8
- WKN: A3EG0H
- Ticker: 8ZQ
- Heimatbörse: Euronext Amsterdam
- Lang & Schwarz: 50,29 Euro am 30. Oktober 2026, 10:03:58 Uhr Berliner Zeit
- Xetra-Schluss: 48,91 Euro am 28. Oktober 2026, 17:35 Uhr
- Sektor: Bau und Infrastruktur
- Neunmonatsumsatz 2026: 7,40 Milliarden Euro, like-for-like plus 10,8 Prozent
- Bereinigtes EBITDA: 1,21 Milliarden Euro, like-for-like plus 21,8 Prozent
