Ferrovial, NL0015001FS8

Ferrovial-Aktie: Umsatz und EBITDA wachsen zweistellig

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Ferrovial-Aktie rückt nach starken Neunmonatszahlen erneut in den Anlegerfokus. Mautgeschäft und Bau treiben das operative Wachstum.

Wachstum aus Maut und Bau

  • Ferrovial steigerte in den ersten neun Monaten 2026 den like-for-like-Umsatz und das bereinigte EBITDA zweistellig.
  • Die Bau-Sparte überschritt mit ihrer bereinigten EBIT-Marge das langfristige Unternehmensziel.
  • Neue US-Infrastrukturprojekte stärken die langfristige Pipeline des Konzerns.
Ferrovial, NL0015001FS8, Illustration mit AI erstellt.

Ferrovial hat in den ersten neun Monaten 2026 das operative Wachstum beschleunigt. Wie der Infrastrukturkonzern am 27. Oktober in einer Mitteilung erklärte, stieg der Umsatz like for like um 10,8 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf 1,2 Milliarden Euro und lag damit 21,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Mautgeschäft und Bau liefern Wachstum

Das Wachstum kam vor allem aus den Sparten Highways und Construction. Der Umsatz der Highways-Sparte nahm like for like um 14,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Das bereinigte EBITDA wuchs um 12,4 Prozent auf 816 Millionen Euro. Ferrovial verwies dabei auf die Entwicklung nordamerikanischer Expressspuren und auf 524 Millionen Euro an erhaltenen Projektausschüttungen.

Auch die Bausparte verbesserte ihre Profitabilität. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 4,1 Prozent und lag damit über dem langfristigen Unternehmensziel von 3,5 Prozent. Der Auftragsbestand stieg auf den Rekordstand von 19 Milliarden Euro. Nordamerika stellte 51 Prozent des Bestands, Polen 21 Prozent und Spanien 15 Prozent.

Neue US-Projekte erweitern Pipeline

Ferrovial baut zugleich seine Position im US-amerikanischen Public-Private-Partnership-Geschäft aus. Ein vom Konzern geführtes Konsortium wurde im August für die I-24 Southeast Choice Lanes in Nashville ausgewählt und erreichte im September den kommerziellen Abschluss. Am 15. Oktober erhielt ein weiteres Ferrovial-geführtes Konsortium den Zuschlag für die I-285 East Express Lanes im Großraum Atlanta. Zudem gehört der Konzern zu dem Konsortium, das den Auftrag für die D35-Autobahn in Tschechien erhalten hat.

Die finanzielle Position blieb nach Unternehmensangaben solide. Die Liquidität belief sich auf 5,1 Milliarden Euro, die konsolidierte Nettoliquidität auf 1,7 Milliarden Euro. Beide Angaben schließen Infrastruktur-Projektgesellschaften aus. Die Kennzahlen zum bereinigten EBITDA, zur bereinigten EBIT-Marge und zur Liquidität sind alternative Leistungskennzahlen und daher nicht unmittelbar mit IFRS-Größen gleichzusetzen.

Für Anleger liefert der Bericht damit zwei zentrale Signale: Das Mautgeschäft wächst trotz unterschiedlicher Verkehrsentwicklungen in den einzelnen Netzen, während die Bau-Sparte ihre Marge verbessert und der Auftragsbestand die künftige Auslastung stützt. Gleichzeitig bleiben die langfristigen Erträge an die Umsetzung großer Infrastrukturprojekte und deren Finanzierungs- und Genehmigungsfortschritt gebunden.

Das Marktumfeld für niederländische Aktien lässt sich über den AEX verfolgen.

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Ferrovial im Überblick

  • Unternehmen: Ferrovial
  • ISIN: NL0015001FS8
  • Berichtszeitraum: erste neun Monate 2026
  • Umsatz: 7,4 Milliarden Euro, like for like plus 10,8 Prozent
  • Bereinigtes EBITDA: 1,2 Milliarden Euro, like for like plus 21,8 Prozent
  • Bau-Auftragsbestand: 19 Milliarden Euro
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de | NL0015001FS8 | FERROVIAL | boerse | 70462949 |