GE Vernova-Aktie: Gasturbinen bleiben 2027 ein Wachstumstreiber
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSAuftrĂ€ge bleiben stark trotz Tempoverlust
- GE Vernova erwartet 2027 weiter solide GasturbinenauftrÀge und Reservierungen.
- Das WindgeschĂ€ft kehrte dank besserer Service-Margen in die ProfitabilitĂ€t zurĂŒck.
- Die geplante Trench-Ăbernahme soll das GeschĂ€ft mit Hochspannungs- und Netztechnik stĂ€rken.
Industrial Info Resources berichtete am Mittwoch, 4. November 2026, ĂŒber die Perspektiven von GE Vernova im Gas- und WindgeschĂ€ft. Der Energietechnikkonzern rechnet trotz eines langsameren Auftragstempos mit anhaltend starker Nachfrage nach Gasturbinen und Reservierungen im Jahr 2027.
Der Realtime-Kurs der GE Vernova-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 13:11 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 767,10 Euro.
Gasturbinen bleiben Wachstumstreiber
GE Vernova hat im dritten Quartal AuftrĂ€ge im Umfang von 20 Milliarden US-Dollar zum Auftragsbestand hinzugefĂŒgt. Dieser erreichte damit 197 Milliarden US-Dollar. Vor Jahresende soll der konzernweite Auftragsbestand laut dem Bericht die Marke von 200 Milliarden US-Dollar ĂŒberschreiten. FĂŒr Gasturbinen waren mindestens 130 Gigawatt unter Vertrag.
Das Unternehmen rĂ€umte zugleich ein, dass sich die AuftrĂ€ge im Vergleich zum auĂergewöhnlich hohen Tempo der vergangenen Jahre verlangsamt haben. Die Nachfrage bleibt jedoch breit verteilt: Laut der von Industrial Info Resources wiedergegebenen Aussage von CEO Scott Strazik entfallen die Reservierungen auf rund 100 Kunden in 25 LĂ€ndern. Etwa 20 Prozent der Kunden stammen aus dem Rechenzentrumsbereich.
FĂŒr 2032 wurden bereits mehrere LieferplĂ€tze verkauft. Das zeigt, dass Kunden ihre Turbinen langfristig sichern. FĂŒr Anleger bleibt damit entscheidend, ob GE Vernova den hohen Auftragsbestand in Umsatz, Margen und freien Mittelzufluss umsetzen kann, wĂ€hrend sich das Wachstumstempo normalisiert.
WindgeschĂ€ft kehrt in Gewinnzone zurĂŒck
Auch das WindgeschĂ€ft lieferte einen wichtigen Fortschritt. Die Sparte steuerte im dritten Quartal ein EBITDA von 72 Millionen US-Dollar bei und kehrte damit nach mehreren schwierigen Jahren in die ProfitabilitĂ€t zurĂŒck. Industrial Info Resources fĂŒhrt die Verbesserung auf höhere Service-Margen bei Onshore-Projekten und geringere Kosten im Offshore-GeschĂ€ft zurĂŒck.
Strazik verwies zudem auf Fortschritte bei der Abarbeitung des Offshore-Auftragsbestands. Der Konzern muss diese operative Verbesserung weiter stabilisieren, damit Wind nicht erneut zur Belastung fĂŒr die Konzernmarge wird.
Trench stÀrkt Netztechnik
Die geplante Ăbernahme der Trench Group fĂŒr 9 Milliarden US-Dollar soll das GeschĂ€ft mit Hochspannungs- und Mittelspannungstechnik ausbauen. Trench bringt laut dem Bericht einen Auftragsbestand sowie Rahmenvereinbarungen von rund 5 Milliarden US-Dollar ein. Ein Teil der etwa 80 Vereinbarungen reicht bis in die 2030er-Jahre.
Der Vollzug der Transaktion wird fĂŒr Ende 2027 erwartet. FĂŒr GE Vernova eröffnet der Zukauf damit zusĂ€tzliche Perspektiven im NetzgeschĂ€ft, erhöht aber zugleich den Integrations- und Kapitalbedarf. Das Management bezeichnete die Ăbernahme als Schritt zur StĂ€rkung und Skalierung der Elektrifizierungssparte.
GE Vernova im Anlegerblick
- Unternehmen: GE Vernova Inc.
- ISIN: US36828A1016
- Ticker: GEV
- Handelsplatz: Lang & Schwarz
- Kurs: 767,10 Euro am 4. November 2026 um 13:11 Uhr Berliner Zeit
- Auftragsbestand: 197 Milliarden US-Dollar nach dem dritten Quartal
- Geplante Transaktion: Ăbernahme der Trench Group fĂŒr 9 Milliarden US-Dollar
Industrial Info Resources nennt als Quelle die eigene Branchenanalyse GE Vernova Touts Strong, if Slower, Gas Turbine Orders.
Das Marktumfeld fĂŒr US-Technologiewerte und Infrastrukturinvestitionen wird im S&P 500 abgebildet.
