IBM, US4592001014

IBM-Aktie: Softwarewachstum steht vor Bewährungsprobe

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die IBM-Aktie steht vor der Frage, ob neues Softwaregeschäft die erwartete Abkühlung im Mainframe-Bereich ausgleichen kann. Red Hat wird zum Schlüsselfaktor.

Software bleibt IBM-Schlüsselfaktor

  • Die jüngste Beschleunigung im Softwaregeschäft beruhte laut Trefis überwiegend auf neuem Geschäft und nicht nur auf nachgeholten Abschlüssen.
  • IBM muss zeigen, dass Red Hat und weitere Softwarebereiche die erwartete Abkühlung der Mainframe-Aktivitäten auffangen.
  • Der nächste wichtige Beleg folgt mit den Zahlen für das vierte Quartal und dem Ausblick auf 2027.
IBM, US4592001014, Illustration mit AI erstellt.

Die IBM-Aktie steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe: Nach der Beschleunigung im Softwaregeschäft muss der Konzern zeigen, dass das Wachstum nicht nur von verschobenen Großabschlüssen lebt. Eine am Mittwoch, 4. November 2026, veröffentlichte Analyse von Trefis rückt deshalb die Softwareentwicklung und den Beitrag von Red Hat in den Mittelpunkt.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 beschleunigte sich das Softwarewachstum laut der Analyse währungsbereinigt auf 9 Prozent. Das waren vier Prozentpunkte mehr als im zweiten Quartal. Der wiederkehrende Umsatz aus Software stieg um 8 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar. IBM hatte zugleich rund zwei Drittel der großen Geschäfte abgeschlossen, die im Vorquartal verschoben worden waren.

Neues Geschäft trägt den Aufschwung

Entscheidend für Anleger ist die Zusammensetzung der Beschleunigung. Das Management führte etwa ein Viertel des zusätzlichen Wachstums auf die nachgeholten Abschlüsse zurück. Rund drei Viertel entfielen demnach auf neues Geschäft. Diese Einordnung spricht dafür, dass der Quartalsanstieg nicht ausschließlich ein zeitlicher Aufholeffekt war.

Die jüngste Entwicklung bleibt dennoch anfällig für Schwankungen. Die Transaktionsverarbeitung, die vor allem Software für Mainframe-Systeme umfasst, wuchs im dritten Quartal zweistellig. IBM rechnet nach Darstellung von Trefis jedoch damit, dass dieses Tempo im vierten Quartal nachlässt. Bereits im zweiten Quartal hatte ein zweistelliger Rückgang dieses Bereichs das Softwarewachstum um vier bis fünf Prozentpunkte gedrückt.

Red Hat muss die Lücke füllen

Damit steigt die Bedeutung der übrigen Softwarebereiche. Red Hat wuchs im dritten Quartal um 11 Prozent und hielt damit das Tempo des Vorquartals. Die Auftragseingänge beschleunigten sich auf ein Wachstum im hohen Zehnerprozentbereich. OpenShift, ein Red-Hat-Produkt, erreichte eine jährliche wiederkehrende Umsatzbasis von 2,4 Milliarden Dollar und wuchs um mehr als 30 Prozent.

Für IBM liegt darin die zentrale Anlegerfrage: Kann Red Hat die Lücke schließen, wenn die Mainframe-Software wie erwartet an Dynamik verliert? Trefis weist darauf hin, dass das Unternehmen für 2027 bislang nur begrenzte Aussagen gemacht hat. Das Management verwies auf eine erwartete Wachstumsbeschleunigung, legte aber noch keinen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr vor.

Der Realtime-Kurs der IBM-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 13:12 Uhr bei Lang & Schwarz bei 224,33 Euro, 0,42 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.

IBM im Überblick

  • Unternehmen: International Business Machines Corporation
  • ISIN: US4592001014
  • Ticker: IBM
  • Lang-&-Schwarz-Kurs: 224,33 Euro am 4. November 2026 um 13:12 Uhr
  • Veränderung: 0,42 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss vom 3. November 2026
  • Xetra-Schluss: 223,40 Euro am 3. November 2026
  • 52-Wochen-Spanne: 175,28 bis 292,65 Euro

Für die IBM-Aktie bleibt damit nicht nur das Tempo des Softwareumsatzes relevant, sondern auch dessen Qualität. Ein hoher Anteil neuen Geschäfts würde die Abhängigkeit von einzelnen Mainframe-Abschlüssen verringern. Bleibt die Dynamik dagegen vor allem von verschobenen Transaktionen abhängig, könnte der Ausblick volatiler ausfallen.

Der nächste wichtige Prüfpunkt sind die Zahlen zum vierten Quartal und der Ausblick auf 2027, die laut Trefis im Januar 2027 erwartet werden. Im Marktumfeld bleibt der S&P 500 der maßgebliche Vergleichsindex für US-Technologiewerte.

Weitere Meldungen und Analysen zur IBM-Aktie finden Anleger im Themenüberblick.

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