La Française: Korrektur, dann Rebound
15.11.2023 - 09:17:23 | dgap.de| La Française Group / Schlagwort(e): Marktbericht/Marktbericht 15.11.2023 / 09:17 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Korrektur, dann Rebound Von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM Ein stĂŒrmischer Oktober Die Zinsen stiegen im Oktober weiter krĂ€ftig an, insbesondere in den USA und in den angelsĂ€chsischen LĂ€ndern, wobei das lange Ende der Kurve besonders betroffen war und es zu einer erheblichen Verschiebung der Kurven kam. Diese Entwicklungen lassen sich teilweise durch eine weiterhin gut laufende US-Wirtschaft erklĂ€ren, die im dritten Quartal mit einem annualisierten Wachstum von 4,9 % weit ĂŒber den Prognosen der Ăkonomen lag, und einen Arbeitsmarkt, der nur geringe ErmĂŒdungserscheinungen zeigt. Weitere GrĂŒnde fĂŒr die Anleihekorrektur sind dieselben wie im September: Hohes Emissionsvolumen, das verdaut werden muss, weiterhin niedrige LaufzeitprĂ€mien und andauernde geldpolitischen StraffungsmaĂnahmen. Die Risikoanlagen reagierten logischerweise negativ auf die weiter steigenden Realzinsen, wobei die AktienmĂ€rkte im Monatsverlauf zwischen 2 und 5 % verloren und sich Kreditanlagen Ă€hnlich verhielten. Diese Entwicklungen blieben nicht ohne Folgen. Insbesondere die Zentralbanken haben sich sehr deutlich fĂŒr eine Anhebung der langfristigen Zinsen ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass dies zu einer VerschĂ€rfung der Finanzbedingungen beitrage und somit die Notwendigkeit einer Fortsetzung des Zinserhöhungszyklus fĂŒr die Zentralbanken abnehme. Dies gilt sowohl fĂŒr die USA als auch fĂŒr Europa, sofern die Inflation in den kommenden Monaten nicht deutlich ansteigt. Der Oktober war natĂŒrlich auch vom Nahostkonflikt geprĂ€gt, bei dem ein kurzfristiges Ende sehr unwahrscheinlich erscheint. Bisher gab es keine Auswirkungen auf die MĂ€rkte, und das dĂŒrfte auch so bleiben, solange sich der Konflikt nicht ausweitet. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass die Folgen solcher Ereignisse in den meisten FĂ€llen Ă€uĂerst gering sind, es sei denn, sie wirken sich erheblich auf die RohstoffmĂ€rkte aus. Angesichts des noch immer andauernden Krieges zwischen der Ukraine und Russland ist dies der Beginn eines zweiten groĂen bewaffneten Konflikts in einer potenziell destabilisierenden Region fĂŒr Energierohstoffe. Anfang November sorgten mehrere Ereignisse fĂŒr einen selten heftigen Anleihenaufschwung, der alle Anlageklassen erfasste: Am 01.11. wurde die Zusammensetzung des Emissionsprogramms des US-Finanzministeriums (âQRAâ) bekannt gegeben, wobei die Emissionen insgesamt weniger umfangreich ausfielen als vom Markt erwartet. ISM Manufacturing mit 46,7 sehr enttĂ€uschend. FOMC-Bericht, der nicht viel aussagt, aber vom Markt als beruhigend empfunden wird. Zahlen zur Arbeitsplatzschaffung unter den Erwartungen (aber wegen der heftigen Streiks im Oktober potenziell schwer zu deuten). Ein erfreulicher Aufschwung, aber weiterhin unsichere makroökonomische Lage Dass der Markt nach der extremen Zinserhöhung eine Verschnaufpause braucht, ist logisch, und dass dies alle anderen MĂ€rkte mitreiĂt, ist ebenfalls logisch. Aber das AusmaĂ und die Geschwindigkeit der Entwicklung sind verwirrend. Das Marktszenario hat sich offenbar erneut auf eine ideale sanfte Landung eingestellt, bei der die Inflation allmĂ€hlich in die NĂ€he der Zielvorgaben der Zentralbanken zurĂŒckgeht, mit einem schwachen Wachstum, aber ohne Rezession. Das ist natĂŒrlich nicht unmöglich, aber unserer Meinung nach nicht das wahrscheinlichste Szenario. Solange die Lohninflation so hoch bleibt, ist eine hartnĂ€ckige Inflation um 3-4 % am wahrscheinlichsten. Die enttĂ€uschenden NFP-Zahlen von Anfang November sollten die anderen BeschĂ€ftigungszahlen nicht ĂŒberlagern, die weiterhin ein insgesamt beruhigendes Bild zeichnen (Claims, Jolts, Challenger...). Selbst in der Eurozone, wo die makroökonomische Lage weiterhin schlecht ist, ist der anhaltende Lohndruck immer noch ein zentrales Anliegen der EZB. Isabelle Schnabel hat Anfang November in Erinnerung gerufen, dass die Lohnverhandlungen immer noch zu erheblichen Lohnerhöhungen fĂŒhren. All dies dĂŒrfte die Zentralbanken veranlassen, die Zinsen lĂ€nger als vom Markt derzeit angenommen hoch zu halten. Und zwar solange, wie der Arbeitsmarkt nicht einbricht, was nicht so bald der Fall zu sein scheint. Und auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Die Haushaltspolitik der Staaten wird einen groĂen Einfluss darauf haben, wie widerstandsfĂ€hig die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt gegenĂŒber Zinserhöhungen sind. Im Oktober verfolgten China (140 Mrd. US-Dollar), Japan (113 Mrd. US-Dollar) und die USA (100 Mrd. US-Dollar, die aufgrund der verschiedenen Konflikte noch nicht verabschiedet wurden) Strategien zur Konjunkturbelebung, die den Zyklus nur verlĂ€ngern werden. Vorsicht ist also weiterhin geboten, vor allem nach der sehr heftigen Erholung Anfang November, den geopolitischen Risiken (insbesondere bei Ăl und Gas) und einer Berichtsaison mit bislang wenig beruhigenden UmsĂ€tzen und Prognosen. Ausblick auf November und Dezember Trotz der historisch positiven SaisonalitĂ€t behalten wir eine vorsichtige Risikopositionierung bei. Die VolatilitĂ€t am langen Ende der Zinskurve ist nach wie vor sehr hoch, wobei die Kurven trotz der jĂŒngsten Entwicklung immer noch invertiert sind. Daher bevorzugen wir weiterhin das kurze Ende der Kurve. Die AktienmĂ€rkte scheinen die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken noch nicht widerzuspiegeln, und die Risiken werden in den kommenden Quartalen die Margen und damit die ErtrĂ€ge belasten.  La Française Pressekontakt La Française Systematic Asset Management GmbH Bianca Tomlinson Neue Mainzer StraĂe 80 60311 Frankfurt Tel. +49 (0)69 975743 - 03 btomlinson@la-francaise.com   https://www.la-francaise-systematic-am.com Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu  Disclaimer La Française Asset Management, eine am 1. Juli 1997 von der AMF (www.amf-france.org) unter der Nr. GP 97-076 zugelassene Verwaltungsgesellschaft. La Française AM Finance Services, eine von der ACPR unter der Nr. 18673 (www.acpr.banque-france.fr) zugelassene und bei der ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr. 13007808 am 4. November 2016 registrierte Wertpapierfirma. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageberatung noch einen Anlagevorschlag oder eine Aufforderung zum Handel an den FinanzmĂ€rkten dar. Die getroffenen EinschĂ€tzungen geben die Meinung ihrer Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und stellen keine vertragliche Verpflichtung seitens der La Française Gruppe dar. Diese EinschĂ€tzungen können ohne VorankĂŒndigung im Rahmen des Prospekts, der allein verbindlich ist, geĂ€ndert werden. Die La Française-Gruppe kann in keiner Weise fĂŒr direkte oder indirekte SchĂ€den haftbar gemacht werden, die sich aus der Verwendung dieser Veröffentlichung oder der darin enthaltenen Informationen ergeben. Diese Veröffentlichung darf ohne vorherige schriftliche Zustimmung der La Française-Gruppe weder ganz noch teilweise vervielfĂ€ltigt oder an Dritte weitergegeben werden. Internet-Kontaktangaben der Aufsichtsbehörden: AutoritĂ© de ContrĂŽle Prudentiel et de RĂ©solution (ACPR) www.acpr.banque-france.fr, AutoritĂ© des MarchĂ©s Financiers (AMF) www.amf-france.org.  15.11.2023 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, ĂŒbermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group AG. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter https://eqs-news.com |
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