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Crédit Mutuel Asset Management: US-AnleihemÀrkte: Steuern wir auf eine neue Finanzkrise zu?

11.06.2025 - 08:56:04

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La Française Group / Schlagwort(e): Marktbericht/Marktbericht


11.06.2025 / 08:56 CET/CEST
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US-AnleihemĂ€rkte: Steuern wir auf eine neue Finanzkrise zu? Von François Rimeu, Senior Strategist, CrĂ©dit Mutuel Asset Management CrĂ©dit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-GeschĂ€ftsbereichs der CrĂ©dit Mutuel Alliance FĂ©dĂ©rale. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, fragt sich die Finanzwelt, wo die Obergrenze fĂŒr die US-Staatsverschuldung liegt. Dank der sehr niedrigen Inflation in den IndustrielĂ€ndern seit 2008 und der sehr starken Nachfrage nach US-Anleihen von LĂ€ndern mit HaushaltsĂŒberschĂŒssen war diese Frage bisher rein rhetorisch. Die niedrige Inflation fĂŒhrte zu mehreren Runden quantitativer Lockerungen[1], die wiederum verschiedene Regierungen zu einer laxen Haushaltspolitik „ermutigten“. Die Situation, die wir jetzt in den USA erleben, trifft auch auf andere LĂ€nder zu, allen voran auf Frankreich. Bisher stieg die Staatsverschuldung wĂ€hrend Rezessionen und sank bei Wirtschaftswachstum. Seit Anfang der 2010er Jahre und angesichts der mangelnden Haushaltsdisziplin der Regierungen gibt es diese Korrelation jedoch nicht mehr. Die Staaten hatten insofern GlĂŒck, als dass es trotz steigender Defizite keine Auswirkungen auf die LaufzeitprĂ€mien gab – d. h. die zusĂ€tzliche Rendite, die Anleger als Ausgleich fĂŒr langfristige Risiken verlangen. Infolgedessen blieben die langfristigen ZinssĂ€tze auf einem sehr vernĂŒnftigen Niveau und hielten die Schuldenlast unter Kontrolle. Die aktuelle Herausforderung ist, dass wir uns nicht mehr in einer Phase niedriger Inflation und quantitativer Lockerung befinden. Die Anleger hinterfragen allmĂ€hlich, ob sie fĂŒr die Risiken, die sie eingehen, angemessen kompensiert werden. Dies hat zu einem Anstieg der LaufzeitprĂ€mien um rund 2 % zwischen Ende 2019 und Mai 2025 gefĂŒhrt. Die unmittelbare Folge dieses Anstiegs ist die Versteilerung der Zinsstrukturkurven – ein Trend, der nun seit fast 24 Monaten zu beobachten ist. Ist dieser Trend vorbei? Wahrscheinlich nicht. In den USA herrscht nach wie vor keine Haushaltsdisziplin (d. h. die derzeit diskutierte Steuerreform). Einige bisherige KĂ€ufer wenden sich von US-Schuldtiteln ab, entweder aus politischen GrĂŒnden (wie im Falle Chinas) oder weil die inlĂ€ndischen MĂ€rkte attraktivere ErtrĂ€ge bieten (z. B. Japan).  Könnte es zu einer Finanzkrise kommen? Alles ist möglich, und eine schlecht aufgenommene Emission von 30-jĂ€hrigen Anleihen (mit sehr niedrigem Bid-to-Cover[2]) könnte eine gewisse Panik auslösen. Allerdings ist zu beachten, dass der US-Markt weitaus liquider ist als der britische Markt. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die langfristigen ZinssĂ€tze in den USA in einem einzigen Monat um mehr als 200 Basispunkte steigen, wie es in Großbritannien wĂ€hrend der Krise der Fall war, die durch den stark expansiven Haushalt von Lizz Truss 2022 ausgelöst wurde. Dennoch ist der Anstieg der LaufzeitprĂ€mien unbestreitbar eine potenzielle Quelle der MarktinstabilitĂ€t. Und es ist nicht zu erwarten, dass PrĂ€sident Donald Trump die traditionellen Lösungen zum Abbau der öffentlichen Defizite (Steuererhöhungen, AusgabenkĂŒrzungen, langfristige Strukturreformen) bevorzugt.   La Française Pressekontakt La Française Systematic Asset Management GmbH
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