Landwirtschaftliche Rentenbank / Rentenbank-Agrarbarometer: ...
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 05:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRentenbank-Agrarbarometer: Agrar-GeschÀftsklima sinkt weiter - aber Zukunftserwartungen hellen sich auf (FOTO) Frankfurt am Main (ots) -
- Agrar-GeschĂ€ftsklima sinkt auf -3,1 Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Juni 2016. Besonders; Zukunftserwartungen verbessern sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage erneut leicht - Hohe Betriebsmittelpreise sind wesentlicher Belastungsfaktor, Programm der Rentenbank stĂŒtzt die LiquiditĂ€t der Betriebe - 74 % der Betriebe haben zuletzt investiert, 52 % planen Investitionen in den kommenden zwölf Monaten
Die Stimmung in der deutschen Landwirtschaft bleibt angespannt. Das Agrar-GeschĂ€ftsklima ist im September 2026 auf -3,1 Punkte gesunken. Die hohen Betriebsmittelpreise setzen den landwirtschaftlichen Betrieben zu. WĂ€hrend die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf -3,5 Punkte gesunken ist, setzt sich bei den Zukunftserwartungen der positive Trend der vergangenen Quartale fort. Die EinschĂ€tzung der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren verbessert sich auf -2,7 Punkte. Auch bei der Beurteilung der zukĂŒnftigen wirtschaftlichen Lage bleiben die Betriebsmittelpreise ein wesentlicher Faktor. 49 % der Betriebe mit negativen Erwartungen nennen sie als einen der wichtigsten GrĂŒnde, gefolgt von der Agrarpolitik (42 %).
"Wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Entwicklungen und Wetterextreme erhöhen den Druck - neben hohen Betriebsmittelpreisen - auf die Betriebe. Wichtig bleibt, dass Landwirtinnen und Landwirte finanziell handlungsfĂ€hig bleiben. Als Rentenbank unterstĂŒtzen wir mit dem LiquiditĂ€tsprogramm I schon heute schnell und unkompliziert bei finanziellen EngpĂ€ssen. Seit Start des Programms im Juni haben wir bereits rund 1.000 Kredite mit einem Gesamtvolumen von ĂŒber 50 Millionen Euro zugesagt. So unterstĂŒtzen wir dabei, die Investitionen der Branche zu ermöglichen und ihren Mut und den positiven Blick auf die Zukunft in konkrete Projekte zu ĂŒbersetzen", sagt Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank.
Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds haben die landwirtschaftlichen Betriebe in den vergangenen Monaten investiert. 74 % der befragten Landwirtinnen und Landwirte haben in den vergangenen zwölf Monaten Investitionen getĂ€tigt. FĂŒr die kommenden zwölf Monate planen noch 52 % der Betriebe Investitionen.
Ăber das Rentenbank-Agrarbarometer
Das Rentenbank-Agrarbarometer ist der einzige empirisch fundierte und ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum verfĂŒgbare Index mit Aussagen zur aktuellen Situation und den Erwartungen in der deutschen Landwirtschaft. Es wird seit MĂ€rz 2024 vierteljĂ€hrlich im Auftrag der Landwirtschaftlichen Rentenbank vom Marktforschungsunternehmen Kynetec erhoben und knĂŒpft an das frĂŒhere "Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar" an. Das Rentenbank-Agrarbarometer basiert auf der Auswertung einer Befragung von 1.000 Landwirtinnen und Landwirten sowie 150 Lohnunternehmen in Deutschland. In der Umfrage geht es u. a. um die EinschĂ€tzung der gegenwĂ€rtigen und zukĂŒnftigen wirtschaftlichen Lage, um das Investitions- und Finanzierungsverhalten und um weitere Themen in der deutschen Landwirtschaft. Als Grundlage dient eine reprĂ€sentative Stichprobe unter landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben hinsichtlich Betriebsart, konventioneller/ökologischer Bewirtschaftung, regionaler Verteilung und GröĂenklassen.
Die Ergebnisse des Rentenbank-Agrarbarometer Herbst 2026 finden Sie hier (http:/ /www.rentenbank.de/dokumente/studien-und-analysen/konjunkturbarometer/agrarbarom eter-befragung-herbst-2026.pdf) .
Hintergrund: Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank fĂŒr die Agrarwirtschaft und den lĂ€ndlichen Raum. Der Förderauftrag schlieĂt neben der Land- und Forstwirtschaft sowie der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel den Ausbau erneuerbarer Energien ebenso ein wie die Förderung der Bioökonomie. Besonderes Gewicht liegt auf der Innovationsförderung. Sie reicht von der Forschung und Entwicklung an Hochschulen ĂŒber die FrĂŒhfinanzierung agrarnaher Start-ups bis hin zur Markt- und PraxiseinfĂŒhrung neuer Technologien und Produkte. Die Förderinstrumente der Rentenbank sind ZuschĂŒsse, Nachrangdarlehen und Programmkredite. Die Programmkredite werden wettbewerbsneutral ĂŒber die Hausbanken der Endkreditnehmer vergeben. Die Rentenbank refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum lĂ€ndlichen Raum. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den FinanzmĂ€rkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.
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