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Lufthansa-Aktie: Gewinn steigt, Ausblick wird enger

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Lufthansa-Aktie bleibt nach starken Sommerzahlen im Fokus. Höhere Kerosinkosten engen jedoch den Gewinnspielraum fĂŒr 2026 ein.

Starke Quartalszahlen, engerer Ausblick

  • Die Lufthansa Group steigerte den Quartalsumsatz dank robuster Nachfrage um neun Prozent.
  • Höhere Treibstoffkosten belasteten das Ergebnis, wurden durch Erlöswachstum und Kostendisziplin aber ĂŒberkompensiert.
  • FĂŒr das Gesamtjahr hĂ€ngt das Ergebnis besonders von Kerosinpreisen, Nachfrage und Lufthansa Cargo ab.
Lufthansa, DE0008232125, Illustration mit AI erstellt.

Die Lufthansa Group hat im dritten Quartal 2026 trotz deutlich höherer Treibstoffkosten mehr verdient. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 12,2 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis legte um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Das teilte der Konzern am 3. November mit.

Der Lufthansa Group Newsroom bezifferte den Anstieg der Treibstoffkosten auf 543 Millionen Euro gegenĂŒber dem Vorjahr. Der Konzern konnte die Belastung mit höheren operativen Erlösen und striktem Kostenmanagement mehr als ausgleichen. Die Adjusted-EBIT-Marge sank dennoch leicht auf 11,5 Prozent nach 11,9 Prozent im Vorjahr.

Nachfrage trÀgt das SommergeschÀft

Die Nachfrage entwickelte sich nach Unternehmensangaben in allen Segmenten robust. Bei den Netzwerk-Airlines stiegen die Durchschnittserlöse um 6,8 Prozent, wĂ€hrend die StĂŒckerlöse um 5,2 Prozent zulegten. Besonders gefragt waren Premiumtickets sowie Verbindungen nach Asien und Nordamerika.

Die Netzwerk-Airlines erzielten ein Adjusted EBIT von 853 Millionen Euro und lagen damit 108 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Höhere Kerosinkosten und Belastungen von rund 65 Millionen Euro durch Streiks im ersten Halbjahr wirkten hier gegen den positiven Nachfrageeffekt. Eurowings verbesserte das Ergebnis im Punkt-zu-Punkt-GeschÀft dagegen um 16 Millionen Euro auf 214 Millionen Euro.

Wichtige BeitrÀge kamen aus den Servicebereichen. Lufthansa Technik steigerte den Umsatz um 20 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro und das Adjusted EBIT um 54 Prozent auf 200 Millionen Euro. Lufthansa Cargo verdreifachte den operativen Gewinn auf 162 Millionen Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich um rund 300 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

Prognose wird nach oben begrenzt

FĂŒr 2026 erwartet Lufthansa nun ein Adjusted EBIT von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Zuvor lag die Spanne bei 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro. Die erwartete Treibstoffrechnung fĂŒr das Gesamtjahr steigt auf 9,3 Milliarden Euro. Finanzvorstand Till Streichert verwies zugleich auf eine Sicherungsquote von rund 86 Prozent fĂŒr den Treibstoffbedarf der Passagier-Airlines im Jahr 2026.

Das vierte Quartal bleibt damit fĂŒr die Jahresbilanz entscheidend. Nach EinschĂ€tzung des Managements wird das Ergebnis innerhalb der neuen Spanne vor allem von der Nachfrage, den Treibstoffpreisen und der Entwicklung von Lufthansa Cargo abhĂ€ngen. FĂŒr Anleger stehen damit weiterhin die operative Nachfrage und die Kostenentwicklung im Vordergrund, wĂ€hrend die Prognose am oberen Ende weniger Spielraum lĂ€sst.

Der Realtime-Kurs der Lufthansa-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 11:32 Uhr bei Lang & Schwarz bei 8,32 Euro, 1,61 Prozent ĂŒber dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November.

Deutsche Lufthansa AG

  • ISIN: DE0008232125
  • Ticker: LHA
  • Lang & Schwarz: 8,32 Euro am 6. November 2026, 11:32 Uhr
  • VerĂ€nderung: 1,61 Prozent gegenĂŒber dem Xetra-Schlusskurs vom 5. November 2026
  • Xetra-Schlusskurs: 8,19 Euro am 5. November 2026

FĂŒr die Einordnung des deutschen Aktienmarkts bietet der DAX den passenden Referenzindex.

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