Mehr als halbe Milliarde Euro fĂŒr Chips aus Europa
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSInsgesamt sollen 525 Millionen Euro investiert werden, um vor allem jungen Unternehmen Zugang zu teurer Software, Beratung und ProduktionskapazitÀten zu verschaffen, wie die EuropÀische Kommission mitteilte.
Die EU will damit vor allem Europas schwache Stellung bei der SchlĂŒsseltechnologie verbessern und bei der Produktion von Chips zu China sowie den USA aufholen. EuropĂ€ische Firmen kommen beim Chipdesign nach Angaben der Kommission derzeit auf weniger als ein Prozent der weltweiten UmsĂ€tze.
Die EU-Kommission hatte ursprĂŒnglich das Ziel ausgeben, ihren Anteil an der weltweiten Halbleiterfertigung bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern. Derzeit liegt der Anteil laut BrĂŒsseler Behörde bei rund 10 Prozent.
ZuschĂŒsse von bis zu 100.000 Euro
Um das Ziel zu erreichen, arbeitet die EuropĂ€ische Union auch mit Nicht-EU-Staaten zusammen. Neben 285 Millionen aus dem EU-Haushalt werden weitere 240 Millionen Euro von Staaten bereitgestellt, die sich am europĂ€ischen Chipprogramm beteiligen. Dazu gehören neben mehreren EU-LĂ€ndern etwa Israel, die TĂŒrkei oder das Vereinigte Königreich. Deutschland ist dagegen nicht dabei.
Start-ups können sich ĂŒber das Programm auch direkt um Geld bewerben. FĂŒr erste Prototypen sind ZuschĂŒsse von bis zu 100.000 Euro vorgesehen. Firmen, die mit ihrer Entwicklung schon weiter sind, können Förderungen von bis zu 16 Millionen Euro beantragen.
Mikroelektronik gilt als SchlĂŒsseltechnologie. Mikrochips werden unter anderem aus Halbleitermaterial, insbesondere Silizium, hergestellt und in nahezu allen modernen GegenstĂ€nden gebraucht - etwa in Smartphones, Computern und Autos.
