ROUNDUP, Krawallen

Nach Krawallen in Frankfurt - HĂ€ndlern soll rasch geholfen werden

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 17:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
FRANKFURT - Der Handelsverband Hessen hat nach den Ausschreitungen und PlĂŒnderungen von GeschĂ€ften in Frankfurt rasche UnterstĂŒtzung fĂŒr geschĂ€digte Ladenbesitzer gefordert.

(neu: Dehoga in neuen AbsÀtzen 2 und 3 ergÀnzt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Handelsverband Hessen hat nach den Ausschreitungen und PlĂŒnderungen von GeschĂ€ften in Frankfurt rasche UnterstĂŒtzung fĂŒr geschĂ€digte Ladenbesitzer gefordert. "Jetzt muss es zunĂ€chst darum gehen, den betroffenen HĂ€ndlerinnen und HĂ€ndlern schnell zu helfen und die Folgen der entstandenen SchĂ€den bestmöglich zu begrenzen", teilte der Verband in Frankfurt mit. Es brauche auch eine sorgfĂ€ltige Analyse und Aufarbeitung. Man sei bestĂŒrzt ĂŒber das Ausmaß an Gewalt, SachbeschĂ€digung und mutwilliger Randale.

Auch der Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga) in Hessen zeigt sich bestĂŒrzt. Viele mittelstĂ€ndische Betriebe stĂŒnden seit mehreren Jahren vor massiven wirtschaftlichen Herausforderungen, schufen und sicherten trotzdem wichtige Arbeits- und AusbildungsplĂ€tze, hieß es in einer Mitteilung.

"Die Demonstrationen der jungen Generation und ihr Ausdruck von Frust oder Sorgen sind legitim und mĂŒssen in einer demokratischen Gesellschaft Gehör finden", sagte der PrĂ€sident des Landesverbands, Robert Mangold. "Wirtschaft ist das Fundament fĂŒr ein gutes und soziales Leben in unserer Stadt und in unserem Land - sie wird auf der einen Seite lautstark gefordert und hier auf der Straße mit FĂŒĂŸen getreten und zerstört." Es gelte, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

"Existenzielle Folgen"

Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) versprach rasche und unbĂŒrokratische Hilfe der Landesregierung. "Die widerwĂ€rtigen Gewaltangriffe von Linksextremen und einem aggressiven Mob in der Frankfurter Innenstadt haben teilweise existenzielle Folgen fĂŒr dortige EinzelhĂ€ndler, Gewerbetreibende und den Mittelstand", sagte er. "Wir lassen die Betroffenen nicht im Stich." Man sei dazu bereits im Austausch mit dem Handelsverband.

Rhein betonte, dass es bei den Geschehnissen am Samstagabend wichtig sei, zu differenzieren. "Die ĂŒberwiegend friedliche Demonstration der SchĂŒlerinnen, SchĂŒler und Jugendlichen ist von den spĂ€teren Ausschreitungen und Gewalttaten zu trennen." Es habe eine Gewalt- und Zerstörungswut gegeben, "die nicht mehr primĂ€r aus politischem Protest heraus geschieht, sondern aus einer beinahe berauschenden Freude am Randalieren und Zerstören selbst. DafĂŒr darf es in unseren InnenstĂ€dten keinen Raum geben."

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