Nvidia-Aktie: China bestellt RTX-Chips, Lieferung bleibt knapp
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSChinas Chipnachfrage trifft auf knappes Angebot
- Chinesische Unternehmen haben umfangreiche Bestellungen für Nvidia RTX Pro 5500 aufgegeben.
- Die erwarteten Lieferungen bleiben wegen begrenzter Produktionskapazitäten zunächst weit hinter der Nachfrage zurück.
- Nvidia und TSMC priorisieren nach Bloomberg-Bericht neuere Chipplattformen wie Rubin.
Chinesische KI- und Cloudunternehmen haben rund 6 Millionen RTX-Pro-5500-Chips von Nvidia bestellt, rechnen aber kurzfristig mit deutlich geringeren Lieferungen. Der Bericht von Bloomberg bei Yahoo Finance vom Mittwoch, 4. November, nennt für die kommenden vier Monate nur einige Zehntausend Chips oder rund 1 Prozent der bestellten Menge.
China bestellt weit mehr als Nvidia liefert
Alibaba, Tencent, ByteDance und weitere Abnehmer sollen die Bestellungen aufgegeben haben. Bei einem Stückpreis von mehr als 11.000 US-Dollar entspräche das einem Gesamtvolumen von rund 70 Milliarden US-Dollar. Die RTX Pro 5500 gehört laut dem Bericht zu den leistungsfähigsten Nvidia-Chips, die chinesische Käufer derzeit trotz der US-Exportbeschränkungen beziehen können.
Die ersten Lieferungen von mehreren Tausend Einheiten werden demnach bis zum Jahresende erwartet. Weitere Lieferungen im Umfang von Zehntausenden Chips könnten um Februar folgen. Chinesische Abnehmer rechnen bis Ende 2027 mit insgesamt rund 700.000 Einheiten, wobei sich die Mengen nach den Produktionsentscheidungen von Nvidia ändern können.
Produktionskapazität bleibt der Engpass
Nvidia verweist auf begrenzte Kapazitäten und Konflikte in der Produktionsplanung. Der Konzern und TSMC verschieben Kapazitäten zugleich auf neuere Plattformen wie Rubin. Nvidia erklärte gegenüber Bloomberg, US-Unternehmen seien durch ältere US-Exportkontrollen und chinesische Beschränkungen für US-Importe eingeengt, äußerte sich aber nicht zu den konkreten Liefermengen.
Für Anleger erhöht die Nachricht die Bedeutung der Kapazitätsplanung: Die hohe Nachfrage nach einem exportfähigen Produkt trifft auf ein knappes Angebot. Chinesische Abnehmer könnten deshalb stärker auf Anbieter wie Huawei, Cambricon und T-Head ausweichen.
Der Realtime-Kurs der Nvidia-Aktie lag am Mittwoch, 4. November, um 18:12 Uhr bei Lang & Schwarz bei 180,52 Euro, 0,02 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, 4. November.
Nvidia Corporation
- ISIN: US67066G1040
- Ticker: NVDA
- Lang & Schwarz: 180,52 Euro am 4. November 2026, 18:12 Uhr
- Xetra-Schlusskurs: 180,56 Euro am 4. November 2026
Das US-Marktumfeld lässt sich über den S&P 500 einordnen.
