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DN Group AG / Wie die DN Group ZukunftsmÀrkte entwickeln will (FOTO)

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Wie die DN Group ZukunftsmÀrkte entwickeln will (FOTO) Frankfurt am Main - Die DN Group AG will Impact Investing aus der Nische holen.

DafĂŒr investiert die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft in Medizintechnik, Mikroalgen, nachhaltige Materialien, Hygiene und automatisierte Parksysteme. Analysten sehen erhebliches Potenzial. Die entscheidende Frage aber lautet: Wie wird aus Wirkung wirtschaftlicher Wert?

Die Geschichte beginnt mit 4.500 Litern. So viele hochreine Mikroalgen produzierte die Algene Holding im Sommer 2026 erstmals im industriellen Maßstab. Kurz darauf folgte die GMP-Zertifizierung fĂŒr Anwendungen in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. FĂŒr die Weltwirtschaft ist das kaum mehr als ein Tropfen. FĂŒr ein junges Biotechnologieunternehmen markiert es dagegen einen wichtigen Übergang, aus Forschung wird Produktion, aus einer Technologie ein industrieller Prozess - und aus einem Versprechen langsam ein GeschĂ€ft.

Algene verdeutlicht damit einen zentralen Ansatz der DN Group. Das Unternehmen gehört zu den drei großen Positionen im Portfolio der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft. Gleichzeitig steht Algene exemplarisch fĂŒr die Frage, die hinter dem gesamten GeschĂ€ftsmodell steht: Wie lĂ€sst sich der Wert von Unternehmen erkennen, bevor er am Markt offensichtlich geworden ist?

Die DN Group (https://dn-ag.com/) hat sich von einer frĂŒher stĂ€rker immobiliengeprĂ€gten Beteiligungsholding zu einem auf Impact Investing ausgerichteten Unternehmen entwickelt.

Heute hÀlt sie elf Beteiligungen in Feldern wie Gesundheit, Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, MobilitÀt und Automatisierung. CEO Ole Nixdorff (https://www.business-leaders.net/profile/ole-nixdorff/) beschreibt den Anspruch als Verbindung von Kapitalmarkt und nachhaltigem Unternehmertum.

"Wir wollen Unternehmen nicht nur Kapital zur VerfĂŒgung stellen, sondern sie auf ihrem Weg zur nĂ€chsten Entwicklungsstufe begleiten", sagt Nixdorff. Entscheidend sei es, aus technologischen Lösungen belastbare GeschĂ€ftsmodelle und schließlich kapitalmarktfĂ€hige Unternehmen zu entwickeln.

Das GeschÀftsmodell ist damit eine Mischung aus Beteiligungsgesellschaft, Venture Capital und Kapitalmarktberatung. Die DN Group stellt Kapital bereit, begleitet Unternehmen beim Wachstum und will ihnen zugleich den Zugang zu weiteren Finanzierungsrunden und perspektivisch zum Kapitalmarkt eröffnen.

Dort investieren, wo die Zukunft noch nicht bilanziert ist

Ein etablierter Industriekonzern lÀsst sich anhand von Umsatz, Margen und Cashflows vergleichsweise gut analysieren. Bei einem jungen Technologieunternehmen funktioniert diese Logik nur eingeschrÀnkt. Ein wesentlicher Teil des potenziellen Wertes steckt dort in Patenten, Produktionsverfahren, Know-how, Marktpotenzial und vor allem in der FÀhigkeit, eine Technologie zu skalieren.

Bei Impact-Unternehmen kommt eine weitere Dimension hinzu: die Wirkung.

Ein Unternehmen kann erhebliche Mengen an Ressourcen einsparen und trotzdem wirtschaftlich scheitern. Eine medizinische Technologie kann gesellschaftlich wertvoll sein, aber keinen ausreichend großen Markt finden. Umgekehrt kann eine Technologie wirtschaftlich erfolgreich werden, ohne einen entsprechend großen gesellschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich die DN Group.

Das Unternehmen sucht nach GeschĂ€ftsmodellen, bei denen die Lösung eines ökologischen oder gesellschaftlichen Problems zugleich die Grundlage fĂŒr wirtschaftliches Wachstum bildet. Der eigene Venture Impact Assessment-Prozess soll deshalb bereits vor einer Beteiligung prĂŒfen, welchen Impact ein Unternehmen erzeugen kann und wie dieser mit dem GeschĂ€ftsmodell verbunden ist. Gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsberatung THE SEVENTEEN wurde dafĂŒr ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, das sich unter anderem an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen und 40 ESG-Kriterien orientiert.

Damit soll Impact nicht erst nach der Investition als kommunikatives Etikett hinzukommen, sondern bereits Teil der Investmententscheidung sein.

Auch Dr. Andreas Rickert, der bei der DN Group als Chief Impact Officer eine zentrale Rolle einnimmt, warnt davor, Wirkung lediglich als Zusatzargument zu verstehen. "Impact Investing darf nicht bei der guten Absicht stehen bleiben. Entscheidend ist, ob ein Unternehmen nachweisbar gesellschaftliche Wirkung erzielt und zugleich wirtschaftlich tragfÀhig ist", sagt Rickert.

Seine Rolle verbindet dabei zwei Ebenen. Bei der DN Group wirkt Rickert an der strategischen und kontrollierenden Begleitung des Unternehmens mit; als Vorsitzender des Bundesverbands Impact Investing prĂ€gt er zugleich die fachliche Debatte ĂŒber Standards, Transparenz und die GlaubwĂŒrdigkeit wirkungsorientierter Investments.

FĂŒr die DN Group ist das relevant. Denn je stĂ€rker Impact zum Bestandteil der eigenen Investmentlogik wird, desto wichtiger wird die Frage, wie diese Wirkung tatsĂ€chlich sichtbar wird.

"Wirkung muss messbar, nachvollziehbar und mit dem GeschĂ€ftsmodell verbunden sein", sagt Rickert. "Nur dann kann sie langfristig auch fĂŒr Investoren relevant werden."

Eine Landkarte der Transformation

Das Portfolio der DN Group wirkt auf den ersten Blick heterogen. Die MH Moretelligence Holding arbeitet an Medizintechnik, Algene an Mikroalgen, EcoMotion an automatisierten Parksystemen, Save the Water an wasserloser Hygiene und SUSMATA an biobasierten Materialien.

Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch eine gemeinsame Logik, die Unternehmen versuchen, mit technologischen Lösungen auf Probleme zu reagieren, die durch gesellschaftliche und wirtschaftliche VerĂ€nderungen grĂ¶ĂŸer werden.

MH Moretelligence ist mit einem Buchwert von rund 221 Millionen Euro die grĂ¶ĂŸte Beteiligung. Die Medtech-Holding bĂŒndelt verschiedene Technologien, darunter das System Speedinject fĂŒr nadelfreie Injektionen. Gerade, aber nicht nur, im Umfeld von Diabetes- und Gewichtsreduktionsmedikamenten eröffnet sich ein wachsender Markt. Der mögliche gesellschaftliche Nutzen einer einfacheren Anwendung medizinischer PrĂ€parate trifft hier auf wirtschaftliches Potenzial.

Algene (https://algene-holding.com/) steht fĂŒr die Bioökonomie. Das Unternehmen kultiviert hochreine Mikroalgen in Photobioreaktoren und zielt auf Anwendungen unter anderem in Kosmetik und ErnĂ€hrung. Die erste industrielle Ernte und die GMP-Zertifizierung sind deshalb wichtige Meilensteine. Sie zeigen, dass der Weg von der Technologie in Richtung industrieller Wertschöpfung begonnen hat.

Bei EcoMotion wird Nachhaltigkeit zur Frage der FlĂ€cheneffizienz. Das Unternehmen entwickelt automatisierte Parksysteme, die deutlich weniger FlĂ€che benötigen können als konventionelle ParkhĂ€user. In StĂ€dten, in denen GrundstĂŒcke knapp und teuer sind, kann daraus ein wirtschaftlicher Vorteil entstehen. Gleichzeitig könnte eine effizientere Nutzung vorhandener FlĂ€chen zusĂ€tzlichen FlĂ€chenverbrauch reduzieren.

Und dann ist da SUSMATA. Das Unternehmen arbeitet mit pflanzlichen Reststoffen und entwickelt daraus biobasierte Materialien. Unter anderem werden TeeabfĂ€lle als Ausgangsmaterial fĂŒr neue Werkstoffe wie veganes Leder genutzt, die in Anwendungen wie Mode, Automotive oder Interieur eingesetzt werden können.

Die entscheidende Frage lautet auch hier nicht, ob die Idee nachhaltig klingt. Entscheidend ist, ob sich aus dem Reststoff ein Material entwickeln lĂ€sst, das industrielle Anforderungen erfĂŒllt und in relevanten Mengen vermarktet werden kann. Das Produkt hat bereits das Interesse namhafter Unternehmen wie McDonald's geweckt und wurde fĂŒr mögliche Anwendungen im Restaurantbereich evaluiert. Der nĂ€chste Schritt besteht nun darin, aus diesem Interesse belastbare Kundenbeziehungen und ein skalierbares GeschĂ€ftsmodell zu entwickeln.

Damit verschiebt sich die Perspektive von der Technologie auf den Markt. Aus einer ökologisch interessanten Idee kann ein skalierbares GeschÀftsmodell werden.

Save the Water ergÀnzt das Portfolio um ein sehr konkretes Beispiel. Unter der Marke Soapeya entwickelt das Unternehmen eine wasserlose Seife. Das trockene Granulat entfernt Schmutzpartikel und Keime mechanisch von der HautoberflÀche - ganz ohne Wasser, Schaumbildung oder Seifenlauge. Die Rezeptur setzt dabei auf pflanzenbasierte Inhaltsstoffe und ist auf eine möglichst hautschonende Anwendung ausgelegt.

Der Nutzen ist unmittelbar, Hygiene soll auch dort möglich sein, wo Wasser knapp oder schwer zugÀnglich ist. 2026 wurde das Produkt unter anderem im humanitÀren Bereich eingesetzt.

So entsteht aus unterschiedlichen Beteiligungen eine Art Landkarte möglicher TransformationsmÀrkte: neue Rohstoffe, neue Materialien, neue medizinische Anwendungen und eine effizientere Nutzung von Ressourcen.

Doch die Gemeinsamkeit der Themen beantwortet noch nicht die entscheidende Investorenfrage.

Wirkung ist noch kein Unternehmenswert

Wie viel ist ein Unternehmen wert, dessen entscheidende GeschÀfte möglicherweise erst in einigen Jahren entstehen?

Bei Algene liegt der wichtigste Umsatzhebel zunĂ€chst in der Ausweitung der ProduktionskapazitĂ€ten. Die erste industrielle Ernte und die GMP-Zertifizierung schaffen die Voraussetzungen, grĂ¶ĂŸere Mengen hochreiner Mikroalgen fĂŒr Kunden aus Kosmetik und ErnĂ€hrung zu produzieren. Wachstum kann hier vor allem ĂŒber steigende Produktionsvolumina, zusĂ€tzliche Kunden und neue Anwendungen entstehen. Aus der erfolgreichen Skalierung der Produktion könnte damit ein wiederkehrendes B2B-GeschĂ€ft entstehen.

SUSMATA hat einen anderen Wachstumspfad. Hier liegt der Umsatzhebel in der ÜberfĂŒhrung einzelner Anwendungen in grĂ¶ĂŸere und wiederkehrende AbnahmevertrĂ€ge. Das Interesse aus Industrie und Gastronomie kann als Ausgangspunkt dienen, um weitere Kunden und Einsatzbereiche zu erschließen. Mit steigenden StĂŒckzahlen und einer breiteren Produktpalette könnte aus einzelnen Projekten ein skalierbares MaterialgeschĂ€ft werden.

Bei MH Moretelligence liegt das Potenzial vor allem in der Kommerzialisierung und Verbreitung der Medizintechnologien. Neue Zulassungen, zusĂ€tzliche Anwendungen, Vertriebspartnerschaften und eine steigende Zahl eingesetzter Systeme könnten den Umsatz der Beteiligung schrittweise erhöhen. Besonders relevant ist dabei die FĂ€higkeit, technologische Lösungen aus der Entwicklungsphase in grĂ¶ĂŸere AbsatzmĂ€rkte zu ĂŒberfĂŒhren.

EcoMotion wiederum kann Umsatz ĂŒber die Zahl der realisierten Parkprojekte skalieren. ZusĂ€tzliche Standorte, grĂ¶ĂŸere Projektvolumina und wiederkehrende Erlöse aus Betrieb, Wartung oder Service könnten aus einzelnen Installationen ein breiteres InfrastrukturgeschĂ€ft entwickeln. Der zentrale Wachstumstreiber wĂ€re damit nicht allein der Verkauf der Technologie, sondern ihre zunehmende Verbreitung im urbanen Raum.

Bei allen vier Beteiligungen folgt die Wachstumsthese damit einem Ă€hnlichen Muster: Produktion oder Projekte skalieren, Kundenbasis erweitern, neue Anwendungen erschließen und daraus wiederkehrende UmsĂ€tze entwickeln.

Genau an diesem Übergang von technologischer Innovation zu planbarem Umsatz entscheidet sich letztlich, ob aus dem Potenzial der Beteiligungen nachhaltiger Unternehmenswert entsteht.

Das ist keine Besonderheit der DN Group. Es ist eine strukturelle Herausforderung von Venture Capital und Impact Investing. Internationale Organisationen wie die IFC und das Global Impact Investing Network arbeiten deshalb seit Jahren an Methoden, mit denen Wirkung systematischer gemessen werden kann.

Doch Wirkung und Unternehmenswert sind nicht dasselbe. Ein hoher Impact-Score rechtfertigt nicht automatisch einen höheren Unternehmenswert. Erst wenn sich aus der Wirkung ein funktionierendes GeschĂ€ftsmodell, Wachstum und schließlich ein Marktpreis entwickeln, wird daraus ökonomischer Wert.

Genau darin liegt eine der zentralen Chancen fĂŒr die DN Group. Die Beteiligungen verbinden gesellschaftliche Wirkung mit konkreten wirtschaftlichen Perspektiven. Entscheidend ist, diese Wirkung in erfolgreiche GeschĂ€ftsmodelle, wachsende MĂ€rkte und nachhaltige Unternehmenswerte zu ĂŒbersetzen.

DN Group und die Frage nach dem Substanzwert

Wie der Markt diese potenziellen Werte einschÀtzt, zeigen die Analysen der Research-HÀuser GBC und First Berlin.

GBC errechnet einen Net Asset Value von rund 383,6 Millionen Euro beziehungsweise 6,90 Euro je Aktie und stuft die Aktie mit "Kaufen" ein. First Berlin kommt beim Substanzwert auf rund 6,91 Euro je Aktie, berĂŒcksichtigt allerdings einen Holdingabschlag von zehn Prozent und setzt das Kursziel bei 6,00 Euro. Die Empfehlung lautet "Add".

Interessant ist dabei weniger die geringe Differenz zwischen den zugrunde liegenden Substanzwerten als die gemeinsame Ausgangsbasis. Beide Research-HĂ€user sehen einen erheblichen Wert im Beteiligungsportfolio.

Gleichzeitig verweist First Berlin darauf, dass ein Teil des Portfolios noch am Anfang seiner Entwicklung steht. Gerade darin sieht die Analyse weiteres Wachstumspotenzial. Die zugrunde liegenden BusinessplÀne eröffnen ambitionierte Entwicklungsperspektiven, deren Umsetzung in den kommenden Jahren zusÀtzliche Unternehmenswerte schaffen kann.

Damit kommt eine zentrale Unterscheidung ins Spiel: Ein NAV ist eine BewertungsgrĂ¶ĂŸe. Ein Verkaufspreis ist ein Marktpreis. Erst wenn ein unabhĂ€ngiger KĂ€ufer tatsĂ€chlich Geld fĂŒr eine Beteiligung bezahlt, wird aus einer Bewertung eine realisierte GrĂ¶ĂŸe. Das macht die kommenden Exits zu einem wichtigen PrĂŒfstein fĂŒr die Investmentthese.

Der Exit als Moment der Wahrheit

Damit richtet sich der Blick auf die kommenden Jahre. First Berlin erwartet, dass die DN Group Beteiligungen innerhalb eines Zeitraums von 24 bis 48 Monaten teilweise verĂ€ußern könnte. Ein erfolgreicher Exit wĂ€re dabei ein wichtiger Praxistest fĂŒr die Bewertungslogik des Portfolios. Denn erst eine tatsĂ€chliche Transaktion zeigt, welchen Preis ein unabhĂ€ngiger Marktteilnehmer fĂŒr eine Beteiligung zu zahlen bereit ist.

Wie aktiv die DN Group ihr Portfolio steuern will, zeigte sich zuletzt bei Algene. Mit der Sicherung der Beteiligung und der gleichzeitigen Optimierung der Position bei MH Moretelligence habe man, so Nixdorff, die Möglichkeit geschaffen, das Portfolio gezielt weiterzuentwickeln und Chancen und Risiken neu auszubalancieren.

"Unser Ziel ist es, Beteiligungen so weiterzuentwickeln, dass sie fĂŒr strategische Investoren oder den Kapitalmarkt interessant werden", sagt Nixdorff. "Ein Exit ist dabei kein Selbstzweck, sondern der Nachweis, dass aus einer frĂŒhen Beteiligung ein realisierbarer Unternehmenswert entstanden ist."

Genau diese aktive Steuerung ist fĂŒr das GeschĂ€ftsmodell entscheidend. Die DN Group will Beteiligungen nicht einfach halten. Sie will Unternehmen entwickeln, Kapitalmarktstrukturen vorbereiten und den Zeitpunkt nutzen, an dem sich aus einem jungen Unternehmen ein attraktiver Verkaufs- oder Börsenkandidat entwickelt.

Damit entsteht ein möglicher Kreislauf: investieren, entwickeln, skalieren, KapitalmarktfĂ€higkeit herstellen, Wert realisieren und anschließend neues Kapital investieren.

Kapital fĂŒr die nĂ€chste Wachstumsphase

Die finanzielle Struktur soll diesen Ansatz ermöglichen. 2025 stieg das Eigenkapital der DN Group AG auf rund 386,5 Millionen Euro, die Bilanzsumme auf knapp 460 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag damit bei etwa 84 Prozent. Der JahresĂŒberschuss belief sich auf 23,1 Millionen Euro.

Ein Teil der Beteiligungen gelangt ĂŒber Sachkapitalerhöhungen und Aktientauschtransaktionen ins Portfolio. Vereinfacht gesagt, statt eine Beteiligung vollstĂ€ndig mit Bargeld zu kaufen, kann die DN Group den bisherigen EigentĂŒmern im Gegenzug eigene Aktien anbieten. Die VerkĂ€ufer erhalten damit eine Beteiligung an der DN Group, wĂ€hrend die Holding weniger liquide Mittel einsetzen muss.

So diese ihr Portfolio erweitern und gleichzeitig finanziellen Spielraum fĂŒr weitere Investitionen und das operative Wachstum erhalten.

Parallel wÀchst das BeratungsgeschÀft. 2025 erzielte die DN Group damit rund 2,5 Millionen Euro Umsatz. Die Gesellschaft berÀt unter anderem bei Finanzierungen und Kapitalmarkttransaktionen.

Das ist strategisch interessant, weil es die AbhĂ€ngigkeit von einzelnen Exits reduziert. Zwischen einer frĂŒhen Beteiligung und einem spĂ€teren Verkauf können Jahre liegen. Beratungserlöse können in dieser Zeit zur Finanzierung der Holding beitragen.

FĂŒr die nĂ€chste Wachstumsphase stehen zudem weitere Finanzierungsmittel zur VerfĂŒgung. First Berlin verweist in seiner jĂŒngsten Analyse auf eine Finanzierung von bis zu 125 Millionen Euro, die in bestehende und neue Beteiligungen fließen soll.

Die eigentliche Wette heißt nicht Nachhaltigkeit

Wer die DN Group lediglich als "grĂŒne Beteiligungsgesellschaft" betrachtet, greift deshalb zu kurz. Die eigentliche Investmentthese lautet vielmehr: Welche Unternehmen können von den großen wirtschaftlichen VerĂ€nderungen der kommenden Jahre profitieren?

Alternde Gesellschaften benötigen neue Medizintechnik. Industrien suchen neue Materialien und Rohstoffe. StĂ€dte mĂŒssen mit knapper FlĂ€che effizienter umgehen. Wasser wird zum strategischen Gut. Unternehmen suchen nach Lösungen, die Ressourcen sparen und gleichzeitig wirtschaftlich funktionieren. Genau dort entstehen neue MĂ€rkte.

Die DN Group versucht, möglichst frĂŒh an diesen MĂ€rkten beteiligt zu sein - zu einem Zeitpunkt, an dem die Unternehmen noch klein sind, ihr technologisches oder wirtschaftliches Potenzial aber bereits erkennbar ist.

Die breite Aufstellung des Portfolios schafft dabei eine wichtige Grundlage fĂŒr weiteres Wachstum. Unterschiedliche Beteiligungen eröffnen verschiedene Wachstumschancen und MĂ€rkte. Besonders erfolgreiche Investments können ĂŒberproportional zur Wertentwicklung der Holding beitragen und zugleich neue SpielrĂ€ume fĂŒr weitere Beteiligungen und Investitionen schaffen. Entscheidend ist damit die FĂ€higkeit der DN Group, einzelne Unternehmen erfolgreich zu entwickeln und daraus insgesamt einen nachhaltigen Wertbeitrag fĂŒr die Holding zu generieren.

DN Gropup AG: Vom Impact zum Unternehmenswert

Vielleicht lÀsst sich die DN-Story deshalb am besten mit einer einfachen Unterscheidung beschreiben: Nicht jeder Impact ist ein Investment. Und nicht jedes Impact-Unternehmen wird automatisch zu einem wertvollen Investment.

SUSMATA steht vor der nĂ€chsten Wachstumsphase seiner biobasierten Materialien und erschließt damit einen Markt, in dem die Nachfrage nach ressourcenschonenden Werkstoffen zunimmt. Algene verfĂŒgt mit der industriellen Produktion und der GMP-Zertifizierung ĂŒber wichtige Voraussetzungen, um die Herstellung hochreiner Mikroalgen auszuweiten und weitere Anwendungen in Kosmetik und ErnĂ€hrung zu erschließen. MH Moretelligence verbindet innovative Medizintechnologien mit attraktiven GesundheitsmĂ€rkten und verfĂŒgt damit ĂŒber mehrere Ansatzpunkte fĂŒr weiteres kommerzielles Wachstum. EcoMotion adressiert mit automatisierten Parksystemen den steigenden Bedarf an effizienter FlĂ€chennutzung und eröffnet zusĂ€tzliche Wachstumschancen ĂŒber neue Projekte und Standorte. Save the Water wiederum verbindet wasserlose Hygiene mit einem konkreten gesellschaftlichen Bedarf und erschließt damit einen Markt mit internationaler Perspektive.

Gerade die unterschiedlichen Wachstumspfade machen den Ansatz der DN Group interessant. Die Gesellschaft investiert nicht allein in Nachhaltigkeit als Schlagwort, sondern in Unternehmen, deren Lösungen auf langfristige gesellschaftliche und wirtschaftliche VerÀnderungen treffen. Aus diesen Herausforderungen entstehen neue MÀrkte - und damit die Möglichkeit, technologische Innovation, gesellschaftlichen Nutzen und wirtschaftliche Wertschöpfung miteinander zu verbinden.

Wenn das gelingt, entsteht eine ungewöhnliche Form der Wertschöpfung: Impact wird nicht zum Gegenpol der Rendite, sondern zu ihrem Ausgangspunkt.

Genau darin liegt die Wachstumsstory der DN Group. Aus den Herausforderungen von heute entstehen die MĂ€rkte von morgen - und aus deren Wachstum wird nachhaltiger Unternehmenswert.

Pressekontakt:

DN Group AG Cornelia Pfaff Unterschweinstiege 2-14 60549 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 408027270 E-mail: mailto:info@dn-ag.com Web: https://dn-ag.com/

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181701/6366931 OTS: DN Group AG

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