Felsenheimer: Die Portfolio Revolution
06.05.2024 - 15:46:33| Emittent / Herausgeber: Pro BoutiquenFonds GmbH / Schlagwort(e): Studie/Wissenschaftl. Publikation 06.05.2024 / 15:46 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Das Ende der klassischen Portfoliotheorie Jochen Felsenheimer, XAIA Investment GmbH Dr. Jochen Felsenheimer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der XAIA Investment GmbH, sieht gewichtige GrĂŒnde, die ein Umdenken im Asset Management dringend erforderlich machen: 1. VerĂ€nderte Marktbedingungen: Felsenheimer argumentiert, dass die klassische Portfoliotheorie, die auf der Annahme effizienter MĂ€rkte und normalverteilter Renditen basiert, den aktuellen komplexen und dynamischen Marktbedingungen nicht mehr gerecht wird. MĂ€rkte sind zunehmend von geopolitischen Ereignissen, politischen Entscheidungen und unvorhersehbaren wirtschaftlichen Schocks beeinflusst, was die Vorhersage von Risiken und ErtrĂ€gen erschwert. 2. Mangelnde BerĂŒcksichtigung von Extremrisiken: Die traditionelle Portfoliotheorie tendiert dazu, das Risiko als eine symmetrische Verteilung um einen Mittelwert zu betrachten, was die tatsĂ€chliche Gefahr von extremen Marktbewegungen, sogenannten "Tail Risks", unterbewertet. Diese Risiken können zu erheblichen Verlusten fĂŒhren, die in der klassischen Theorie nicht adĂ€quat modelliert oder gemessen werden. "Wir mĂŒssen erkennen, dass in einer global vernetzten Wirtschaft die klassischen Modelle, die von einer Normalverteilung der Renditen ausgehen, unser Risikopotenzial drastisch unterschĂ€tzen. Es ist Zeit fĂŒr Modelle, die Extreme nicht nur erkennen, sondern auch aktiv managen." Dr. Jochen Felsenheimer 3. Unzureichende Diversifikation: Felsenheimer kritisiert, dass die klassische Theorie auf der Annahme beruht, dass Diversifikation allein das Portfolio-Risiko effektiv minimieren kann. In der RealitĂ€t fĂŒhren jedoch Korrelationsschwankungen dazu, dass vermeintlich diversifizierte Portfolios in Krisenzeiten mit vielen Bestandteilen gleichzeitig Verluste erleiden können. "Die Vorstellung, dass Diversifikation als Allheilmittel gegen Risiken fungiert, ist eine der gröĂten Illusionen der Finanztheorie. Wahre Diversifikation erfordert ein tieferes VerstĂ€ndnis von Korrelationen, die sich in Stressphasen oft dramatisch verĂ€ndern." Dr. Jochen Felsenheimer 4. Neue AnsĂ€tze fĂŒr Risikomanagement und -messung: Er plĂ€diert fĂŒr eine stĂ€rkere BerĂŒcksichtigung von modellbasiertem und quantitativem Risikomanagement, das Risikofaktoren ĂŒber traditionelle MaĂe wie VolatilitĂ€t und Korrelation hinaus einbezieht. Dies umfasst AnsĂ€tze, die auf einer genauen Analyse der Risikoverteilung und des maximalen potenziellen Verlustes basieren. 5. Technologischer Fortschritt: Mit fortschreitender Technologie und besserer DatenverfĂŒgbarkeit argumentiert Felsenheimer, dass Anleger nun in der Lage sind, wesentlich detailliertere und dynamischere Anlagestrategien zu entwickeln, die ĂŒber die statischen Modelle der klassischen Theorie hinausgehen. Diese Argumente fĂŒhren zu der Schlussfolgerung, dass die klassische Portfoliotheorie nicht mehr vollstĂ€ndig geeignet ist, um die Herausforderungen des modernen Finanzmarktes zu meistern, und dass eine neue, anpassungsfĂ€higere und umfassendere Herangehensweise an das Portfolio-Management erforderlich ist. Dabei plĂ€diert Felsenheimer u.a. fĂŒr: 1. Neue AnsĂ€tze in der Portfoliostrategie: Felsenheimer befĂŒrwortet innovative Techniken zur Portfoliooptimierung, die sich auf die Minimierung von Drawdowns und die Maximierung der Ertragsmöglichkeiten konzentrieren. Er betont die Wichtigkeit eines strukturierten Risikomanagements, das eng mit der Ertragszielsetzung verbunden ist. 2. Risikokapitalallokation: Ein zentrales Thema ist fĂŒr Felsenheimer die effektive Allokation von Risikokapital auf einzelne Positionen im Portfolio. Er setzt auf Modelle, wie Risikokapital auf Grundlage potenzieller Drawdowns und Zielrenditen zugewiesen wird, was eine balancierte Risiko-Rendite-Struktur schafft. 3. SensitivitĂ€tsanalyse: Dr. Felsenheimer hĂ€lt es fĂŒr sehr wichtig, die SensitivitĂ€t von Portfolio-Positionen gegenĂŒber verschiedenen Marktfaktoren zu verstehen. Dies hilft bei der Identifikation von Risiken und Chancen in Reaktion auf Marktbewegungen. 4. Hedging-Strategien: Er erklĂ€rt weiterhin die Rolle von Hedging-Strategien, um die PortfoliovolatilitĂ€t zu steuern und das Verlustrisiko zu minimieren. Besonders die Anpassung der SensitivitĂ€ten (?_Sens) spielt hier eine wichtige Rolle, um auf MarktverĂ€nderungen reagieren zu können. Seine Ăberlegungen hat Felsenheimer, der vielen Marktteilnehmern durch die beiden XAIA-Fonds mit marktneutralen Strategien bekannt ist, in seinem aktuellen Buch âDie Portfolio Revolutionâ ausfĂŒhrlich erlĂ€utert. Er hebt darin die Notwendigkeit einer Revolution im Portfolio-Management und die Bedeutung eines aktualisierten Ansatzes zur Risikobewertung und -steuerung in der modernen Finanzwelt hervor.  Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group AG. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. |

