Raiffeisen Bank, AT0000606306

Raiffeisen Bank-Aktie: RBI steigert Gewinn ohne Russland um 10 Prozent

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Raiffeisen Bank-Aktie rückt nach dem Neunmonatsbericht von RBI in den Fokus. Der Konzern steigert den Gewinn ohne Russland um zehn Prozent.

RBI steigert Kerngewinn und Ausblick

  • Das Konzernergebnis ohne Russland stieg nach neun Monaten um 10 Prozent.
  • Garanti BBVA Romania wurde übernommen, während die Addiko-Transaktion weitere Genehmigungen benötigt.
  • Für 2026 stellt RBI einen Return on Equity von rund 13 Prozent in Aussicht.
Raiffeisen Bank, AT0000606306, Illustration mit AI erstellt.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat in den ersten neun Monaten 2026 im Kerngeschäft ohne Russland ein Konzernergebnis von 1,127 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die am 3. November veröffentlichte Mitteilung von Raiffeisen Bank International bildet den zentralen Nachrichtenimpuls für die Raiffeisen Bank-Aktie.

Kerngeschäft wächst weiter

Die Kernerträge legten um 8 Prozent auf 4,971 Milliarden Euro zu. Der Nettozinsertrag erhöhte sich um 7 Prozent auf 3,347 Milliarden Euro, während der Provisionsüberschuss um 10 Prozent auf 1,624 Milliarden Euro stieg. Die Kundenkredite im Kerngeschäft wuchsen seit Jahresbeginn um 8 Prozent auf 109 Milliarden Euro.

Die Eigenkapitalausstattung blieb robust. Die harte Kernkapitalquote lag Ende September ohne Russland bei 15,4 Prozent. Die Quote notleidender Kredite betrug 1,5 Prozent. Für die ersten neun Monate meldete RBI Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte von 159 Millionen Euro; im dritten Quartal lagen die Risikokosten bei 18 Basispunkten.

Übernahmen prägen den Ausblick

RBI schloss Anfang November die Übernahme der Garanti BBVA Group Romania ab. Bei Addiko lagen die Annahmeerklärungen bis zum 2. November um 17:00 Uhr bei 18.493.867 Aktien und damit bei 94,84 Prozent des Grundkapitals. Die regulatorischen Genehmigungen in mehreren Ländern laufen weiter. RBI erwartet, die Addiko-Töchter nach dem derzeitigen Stand vollständig zu behalten.

Für 2026 stellt RBI ohne Russland und einschließlich Garanti einen Nettozinsertrag von mehr als 4,5 Milliarden Euro sowie einen Provisionsüberschuss von rund 2,2 Milliarden Euro in Aussicht. Die Verwaltungsaufwendungen sollen rund 3,9 Milliarden Euro erreichen, die Aufwand-Ertrag-Relation rund 55 Prozent. Der Return on Equity soll bei rund 13 Prozent liegen, während die Kundenkredite ohne Akquisitionen um rund 9 Prozent wachsen sollen.

Aktie bleibt von Umsetzung abhängig

Der Realtime-Kurs der Raiffeisen Bank-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:10 Uhr bei Lang & Schwarz bei 60,25 Euro.

Für Anleger stehen damit neben der Gewinnentwicklung vor allem die Umsetzung der Addiko-Übernahme und die Kapitalwirkung der angekündigten Transaktionen im Mittelpunkt. RBI rechnet bei erfolgreichem Settlement und einer Annahmequote von 94,84 Prozent mit einem einmaligen positiven Effekt von rund 310 Basispunkten auf den Konzern-Return-on-Equity. Mittelfristig strebt die Bank ohne Russland und ohne bestimmte Rechts- und Prozesskosten einen Return on Equity von mindestens 13 Prozent an.

Raiffeisen Bank International

  • ISIN: AT0000606306
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 60,25 Euro am 4. November 2026 um 12:10:21 Uhr Berliner Zeit
  • Konzernergebnis ohne Russland: 1,127 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2026
  • Harte Kernkapitalquote: 15,4 Prozent zum 30. September 2026

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