Repsol-Aktie: Gewinnsprung und 950-Millionen-Euro-Rückkauf
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:12 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSGewinn, Cashflow und Ausschüttungen steigen
- Repsol steigerte den bereinigten Nettogewinn im dritten Quartal deutlich gegenüber dem Vorjahr.
- Der Konzern hob den Ausblick für den operativen Cashflow 2026 an.
- Aktienrückkäufe und Dividenden sollen die Ausschüttungen an Aktionäre erhöhen.
Repsol hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, starke Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate vorgelegt. Nach Angaben von RTTNews stieg der Nettogewinn von Januar bis September auf 5,006 Milliarden Euro nach 1,177 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 5,419 Milliarden Euro.
Raffinerien treiben Quartalsergebnis
Im dritten Quartal lag der bereinigte Nettogewinn bei 2,708 Milliarden Euro, verglichen mit 752 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Besonders stark entwickelte sich das Industriegeschäft. Der Rückenwind kam unter anderem von höheren Raffineriemargen und besseren Beiträgen aus dem Handelsgeschäft.
Das Ergebnis enthält zugleich einen positiven Lagerbestandseffekt von 943 Millionen Euro. Dieser entstand durch den Einfluss höherer Rohölpreise auf den bilanziellen Wert der Vorräte. Im Vorjahreszeitraum hatten niedrigere Ölpreise und die Folgen des landesweiten Stromausfalls in Spanien belastet.
Cashflow-Ausblick deutlich angehoben
Der operative Cashflow erreichte im dritten Quartal 3,526 Milliarden Euro nach 1,267 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. In den ersten neun Monaten summierte er sich auf 6,503 Milliarden Euro nach 3,853 Milliarden Euro. Repsol hob deshalb den Ausblick für den operativen Cashflow 2026 auf 9,0 bis 9,5 Milliarden Euro an. Zuvor hatte der Konzern bis zu 6,0 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Die Bilanz verbesserte sich ebenfalls. Die Nettoverschuldung sank zum Ende des dritten Quartals auf 2,038 Milliarden Euro. Im Juni hatte sie noch 3,67 Milliarden Euro betragen. Für Anleger reduziert das den finanziellen Druck, zugleich bleibt die Ergebnisentwicklung von Raffineriemargen, Ölpreisen und Handelsbeiträgen abhängig.
Rückkäufe erhöhen Ausschüttungspläne
Repsol kündigte ein drittes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 950 Millionen Euro an. Es soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Damit sollen sich die Rückkäufe im Jahr 2026 auf 1,8 Milliarden Euro summieren. Einschließlich der Dividenden sollen die gesamten Ausschüttungen an die Aktionäre bei rund 3 Milliarden Euro liegen.
Das Unternehmen plant außerdem Projekte im Umfang von 11,5 Milliarden Euro in Spanien für die Jahre 2026 bis 2030. Rund 60 Prozent davon sollen auf oder im Umfeld bestehender Industrieanlagen entfallen. Für die Aktie bleibt entscheidend, ob Repsol den erhöhten Cashflow-Ausblick auch bei nachlassenden Raffineriemargen erreicht.
Der Realtime-Kurs der Repsol-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 13:07 Uhr bei Lang & Schwarz bei 30,28 Euro, 1,92 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, 4. November.
Repsol im Überblick
- Unternehmen: Repsol S.A.
- ISIN: ES0173516115
- WKN: 876845
- Xetra-Ticker: REP.DE
- Heimatbörse: Bolsa de Madrid
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 30,28 Euro, Donnerstag, 5. November 2026, 13:07 Uhr
- Vergleich: 1,92 Prozent über dem Xetra-Schluss vom 4. November 2026 bei 29,71 Euro
- Operativer Cashflow 2026: 9,0 bis 9,5 Milliarden Euro Prognose
Das spanische Marktumfeld lässt sich über den IBEX 35 einordnen.
