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Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 09:00 Uhr | dgap.de| mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges 19.08.2026 / 09:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG Statt der ??? sehen wir heute KKK – Klima, Krieg und KI. Im wahrsten Sinne brennt uns in diesem Standpunkt Klima unter den Füßen und bedroht zunehmend unsere (wirtschaftliche) Existenz. Dabei sollten wir im Auge behalten, dass der Klimawandel nicht nur einfach die Folge von immer steigernder Energieproduktion ist, sondern eben auch ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt. Ausgerechnet im Bereich der grundlastfähigen Energie, die wir als besonders stabil angesehen haben, kommen die Einschläge näher – Hitze und Wassermangel reduzieren die Leistung thermischer Kraftwerke. Frankreich, Ungarn und Rumänien entkräften die Mär von der abrufbaren Kernkraftenergie durch die Kühlwasserproblematik - durch austrocknende Flüsse. Auf die Problematik des Güterverkehrs durch die beständige und zunehmende Hitze einzugehen, würde den Rahmen unseres kleinen Standpunkts sprengen. Gas und Öl beinhalten drei große Kernrisiken: Klima, Preis und das geopolitische Versorgungsrisiko. Aber Wind und Solar bleiben naturgemäß volatil und unsere Stromnetze sind sowieso nicht ausgebaut, sodass Baden-Württemberg und Bayern bald ebenfalls am Energie-Tropf hängen könnten. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Strombedarf exponentiell durch Elektrifizierung, Klimaanlagen und Rechenzentren für Social Media und KI steigt. Also ist die entscheidende Größe im System nicht mehr die einzelne Energiequelle, sondern die Resilienz des gesamten Energiesystems. Jetzt kommt der Hammer. Genau in dieser Situation haben wir mit der Wirtschaftsministerin Reiche eine Vertreterin, die verstärkt auf neue gasbasierte Reservekapazitäten setzt. Ja, es ist unbestritten, dass die Versorgungssicherheit ein Back-up braucht. Problematisch wird es, wenn aus angeblichen Back-up-Lösungen offensichtlich langfristig fossile Infrastrukturen entstehen. Kritisch sehen wir die mangelnde Konsequenz beim Systemumbau. Die Bundesregierung will die Rahmenbedingungen für neue Gaskraftwerke gezielt investorenfreundlicher machen. Konkret soll der zulässige Höchstpreis bei den Ausschreibungen von 173.000 auf 244.000 Euro je MW steigen. Hintergrund ist der Plan, noch 2026 insgesamt 12 GW neue steuerbare Kapazität auszuschreiben, mit klarem Schwerpunkt auf Gaskraftwerken. https://www.reuters.com/business/energy/germany-plans-investor-friendly-reforms-gas-power-stations-2026-07-06/?utm_source=chatgpt.com „Die Kosten werden immens sein. Laut Berechnungen des Handelsblatt Research Institute könnten sich die Klimakosten im drastischsten Fall auf bis zu 38 Milliarden Euro belaufen – je nachdem, wie sich der CO?-Preis in den nächsten Jahren entwickelt. Überschreitet Deutschland sein Emissionsbudget, muss es anderen Ländern, die weniger ausstoßen als vorgesehen, überschüssige CO?-Zertifikate abkaufen.“ Wir schreiben über das Jahr 2030! „Dass der aktuelle politische Kurs für die Energiewende hohe, unnötige Kosten verursachen könnte, schreibt wiederum das Handelsblatt: “ Das zeigt eine Modellrechnung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Demnach könnten Steuerzahler und Unternehmen bis zum Jahr 2045 rund 70 Milliarden Euro einsparen, wenn die Energiewende anders verläuft als zurzeit geplant.“ Und hier spaltet der Dogmatismus das Land. Während die Bundesregierung weiterhin im Rückschritt verweilt und unter dem Vorwand „Technologieoffenheit“ sterbenden Technologien weiter den Weg bereiten möchte, setzt sich der Norden sukzessive ab, weil die Verantwortlichen da oben langsam „die Faxen dicke haben“ (Hamburger Abendblatt vom 29.07.2026 als Einleitung des Artikels „CDU weiter gegen eigene Ministerin Reiche“). Worum es geht? Hamburg und Schleswig-Holstein haben Anträge in der Bürgerschaft bzw. den Kieler Landtag eingebracht, dass „der Norden mit Dänemark einen eigenen Strommarkt bildet. „Preise würden im Norden sinken - der Süden blockiert“. Der Süden blockiert einen Stromtransport seit Jahren, auch wenn eine einzige Leitung „SouthLink“ nun in der Fertigstellung ist. Diese hatte der vorherige Wirtschaftsminister gegen jahrelange Querelen noch durchgeboxt... Im föderalen Zwist hatte der bayerische Ministerpräsident in seinem vielbeachteten Sommerinterview 2026 bereits herumlamentiert „derartiges Streben nach niedrigen Energiepreisen würde lediglich zu Abwanderung von Industrie Asien und USA führen“. Und auf einmal fordert er: „Statt das Land strompolitisch aufzuteilen, pocht die CSU nun auf eine Beschleunigung des Netzausbaus (SouthLink)“. Aha! "Wer erneuerbaren Strom dort nutzt, wo er entsteht, reduziert Abregelung, stabilisiert den Markt und erhöht die Versorgungssicherheit – genau hier setzt die Nordic Twin Sea Zone an", kommentierte Felix Frischmuth, Projektleiter am Fraunhofer IEE. Und die Vorsitzende der CDU-Klima-Union Dr. Wiebke Winter (MDBB) sagte allen Ernstes im Streitgespräch mit der FFF-Vertreterin Louisa Neubauer im atmo Magazin (kannten wir bis dahin auch nichthttps://www.atmo-magazin.de/gespraech/cdu-meets-fff-die-debatte ): „Klimaschutz ist ein Herzensthema von mir. Gleichzeitig stecke ich in einem Dilemma: Wenn wir als Union das Thema Klima groß machen, profitieren davon am Ende die Grünen.“ Wir ersparen uns jeden Kommentar hierzu. Warum wir das hier wieder schreiben? Nun, es ist Wahlkampf und wer sich die Positionen einiger Parteien anschaut… aber SO oder SO ist irgendwann „nach der Wahl“. Und das auch nach den Midterms. Und aufgrund der europäischen und globalen Realitäten wird es SO nicht bleiben. Da sind wir sicher. Und das wiederum hat Rückwirkungen auf die Kapitalmärkte. Und Ihre Strategie. Der eigentliche Engpass ist die Infrastruktur. Alternative Energien lösen das Problem nicht allein. Ein Energiesystem braucht eben auch funktionierende Netze, Speicher, Leistungselektronik, intelligente Steuerung (smarte Technologie). Nicht zu vergessen sind auch Recycling und in dem Zusammenhang Rohstoffkreisläufe. Das gilt nicht nur für Strom. Gebäude und Verkehr müssen mitgedacht werden. Wärmepumpen reduzieren den Gasverbrauch. Elektromobilität reduziert den Ölverbrauch. Genau hier beginnt die Kapitalmarktstory. Die häufigste Anlegerfrage lautet: Welche Technologie gewinnt? Solar? Wind? Kernkraft? Wasserstoff? Batterien? Aber möglicherweise ist das die falsche Frage. Denn fast alle denkbaren Energieszenarien benötigen dieselben grundlegenden Komponenten. Wer profitiert vom Klima- und Energie-RESET? Welche Branchen? Nicht zu vergessen: Nicht nur auf die Großen, die Global-Player achten, sondern gerade hier werden Nischenanbieter, kleine und mittlere Unternehmen. Segmente, deren Nachfrage unabhängig von einzelnen politischen Technologiewetten wächst, verdienen unser besonderes Augenmerk: Aus unserer Sicht zählen dazu die Netze, Leistungselektronik, Speicher-Infrastruktur, Wasser und Kühlung, Energieeffizienz, Steuerung und Digitalisierung und nicht zu vergessen die Kreislaufwirtschaft, damit Deutschlands Abhängigkeit von den Rohstoffmärkten sinkt. Denken wir weiter. Wo sollte investiert werden. Wo finden wir die zukünftigen mittelständischen Hidden-Champions? Spannend wird es vor allem dort, wo diese Spezialisten heute schon an echten Engpässen sitzen. Transformatoren, Leistungselektronik, Netztechnik, Kühlung oder Steuerung sind keine Nebensachen mehr. Der Klima- und Energie-RESET kommt nicht, weil Politik ihn beschlossen hat. Wir können die Erhitzung der Erde auch nicht verdrängen, weil Politiker beschließen, dass es einfach nicht wahr ist, was um uns herum geschieht. Deutschland und Europa können diesen Umbau beschleunigen oder durch widersprüchliche Politik verteuern. Für Investoren bleibt die entscheidende Frage einfacher: Wer bietet uns die langfristig effektivste und zukunftsweisendste Investition in ein Energiesystem, das ohnehin neu gebaut werden muss? Zu mwb: Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE000A3EYLC7, WKN A3EYLC) an der Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart. Unsere Dienstleistungen umfassen Emissionsberatung & Listings, Zahlstellenfunktion, Designated Sponsoring und institutionelle Kundenbetreuung. Im Wertpapierhandel betreut mwb gut 48.000 Orderbücher für deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds. Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland. Kontakt und weitere Informationen: mwb Wertpapierhandelsbank AG Kai Jordan Kleine Johannisstrasse 4 D-20457 Hamburg Tel: +49 40-360995-20 E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com Disclaimer: Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen, die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet, kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr übernommen werden. Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und Meinungen stellen ausschließlich der Beurteilungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden. 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