Sandoz-Aktie: Biosimilars wachsen, Umsatzprognose wird enger
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSWachstum und Ausblick im Fokus
- Biosimilars steigerten ihren Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 17 Prozent und erreichten 34 Prozent des Konzernumsatzes.
- Sandoz erwartet 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und eine Kern-EBITDA-Marge von 23,0 bis 23,5 Prozent.
- Lieferengpässe bei Biosimilars und schwierigere Marktbedingungen in Deutschland bremsen den kurzfristigen Ausblick.
Sandoz hat am 28. Oktober 2026 für das dritte Quartal und die ersten neun Monate ein anhaltendes Wachstum im Biosimilar-Geschäft gemeldet. Zugleich engte der Pharmakonzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr ein und erhöhte das Margenziel. Der Sandoz-Mitteilung bei Deutsche Börse zufolge stieg der Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 5 Prozent auf 2,942 Milliarden US-Dollar.
Der Realtime-Kurs der Sandoz-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 12:52 Uhr bei Lang & Schwarz bei 89,27 Euro.
Biosimilars bleiben Wachstumstreiber
Die Biosimilar-Umsätze legten im Quartal währungsbereinigt um 17 Prozent auf 998 Millionen US-Dollar zu. Ihr Anteil am Konzernumsatz erreichte 34 Prozent nach 31 Prozent im Vorjahresquartal. Im Geschäft mit Generika blieb der Umsatz währungsbereinigt stabil; nominal sank er um 1 Prozent auf 1,944 Milliarden US-Dollar.
Für die ersten neun Monate meldete Sandoz einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 5 Prozent auf 8,703 Milliarden US-Dollar. Die Biosimilar-Umsätze wuchsen in diesem Zeitraum um 19 Prozent auf 2,873 Milliarden US-Dollar. Ohne den belastenden Effekt des B2B-Geschäfts mit Antiinfektiva hätte das Umsatzwachstum im Neunmonatszeitraum 6 Prozent betragen. Das Generika-Geschäft blieb ohne diesen Effekt währungsbereinigt stabil.
Engerer Umsatz-, höherer Margenausblick
Sandoz rechnet für 2026 nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Als Gründe nannte Sandoz kurzfristige Lieferengpässe bei Biosimilars in Europa und international sowie schwierigere Marktbedingungen in Deutschland als erwartet.
Gleichzeitig hob der Konzern die Prognose für die Kern-EBITDA-Marge auf 23,0 bis 23,5 Prozent an. Zuvor war eine Steigerung um rund 100 Basispunkte gegenüber der Kern-EBITDA-Marge von 21,7 Prozent im Jahr 2025 erwartet worden. Sandoz begründete die bessere Margenerwartung mit einem günstigeren Umsatzmix und einer stärkeren operativen Entwicklung.
Die Unternehmensmitteilung bestätigt den mittelfristigen Ausblick bis 2028 und die im September vorgestellte Perspektive bis 2030. Für den Zeitraum von 2025 bis 2030 strebt Sandoz ein mittleres bis hohes einstelliges jährliches Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen und eine Kern-EBITDA-Marge von 25 bis 27 Prozent im Jahr 2030 an. Zudem soll das Biosimilar-Portfolio bis 2040 auf mehr als 100 Produkte wachsen.
Lieferung und Deutschland als Risiken
Für Anleger stehen damit zwei gegenläufige Signale im Mittelpunkt: Das margenstarke Biosimilar-Geschäft wächst deutlich, während Engpässe bei der Versorgung kurzfristig Umsatz begrenzen. Hinzu kommen Preisdruck bei bestimmten Antiinfektiva und die schwächere Marktdynamik in Deutschland. In Nordamerika stieg der Umsatz im dritten Quartal dagegen währungsbereinigt um 20 Prozent und lieferte den stärksten regionalen Wachstumsbeitrag.
Der nächste im Unternehmenskalender genannte Termin ist ein Analysten- und Investorenbesuch in Slowenien am 9. und 10. November 2026. Die Veröffentlichung der vollständigen Ergebnisse für 2026 ist für den 17. Februar 2027 vorgesehen.
Sandoz Group AG
- ISIN: CH1243598427
- Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
- Kurs bei Lang & Schwarz: 89,27 Euro am 4. November 2026 um 12:52 Uhr
- Quartalsumsatz Q3 2026: 2,942 Milliarden US-Dollar
- Biosimilar-Umsatz Q3 2026: 998 Millionen US-Dollar
- Umsatzprognose 2026: 5 bis 6 Prozent Wachstum zu konstanten Wechselkursen
- Kern-EBITDA-Marge 2026: 23,0 bis 23,5 Prozent
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