HOME-OFFICE, LÖSUNG

KEIN (HOME-)OFFICE IST KEINE LÖSUNG: DIE HYBRIDARBEITSWELT UND IHRE KONSEQUENZEN FÜR DIE BÜROMÄRKTE

30.11.2023 - 09:03:44

Savills Immobilien Beratungs-GmbH

Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e): Immobilien/Research Update


30.11.2023 / 09:03 CET/CEST
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30. November 2023     Immer mehr Unternehmen dĂŒrften von PrĂ€senzpflicht auf hybrides Arbeitsmodell umschwenken BĂŒroauslastung sinkt um schĂ€tzungsweise ein Drittel Drei Szenarien zum BĂŒrobedarf: RĂŒckgang um 2 % bis 16 % Geringerer FlĂ€chenbedarf wird BĂŒromĂ€rkte nicht destabilisieren StĂ€rkere PrĂ€ferenzen fĂŒr zentrale und urbane Lagen sowie höherwertige FlĂ€chen   Savills hat in seinem neusten Spotlight den aktuellen Wissensstand zum Thema Homeoffice zusammengefasst und die weitere Entwicklung zu einer Hybridarbeitswelt skizziert. Die Konsequenzen fĂŒr die deutschen BĂŒromĂ€rkte werden deutlich, wenn auch nicht dramatisch sein. Hybride Arbeitsmodelle als neue NormalitĂ€t Laut Savills zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse und empirische Daten mittlerweile eindeutig, dass hybride Arbeitsmodelle, also ein Mix aus dem Arbeiten im UnternehmensbĂŒro und von zu Hause oder an anderen Orten, am vorteilhaftesten fĂŒr die meisten Unternehmen ist. Matthias Pink, Head of Research Germany bei Savills, erlĂ€utert: „Vergleicht man das Hybridmodell auf Basis wissenschaftlicher und empirischer Erkenntnisse hinsichtlich der drei fĂŒr Unternehmen erfolgskritischen Faktoren ‚ProduktivitĂ€t‘, ‚Kosten‘ und ‚Talentpool‘ mit den Modellen einer hundertprozentigen BĂŒroprĂ€senzpflicht und einem vollstĂ€ndigen Verzicht auf ein UnternehmensbĂŒro, so lĂ€sst sich daraus ableiten, dass es fĂŒr die meisten Unternehmen die beste Wahl ist. FĂŒr eine vollstĂ€ndige BĂŒroprĂ€senzpflicht spricht objektiv wenig und das vollstĂ€ndig mobile Arbeiten geht mit deutlichen ProduktivitĂ€tsnachteilen einher. Anders gesagt: Kein BĂŒro ist keine Lösung - kein Homeoffice aber auch nicht“. Savills prognostiziert, dass immer mehr Unternehmen von der PrĂ€senzpflicht auf den hybriden Ansatz umschwenken werden. Das BĂŒro verliert sein Monopol und bleibt doch unersetzlich Ganz gleich, ob das mobile Arbeiten weiter expandiert oder nicht, eines lĂ€sst sich laut Jan-Niklas Rotberg, Head of Office Agency Germany bei Savills, konstatieren: „Das UnternehmensbĂŒro hat sein Monopol als Ort fĂŒr Schreibtischarbeit verloren und muss sich kĂŒnftig im Wettbewerb mit anderen Orten behaupten – vor allem dem Homeoffice. Ohne UnternehmensbĂŒro funktioniert allerdings auch ein Hybrid-Ansatz nicht, der kĂŒnftig wohl fĂŒr die meisten Unternehmen Standard sein wird. Als ein Arbeitsort unter mehreren bleibt das einzelne BĂŒro unersetzlich.“ Auslastung der BĂŒros sinkt FĂŒr die BĂŒromĂ€rkte im Ganzen dĂŒrfte der Wandel zu einer Hybridarbeitswelt spĂŒrbare Konsequenzen haben, die sich bislang nur in AnsĂ€tzen erkennen lassen. Laut Savills ist sicher, dass die BĂŒros in den Top-6-MĂ€rkten bei Weitem nicht voll ausgelastet und auch deutlich weniger frequentiert sind als vor der Pandemie. Pink kommentiert: „Mehrere Erhebungen deuten auf eine durchschnittliche Auslastung zwischen 40 % und 50 % hin, wobei die Auslastung mit steigender BĂŒrogrĂ¶ĂŸe zu sinken scheint. Vor der Pandemie lagen die Auslastungen typischerweise zwischen 60 % und 80 %. Das heutige Niveau bedeutet also einen RĂŒckgang um etwa ein Drittel.“ Geringerer BĂŒroflĂ€chenbedarf durch mobiles Arbeiten Es zeichnet sich ab, dass das mobile Arbeiten zu einem geringeren BĂŒroflĂ€chenbedarf fĂŒhrt. Einzelne Erhebungen sowie Beobachtungen von Savills deuten darauf hin, dass im FlĂ€chensegment ab etwa 1.000 mÂČ der Anteil der Unternehmen, die ihre FlĂ€che reduzieren, im mittleren zweistelligen Prozentbereich liegt. Das Ausmaß der FlĂ€chenreduktion variiert dabei stark, wobei es mit steigender BetriebsgrĂ¶ĂŸe tendenziell zunimmt. Im FlĂ€chensegment ab 1.000 mÂČ scheint es im Schwerpunkt bei 20 % bis 30 % zu liegen. Von diesen Beobachtungen ausgehend hat Savills ĂŒberschlĂ€gig berechnet, wie viel BĂŒroflĂ€che durch das mobile Arbeiten in verschiedenen Szenarien in den nĂ€chsten Jahren strukturell obsolet werden könnte. Savills beschrĂ€nkt sich dabei auf die A-StĂ€dte und das FlĂ€chensegment ab 1.000 mÂČ. Je nach Anteil der Unternehmen, die ihre FlĂ€che reduzieren, und dem Umfang der FlĂ€chenreduktion könnte der BĂŒroflĂ€chenbedarf zwischen 2 % und 16 % sinken. Bezogen auf den heute genutzten Bestand entspricht das einem Minderbedarf von 2 Mio. mÂČ bis 15 Mio. mÂČ. Matthias Pink ordnet die Ergebnisse ein: „Da sich die FlĂ€cheneinsparungen der Unternehmen, wie groß auch immer sie am Ende in Summe ausfallen mögen, nicht auf einen Schlag materialisieren, sondern ĂŒber viele Jahre erstrecken, drohen sie nicht, die BĂŒromĂ€rkte zu destabilisieren. Selbst auf einen etwaigen Minderbedarf von 2 % pro Jahr kann sich die Angebotsseite vermutlich gut einstellen, weil EigentĂŒmer und Projektentwickler Zeit bekommen, um geeignete Maßnahmen ergreifen. Die zeitliche Streckung bedeutet aber auch, dass die BĂŒroflĂ€chennachfrage entsprechend lange gedĂ€mpft wird.“ Hybridarbeitswelt verĂ€ndert Lage- und FlĂ€chenprĂ€ferenzen Die Entwicklung zu einer Hybridarbeitswelt verĂ€ndert laut Savills auch die Lage- und FlĂ€chenprĂ€ferenzen der BĂŒronutzer. Matthias Pink berichtet: „Im Hinblick auf die LageprĂ€ferenzen deutet sich an, dass die traditionell am stĂ€rksten nachgefragten BĂŒrolagen in der Gunst der Unternehmen nochmals gestiegen sind. Zu erwarten ist ein Nachfragewachstum auch fĂŒr dicht besiedelte Wohnquartiere, vor allem der Mittelschicht. Umgekehrt sind die wenig attraktiven Lagen und vor allem klassische Backoffice-Standorte ĂŒberproportional stark vom NachfragerĂŒckgang betroffen.“ Wie sich die PrĂ€ferenzen der Nutzer in Bezug auf die FlĂ€chenqualitĂ€ten und -kriterien verĂ€ndert haben, ist laut Savills noch am wenigsten klar. Jan Rotberg kommentiert: „Dass die Spitzenmieten trotz steigender Leerstandsraten immer noch wachsen, ist ein Indiz dafĂŒr, dass die FlĂ€chenanforderungen der Nutzer in Summe gestiegen sind. Dies bedeutet aber nicht, dass nun nur noch moderne BĂŒroflĂ€chen gefragt sind. Vielmehr verschiebt sich der Nachfrageschwerpunkt hin zu höherwertigen FlĂ€chen und nur die schlechtesten FlĂ€chen werden kĂŒnftig keinen Nutzer mehr finden. FĂŒr EigentĂŒmer heißt das: Nicht jede FlĂ€che, auch nicht jede von unterdurchschnittlicher QualitĂ€t, muss zur Top-FlĂ€che modernisiert werden.“

Alle Daten und Fakten in unserem aktuellen Spotlight auf savills.de/research:
Die Hybridarbeitswelt und ihre Konsequenzen fĂŒr die BĂŒromĂ€rkte
  Über Savills Savills ist eines der fĂŒhrenden, weltweit tĂ€tigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in London. Das Unternehmen wurde 1855 gegrĂŒndet und blickt auf eine lange Geschichte mit ĂŒberwĂ€ltigendem Wachstum zurĂŒck. Savills setzt Trends statt ihnen zu folgen und verfĂŒgt heute ĂŒber mehr als 700 BĂŒros und PartnerbĂŒros in Amerika, Europa, Afrika, dem asiatisch-pazifischen-Raum sowie dem Nahen Osten mit ĂŒber 40.000 BeschĂ€ftigten. In Deutschland ist Savills mit mehr als 400 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in sieben BĂŒros an den wichtigsten Immobilienstandorten prĂ€sent. Savills bietet Expertise und Markttransparenz in folgenden Bereichen an:
  Investment Agency Corporate Finance & Portfolio Investment Valuation Operational Capital Markets Landlord Services Occupier Services Workplace Consulting Property Management Facility Management Residential Agency ESG Services Research Eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und unternehmerischem Denken und Handeln bietet unseren Kunden Zugriff auf Immobilienwissen von höchster QualitĂ€t. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre KreativitĂ€t und ihre Leistungsbereitschaft sind unser eigentliches Kapital – sie werden sowohl fĂŒr ihre innovativen DenkansĂ€tze als auch fĂŒr ihre ausgeprĂ€gte VerhandlungsstĂ€rke geschĂ€tzt. Savills bietet hochprofessionellen Service zur Erreichung der gemeinsamen Ziele und steht synonym fĂŒr eine Premiummarke und ein qualitativ hochwertiges Serviceangebot, das Immobilien individuell betrachtet und in strategische Beziehungen investiert.


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