Savills, Handelsimmobilienmarkt

Savills: Handelsimmobilienmarkt: Trophy Assets finden KĂ€ufer, Umnutzungskandidaten noch nicht

08.07.2024 - 12:30:06

Savills Immobilien Beratungs-GmbH

Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e): Immobilien/Research Update
Savills: Handelsimmobilienmarkt: Trophy Assets finden KĂ€ufer, Umnutzungskandidaten noch nicht

08.07.2024 / 12:30 CET/CEST
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08. Juli 2024 Handelsimmobilienmarkt: Trophy Assets finden KĂ€ufer, Umnutzungskandidaten noch nicht Investmentmarkt: Der Investmentmarkt fĂŒr Handelsimmobilien verzeichnete im 1. Halbjahr 2024 ein Transaktionsvolumen von 3,3 Mrd. Euro, wovon 1,6 Mrd. Euro auf das 2. Quartal entfielen. Nutzermarkt: HĂ€ndler tĂ€tigen wieder mehr Anmietungen, aber FlĂ€chen werden kleiner und Entscheidungsprozesse dauern lĂ€nger. Spitzenrendite: Die Spitzenrendite ist fĂŒr alle Nutzungsarten stabil geblieben. Handelsimmobilien haben im 1. Halbjahr 2024 mit einem Anteil von 31 % am Gewerbeinvestmentvolumen den höchsten Umsatz erzielt. Doch der Spitzenplatz und das Transaktionsvolumen von 3,3 Mrd. Euro könnten eine grĂ¶ĂŸere Dynamik suggerieren, als tatsĂ€chlich vorhanden ist. So ist der hohe Anteil vom Gewerbevolumen auf die SchwĂ€che anderer Nutzungsarten wie BĂŒro zurĂŒckzufĂŒhren und das Transaktionsvolumen wird von einigen wenigen Deals getragen. Beispiele dafĂŒr sind der Verkauf des KaDeWe von Signa an die Central Group, der Verkauf der FĂŒnf Höfe und eines weiteren GeschĂ€ftshauses in der Maximiliansstraße in MĂŒnchen sowie die AnteilsĂŒbernahme von RFR an sieben Galeria-Immobilien von Signa, die bisher im Joint Venture gehalten wurden. Allein die beiden erstgenannten Transaktionen machten mehr als die HĂ€lfte des gesamten Umsatzvolumens aus. Peter Hablizel, Director Investment bei Savills Germany, ordnet ein: „Gemessen an der Anzahl abgeschlossener Transaktionen blicken wir auf ein vergleichsweise schwaches Halbjahr zurĂŒck. TatsĂ€chlich war es das schwĂ€chste seit Beginn der Zinswende. Es zeigt aber auch, dass Einzelhandel neben Logistik derzeit das einzige Segment am Markt ist, das fĂŒr Transaktionen in dreistelliger Millionenhöhe liquide ist“, und ergĂ€nzt: „Ein Grund fĂŒr die geringe Transaktionsanzahl ist auch das geringe Angebot. Das scheint sich immerhin gerade zu Ă€ndern, denn es finden wieder mehr Verkaufsvorbereitungen statt. Wir beobachten, dass es mehr EigentĂŒmer gibt, die aufgrund der stabileren Renditen wieder verkaufsbereit sind und solche, die umschichten, um ihre Immobilienquote zu senken. Dies ist nahezu ĂŒber alle Segmente hinweg der Fall.“ Öffentliche Hand ist Warenhaus-KĂ€uferin Nr. 1 Angesichts des Verkaufs des KaDeWe und mehrerer Galeria-HĂ€user ĂŒberrascht es kaum, dass Kauf- und WarenhĂ€user im bisherigen Jahresverlauf mit einem Transaktionsvolumen von 1,3 Milliarden Euro das umsatzstĂ€rkste Segment am Handelsimmobilienmarkt bildeten. Womöglich dĂŒrften einige der zuletzt gehandelten Kauf- und WarenhĂ€user ein letztes Mal als solche am Investmentmarkt gehandelt worden sein. Denn von den insgesamt achtzehn verkauften Objekten (exklusive Portfolios) der letzten eineinhalb Jahre war bereits bei elf eine Umnutzung geplant. Bemerkenswert ist, dass ĂŒber 70 % dieser Objekte von der öffentlichen Hand erworben wurden. Nun ließe sich argumentieren, dass andere potenzielle KĂ€ufer solcher Objekte – allen voran die Projektentwickler – gerade in diesem Zeitraum im Krisenmodus waren. Doch auch in den vergangenen fĂŒnf Jahren lag der Anteil der öffentlichen Hand bei AnkĂ€ufen von WarenhĂ€usern mit geplanter Umnutzung bei knapp 50 %. Rebecca Hummel, Senior Consultant Research bei Savills Germany, erlĂ€utert: „Dass viele ausgediente WarenhĂ€user von der öffentlichen Hand erworben werden und nicht von privaten Investoren, zeigt auch, wie schwierig es ist, diese Objekte wirtschaftlich tragfĂ€hig umzunutzen“, und fĂŒhrt weiter aus: „Auch abseits der WarenhĂ€user gibt es genug Repositionierungsbedarf in den Einkaufslagen. Ob sich mehr private Investoren an diese Objekte wagen, bleibt abzuwarten.“ DafĂŒr könnte sprechen, dass andere Objekte auf der Highstreet fĂŒr solche Projekte aus Investorensicht attraktiver sein könnten, da es sich um deutlich kleinere FlĂ€chen handelt und die Umnutzung nicht so umfangreich ist, insbesondere bei GeschĂ€ftshĂ€usern mit bereits bestehendem Nutzungsmix. Entsprechend kleiner sind dann auch die Projektvolumina, so dass mehr Investoren in Frage kommen. So scheint es bereits erste Projektentwickler zu geben, die sich des Themas Revitalisierung auf der Highstreet angenommen haben. Dass die VerkaufsflĂ€chen in den InnenstĂ€dten auch abseits der monogenutzten Handelsimmobilien weiter schrumpfen werden, weiß Daniel Kroppmanns, Head of Retail Agency Germany bei Savills, zu berichten: „Die HĂ€ndler sind nach wie vor dabei ihre FlĂ€chen zu konsolidieren und so anzupassen, dass die FlĂ€chenproduktivitĂ€t wieder passt. Denn noch immer gibt es GeschĂ€fte, die personalintensive FlĂ€chen auf mehreren Etagen unterhalten, obwohl der Großteil des Umsatzes nur im Erdgeschoss oder 1. Obergeschoss erzielt wird - eine unrentable Konstellation, insbesondere vor dem Hintergrund des FachkrĂ€ftemangels.“ Shopping-Center: Viele Prozesse, wenig AbschlĂŒsse Der Repositionierungsbedarf der Handelsimmobilien endet allerdings nicht in der in den Einkaufslagen deutscher StĂ€dte. Genauso gut lassen sich hier die Shopping-Center anfĂŒhren. Ob sich fĂŒr Center mit Repositionierungsbedarf mehr KĂ€ufer finden lassen, dĂŒrfte sich laut Hablizel im weiteren Jahresverlauf klĂ€ren: „Aktuell sind oder kommen einige Center auf den Markt, die einen klaren Repositionierungs- oder Umnutzungsbedarf haben. Das war aber auch schon in den letzten Monaten und im letzten Jahr der Fall. Doch die TransaktionsabschlĂŒsse blieben weitestgehend – auch aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen - aus und die Prozesse dauern weiterhin an oder wurden vollstĂ€ndig gestoppt. Deshalb fehlt fĂŒr solche Objekte weiterhin ein verlĂ€ssliches Preisniveau.“ Da auch im Spitzensegment fast keine Transaktionen stattfanden, weist Savills fĂŒr die Spitzenrendite nach wie vor eine Spanne von 5,5 % bis 5,9 % aus und damit die höchste Anfangsrendite im Gewerbesegment. „Laufende Prozesse deuten darauf hin, dass die Rendite weiter steigen könnte. Dabei werden die Spitzenobjekte womöglich zu stark abgestraft, da die strukturellen Probleme des Segments, die es zweifelsohne gibt, auf die gesamte Centerlandschaft ĂŒbertragen werden. FĂŒr Investoren, die einen differenzierten Blick wagen, könnte dies allerdings eine gute Gelegenheit sein, Top-Objekte zu einem gĂŒnstigen Preis zu erwerben“, so Hablizel. Ausblick „Auch wenn wieder mehr Objekte auf den Markt kommen, haben die letzten Monate gezeigt, dass nicht jeder Verkaufsprozess auch zu einer Transaktion fĂŒhrt. Und angesichts der bevorstehenden Sommerzeit dĂŒrfte auch das dritte Quartal eher verhalten ausfallen und erst gegen Jahresende eine auch in Zahlen sichtbare Dynamik in den Markt kommen“, blickt Hablizel voraus. FĂŒr das Gesamtjahr prognostiziert Savills ein Transaktionsvolumen von ĂŒber 5 Mrd. Euro. Etwas optimistischer blickt Kroppmanns auf den Nutzermarkt: „Am Vermietungsmarkt scheint wieder mehr AktivitĂ€t reinzukommen und die HĂ€ndler trauen sich mehr aus der Deckung. Von den HĂ€ndlern, die gerade wieder in die Expansion einsteigen sind einige dabei, die in der Vergangenheit gut gewirtschaftet haben und fĂŒr die jetzt die Möglichkeit besteht, zu vergleichsweise gĂŒnstigen Konditionen MietvertrĂ€ge abzuschließen, da sich die Mieten bereits punktuell korrigiert haben und der Wettbewerb noch verhalten ist. Das geht allerdings einher damit, dass sich Anmietungsentscheidungen deutlich lĂ€nger hinziehen als noch vor ein paar Jahren“. Alle Daten und Fakten auch in unserem Market in Minutes Handelsimmobilien Deutschland Über Savills Savills ist eines der fĂŒhrenden, weltweit tĂ€tigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in London. Das Unternehmen wurde 1855 gegrĂŒndet und blickt auf eine lange Geschichte mit ĂŒberwĂ€ltigendem Wachstum zurĂŒck. Savills setzt Trends statt ihnen zu folgen und verfĂŒgt heute ĂŒber mehr als 700 BĂŒros und PartnerbĂŒros in Amerika, Europa, Afrika, dem asiatisch-pazifischen-Raum sowie dem Nahen Osten mit ĂŒber 40.000 BeschĂ€ftigten.   In Deutschland ist Savills mit mehr als 400 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in sieben BĂŒros an den wichtigsten Immobilienstandorten prĂ€sent. Savills bietet Expertise und Markttransparenz in folgenden Bereichen an:
  Investment Agency Corporate Finance & Portfolio Investment Valuation Operational Capital Markets Landlord Services Occupier Services Workplace Consulting Property Management Facility Management Residential Agency ESG Services Research Eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und unternehmerischem Denken und Handeln bietet unseren Kunden Zugriff auf Immobilienwissen von höchster QualitĂ€t. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre KreativitĂ€t und ihre Leistungsbereitschaft sind unser eigentliches Kapital – sie werden sowohl fĂŒr ihre innovativen DenkansĂ€tze als auch fĂŒr ihre ausgeprĂ€gte VerhandlungsstĂ€rke geschĂ€tzt. Savills bietet hochprofessionellen Service zur Erreichung der gemeinsamen Ziele und steht synonym fĂŒr eine Premiummarke und ein qualitativ hochwertiges Serviceangebot, das Immobilien individuell betrachtet und in strategische Beziehungen investiert.        


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