Aktien, Asien

Aktien Asien: Steigende Anleiherenditen belasten

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 09:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die asiatischen AktienmÀrkte haben sich am Donnerstag den schwachen internationalen Vorgaben angeschlossen.

WĂ€hrend in Japan nach der Feiertagspause in der ersten WochenhĂ€lfte wieder gehandelt wurde, blieb die sĂŒdkoreanische Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

Wie auch an den anderen FinanzmÀrkten belastete die Entwicklung der Anleihen. "Gerade glaubten Anleger, die Sorgen vor steigenden Renditen abstreifen zu können, da kommt es bereits zum nÀchsten Ausverkauf", so Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank. "Wann diese Neubepreisung auf der Anleiheseite abgeschlossen sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen."

Nach ĂŒberraschend starken US-Einkaufmanagerindizes sind die Erwartungen an eine weitere US-Zinserhöhung im Oktober deutlich gestiegen, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Hinzu traten ungĂŒnstige Signale vom Ölmarkt. Die volatile Entwicklung auf hohem Niveau trĂ€gt zur Verunsicherung bei. Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian hatte in einer Rede vor den Vereinten Nationen die weiterhin großen Differenzen zwischen Teheran und Washington deutlich gemacht.

Die weltweit gestiegenen Anleihe-Renditen spiegelten sich auch in Japan wider. ZehnjÀhrige Staatsanleihen erreichten das höchste Renditeniveau seit 1996, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank betonten. Die leichten Gewinne an der Börse kamen lediglich durch die Impulse zustande, die der Markt nach der Pause in den vergangenen Tagen nachtrÀglich verarbeitete. Der Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 gewann daher 0,8 Prozent auf 65.513,99 Punkte.

Deutlicher zeigte sich die MarktschwĂ€che an den chinesischen Börsen. Hier stand das Treffen zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen im Mittelpunkt. Eine erste Entscheidung gab es bereits zuvor: Die bis November ausgesetzten zusĂ€tzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Die sei weniger, als man erhofft habe, schaffe aber Zeit fĂŒr eine lĂ€nger wĂ€hrende Vereinbarung, hieß es von der Deutschen Bank.

Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen verlor zuletzt 1,6 Prozent, der Hang-Seng-Index HK0000004322 der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um 0,4 Prozent.

Nach unten ging es auch in Australien. Der S&P ASX 200 XC0006013624 0,72 Prozent auf 8.702,00 Punkte. Auch hier belasteten steigende Anleiherenditen.

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de | XC0009692440 | AKTIEN | boerse | 70175512 |