Aktien Europa: Leichte Verluste - Technologiewerte schwÀcheln
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWieder gestiegene Ălpreise und ein enttĂ€uschender Ausblick des US-Schwergewichts Apple US0378331005 belasteten. Zudem war vor den US-Kongresswahlen ZurĂŒckhaltung angesagt. "Sie könnten die politischen KrĂ€fteverhĂ€ltnisse im Kongress erheblich verĂ€ndern und damit die wirtschaftspolitischen HandlungsspielrĂ€ume der Regierung einschrĂ€nken", so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Umfragen deuten auf mögliche Mehrheitsverschiebungen zulasten der Republikaner hin."
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 0,51 Prozent auf 6.144,62 Punkte. AuĂerhalb des Euroraums hielt sich der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 mit nahezu unverĂ€nderter Tendenz besser. Hier stĂŒtzte die defensive Ausrichtung des Marktes. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank unterdessen um 0,5 Prozent auf 10.707,69 Punkte. Dabei warf die anstehende Sitzung der britischen Notenbank ihre Schatten voraus. "Die Anleger werden insbesondere darauf achten, wie die britischen WĂ€hrungshĂŒter die weitere Inflationsentwicklung und die konjunkturellen Risiken einschĂ€tzen", merkte Lipkow an.
Einmal mehr setzten Quartalszahlen Akzente. Aktien von Philips NL0000009538 legten nach der Veröffentlichung und einer grundlegenden Einigung mit dem US-amerikanischen Justizministerium in einem jahrelangen Rechtsstreit um 5,3 Prozent zu. Die Analysten der kanadischen RBC lobten die Zahlen zum dritten Quartal, die Experten von Jefferies sprachen von einem ansehnlichen Auftragseingang und bezeichneten die Margenentwicklung im dritten Quartal als ĂŒberraschend stark.
Nicht ganz so gut kamen die Zahlen von Geberit an. Mit den Zahlen zu den ersten neun Monaten 2026 hatte der Schweizer SanitĂ€rausstatter die Erwartungen der Analysten zwar erfĂŒllt und den Ausblick fĂŒr das Gesamtjahr bestĂ€tigt. Nachdem der Titel aber in den vergangenen drei Wochen schon sehr stark gelaufen sei, habe fĂŒr weitere Gewinne eine positive Ăberraschung gefehlt, hieĂ es am Markt. Die Aktie verlor 3,1 Prozent. Auch der Bausektor insgesamt schwĂ€chelte.
Ăhnlich sah es beim Mischkonzern AB Foods GB0006731235 aus. Die Aktie sank um 2,4 Prozent nach neuen Angaben zum GeschĂ€ft. Das Unternehmen wird danach auch in den kommenden Monaten viel Gegenwind verspĂŒren. FĂŒr sein Primark-GeschĂ€ft erwartet AB Foods im GeschĂ€ftsjahr 2026/27 eine bereinigte operative Gewinnmarge von etwa 10 Prozent und damit leicht unter dem Wert des am 12. September beendeten GeschĂ€ftsjahres.
