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Aktien New York: Unter Druck geratene Nasdaq-Börse stabilisiert sich

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 20:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach der jüngsten Talfahrt hat sich die technologielastige US-Börse Nasdaq am Montag stabilisiert.

Der Nasdaq-Auswahlindex 100 US6311011026 erholte sich rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss mit plus 1,4 Prozent auf 29.581 Zähler etwas von seinen kräftigen Verlusten. Der breite Nasdaq Composite XC0009694271 legte um 1,2 Prozent zu. Am Freitag war der Nasdaq 100 auf sein Niveau von Mitte September zurückgefallen und hatte, gemessen an seinem vor knapp zwei Wochen bei 31.361 Punkten erreichten Rekordhoch, rund 7 Prozent eingebüßt.

Der Dow Jones Industrial US2605661048, der in letzter Zeit leicht gestiegen war, kam zum Wochenstart hingegen nicht vom Fleck. Mit 51.990 Punkten zeigte sich der bekannteste Wall-Street-Index prozentual unverändert zum Freitagsschluss. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gewann 0,5 Prozent auf 7.698 Zähler.

"Anleger greifen nach dem Ausverkauf wieder zu", kommentierte Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro die Gewinne der Techbranche. "Die Erholung bleibt jedoch anfällig", da Anleger hinterfragten, ob die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichend Rendite brächten.

Die Hoffnung liegt nun auf Schwergewichten wie Tesla US88160R1014, Meta US30303M1027 und dem erst seit vier Monaten an der Börse gehandelten Weltraum- und KI-Konzern SpaceX US84615Q1031. Überzeugten diese mit starken Margen und Ausblicken, könnten die Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen abnehmen, glaubt Etoro-Analyst Wienke. "Enttäuschungen könnten dagegen die Sorgen über die Finanzierung der KI-Infrastruktur verstärken und den Druck auf den gesamten Technologiesektor erhöhen."

Besonders deutlich zeigten sich zum Wochenstart die zuletzt von Gewinnmitnahmen besonders gebeutelten Halbleiteraktien erholt: Sandisk US80004C2008 gewannen 5,9 Prozent, Marvell US5738741041 und Western Digital US9581021055 jeweils um die 5 Prozent. AMD US0079031078 sowie Micron US5951121038 und Intel US4581401001 legten um 2 bis 3 Prozent zu. Zu Intel schrieb JPMorgan-Analyst Harlan Sur in seiner Hochstufung vom Sonntag auf "Neutral": Der Turnaround werde insgesamt zwar Jahre dauern, das Management habe ihn aber bisher solide eingeleitet. Das Thema KI sorge dabei weiter für Rückenwind.

Amazon US0231351067 sprangen um knapp 5 Prozent hoch und waren damit Spitzenwert im Dow. Die Analysten von Morgan Stanley erklärten die Aktie zum "Top Pick" und sehen noch rund 40 Prozent Aufwärtspotenzial.

Der Erholungsversuch von CoreWeave US21873S1087 war nur von kurzer Dauer. Die frisch ausgesprochene Kaufempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs half nicht. Nach anfänglichen Kursgewinnen zeigte sich die Aktie zuletzt mit minus 1,8 Prozent schwach, hielt sich aber immer noch über ihrem am vergangenen Donnerstag erreichten Tief aus dem Monat Mai 2025. Der Anteilschein des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten war zuletzt wegen Sorgen über einen möglichen Finanzbedarf unter Druck geraten.

Um knapp 126 Prozent sprang der US-Aktienhinterlegungsschein (ADS) von Silence Therapeutics US82686Q1013 auf 19,60 Dollar hoch. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA DE0006599905 übernimmt den britischen Spezialpharmahersteller für 20 Dollar je ADS. Damit wird Silence Therapeutics insgesamt mit 1,1 Milliarden Dollar (980 Mio Euro) bewertet.

Beim Stahlkonzern Cleveland-Cliffs US1858991011 sorgte ein überraschend gutes bereinigtes operatives Quartalsergebnis (Ebitda) für einen Kurssprung von 15 Prozent.

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de | US2605661048 | AKTIEN | boerse | 70365493 |