Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: DĂ€mmt Verluste im Verlauf ein

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 18:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Wiener Aktienmarkt ist am Dienstag im Minus aus dem Handel gegangen, konnte die anfÀnglichen starken Verluste aber noch etwas eindÀmmen.

Der Leitindex ATX AT0000999982 fiel um 0,82 Prozent auf 6.452,99 Punkte. FĂŒr den ATX Prime ging es um 0,84 Prozent auf 3.168,08 ZĂ€hler nach unten. Ein Ă€hnliches Bild zeigt sich auch an den wichtigsten europĂ€ischen Börsen.

Die MĂ€rkte reagierten auf vage Hoffnungen, dass es im festgefahrenen Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine Lösung geben könnte, hieß es. Es gibt GerĂŒchte ĂŒber einen möglichen Kompromissvorschlag von Vermittlern aus Katar und Pakistan, der den Forderungen beider Seiten gerecht werden soll.

Nachdem der Preis fĂŒr Rohöl der Sorte Brent wegen der Sorge vor weiteren Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormuz fast auf 112 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit fĂŒnf Monaten gestiegen war, fielen sie im Verlauf wieder. Zuletzt lagen sie bei 108,4 Dollar und damit 1,1 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Sorgen ĂŒber die weitere Entwicklung im Technologiesektor haben die Anleger an den Börsen anfĂ€nglich auf Trab gehalten. Das spĂŒrt auch der steirische Halbleiterhersteller AT&S AT0000969985, dessen Anteilscheine am Ende des ATX 6,6 Prozent einbĂŒĂŸten.

Ein Gericht im russischen Kaliningrad gab einer Klage des russischen Strabag AT000000STR1-AktionĂ€rs Rasperia Trading Limited statt und verurteilte die Raiffeisenbank Russland sowie österreichische Strabag-KernaktionĂ€re zur Zahlung von 342 Millionen Euro. Dies sagte ein RBI-Sprecher der APA. Die Forderung von Rasperia bezog sich auf eine Schadenersatzklage in Wien, wo ein Klagelimit um 300 Millionen Euro ĂŒberschritten wurde und 42 Millionen Euro GerichtsgebĂŒhren angefallen waren. RBI drehten zum Tagesschluss 1,1 Prozent in den Gewinnbereich. Strabag gaben 0,4 Prozent ab.

Die weiteren im ATX schwer gewichteten Bank-Titel gaben nach. Erste Group AT0000652011-Papiere gingen 1,5 Prozent hinunter. Bawag AT0000BAWAG2 verloren 1,71 Prozent auf 160,80 Euro. Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel fĂŒr die Aktien der BAWAG von 191 auf 193 Euro erhöht. Zudem bestĂ€tigte die Deutsche Bank-Expertin Marlene Eibensteiner ihre Kaufempfehlung "Buy" fĂŒr die BAWAG-Anteilscheine. Die "Investment-Story" bleibe intakt, schreibt sie nach Vorlage der Quartalszahlen.

Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel auch fĂŒr die Aktien des steirischen Anlagenbauers Andritz AT0000730007 von 95 auf 99 Euro erhöht. Die Empfehlung "Buy" wurde gleichzeitig vom zustĂ€ndigen Experten Lars Vom-Cleff bestĂ€tigt. Andritz-Aktien notierten mit plus 0,38 Prozent bei 80,00 Euro.

Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihr "Kaufen"-Votum fĂŒr die Aktien der Schoeller-Bleckmann (SBO) nach Zahlen fĂŒr das zweite Quartal bestĂ€tigt. Auch das Kursziel (fairer Wert) fĂŒr die Titel des ÖlfeldausrĂŒsters wurde mit 45,10 Euro bestĂ€tigt. SBO verloren 1,0 Prozent auf 29,15 Euro.

Die fallenden Ölpreise zogen OMV AT0000743059 nach unten. OMV-Titel lagen 1,0 Prozent tiefer. An der Spitze des ATX standen CA Immo mit 2,9 Prozent Zuwachs.

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de | AT0000999982 | AKTIEN | boerse | 70376022 |