Autonomes Fahren: Chancen und Herausforderungen im StraĂenverkehr
05.01.2026 - 22:00:00Deutschland hat mit dem Gesetz von 2017 und der Erweiterung 2021 einen spezifischen Rechtsrahmen fĂŒr hoch- und vollautomatisierte Fahrfunktionen ab Stufe 3 geschaffen, der den Betrieb autonomer Systeme in festgelegten Bereichen ermöglicht.
Die USA und China agieren im Bereich Robotaxis und groĂ angelegter Tests mit Unternehmen wie Waymo, Cruise und Baidu Apollo derzeit dynamischer als Europa, wo der Fokus stĂ€rker auf schrittweiser MarkteinfĂŒhrung liegt.
Autonome Systeme greifen tief in bestehende Wertschöpfungsketten ein â von der Fahrzeugproduktion ĂŒber Autoankauf und Autoexport ( https://www.autoankauf-held.de/autoexport ) bis hin zu neuen datengetriebenen MobilitĂ€tsdiensten.
Technische Grundlagen wie Sensorfusion, ki algorithmen und Vernetzung bilden das Fundament, wÀhrend Herausforderungen bei Wetterbedingungen, komplexen Verkehrssituationen und Robustheit der Systeme bestehen bleiben.
Akzeptanz in der Bevölkerung, offene Haftungsfragen und Datensicherheit entscheiden maĂgeblich ĂŒber Tempo und AusmaĂ der Marktdurchdringung autonomer fahrzeuge.
Einordnung: Was unter autonomem Fahren verstanden wird
Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge beschĂ€ftigt Automobilhersteller, Technologiekonzerne und Forschungseinrichtungen weltweit. Im Mittelpunkt stehen Systeme ab SAE-Level 3 bis 5, die eine schrittweise Ăbertragung der Fahraufgabe vom Menschen an die Maschine ermöglichen. FĂŒr Verkehr, Industrie und StĂ€dte ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen â von verĂ€nderten MobilitĂ€tskonzepten bis hin zu neuen Anforderungen an Infrastruktur und Regulierung.
Die international anerkannte Norm SAE J3016 unterscheidet sechs Automatisierungsgrade:
Level 0 umfasst keine Automatisierung, der Fahrer steuert sÀmtliche Funktionen selbst
Level 1 und 2 bezeichnen assistiertes und teilautomatisiertes Fahren, bei dem systeme wie Tempomat, Spurhalteassistent oder Stauassistent unterstĂŒtzen, der Mensch jedoch dauerhaft verantwortlich bleibt
Level 3 erlaubt bedingte Automatisierung, bei der das System in definierten Situationen die Steuerung ĂŒbernimmt, der Fahrer aber nach Aufforderung wieder eingreifen muss
Level 4 bezeichnet hochautomatisiertes fahren in festgelegten Betriebsbereichen ohne menschliche Intervention
Level 5 beschreibt vollstÀndige automatik unter allen Bedingungen, theoretisch ohne Lenkrad oder Pedale
In Deutschland sind derzeit vor allem Level-2-Assistenzsysteme breit verbreitet. Adaptive Cruise Control, Spurhalteassistenten und Stauassistenten gehören bei vielen Marken zur Serienausstattung. Mit dem Mercedes Drive Pilot wurde 2021 erstmals ein Level-3-System fĂŒr die Autobahn zugelassen, das unter bestimmten Bedingungen die vollstĂ€ndige Kontrolle ĂŒbernimmt.
Die Abgrenzung zwischen "automatisiertem" und "autonomem" Fahren orientiert sich an der juristischen und technischen Praxis seit etwa 2015. WĂ€hrend automatisierte Systeme in definierten Szenarien operieren und menschliche RĂŒckfallebenen erfordern, zielt autonomes fahren auf vollstĂ€ndige UnabhĂ€ngigkeit vom FahrzeugfĂŒhrers in sĂ€mtlichen Verkehrssituationen.
Technische Grundlagen und Forschung
Die technische Basis autonomer Fahrzeuge beruht auf einer Kombination aus Sensorik, Software und Vernetzung. Diese Komponenten ermöglichen es dem Fahrzeug, die Umgebung zu erfassen, daten zu verarbeiten und Entscheidungen fĂŒr die Fahrzeugsteuerung abzuleiten.
Sensorik und Umfeldwahrnehmung
Moderne autonome Systeme nutzen mehrere Sensortypen fĂŒr unterschiedliche Aufgaben:
Kameras erfassen visuelle informationen wie Fahrbahnmarkierungen, Verkehrsschilder und andere Verkehrsteilnehmer.
Radar ermöglicht zuverlÀssige Abstandsmessung auch bei schlechten SichtverhÀltnissen wie Nebel oder Regen.
LiDAR (Light Detection and Ranging) erstellt prÀzise dreidimensionale Umgebungskarten mit einer Reichweite bis zu 400 Metern.
Ultraschallsensoren unterstĂŒtzen im Nahbereich, etwa beim Einparken oder in Stausituationen.
Die Sensorfusion â also die Kombination der daten aus verschiedenen Quellen â gilt als SchlĂŒsseltechnologie. Experten wie Dr. Wiebke Fellner vom Fraunhofer IKS betonen deren Bedeutung fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeit autonomer Systeme.
SteuergerÀte und Aktoren
Elektronische Lenk- und Bremssysteme wie Steer-by-Wire und Brake-by-Wire halten seit Mitte der 2010er Jahre Einzug in Serienfahrzeuge. LeistungsfĂ€hige Fahrzeugrechner verarbeiten die Sensordaten in Echtzeit und leiten Steuerbefehle an die Aktoren weiter. Die erforderliche Rechenleistung ĂŒbersteigt dabei herkömmliche Fahrzeugelektronik um ein Vielfaches.
KĂŒnstliche Intelligenz und maschinelles Lernen
KI-Systeme bilden das KernstĂŒck der Entscheidungsfindung. Methoden wie neuronale Netze und Deep Learning ermöglichen es, aus groĂen Fahrdatenmengen zu lernen und komplexe Verkehrssituationen zu interpretieren. Die Entwicklung robuster ki modellen stellt dabei eine zentrale Herausforderung dar â ebenso wie die Forderung nach erklĂ€rbarer ki (Explainable AI), die nachvollziehbare Entscheidungen ermöglicht.
Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Kognitive Systeme (IKS) entwickelt Echtzeit-Scan-Systeme und arbeitet an der Validierung von ki anwendungen fĂŒr sicherheitskritische Anwendung im StraĂenverkehr.
Historische Meilensteine
Die Forschung zum autonomen Fahren reicht Jahrzehnte zurĂŒck:
In den 1980er Jahren fĂŒhrte Ernst Dickmanns an der UniversitĂ€t der Bundeswehr in MĂŒnchen Pionierarbeiten durch, die erste autonome Autobahnfahrten ermöglichten.
Das PROMETHEUS-Projekt ab 1986 trieb die Entwicklung in Europa voran.
Die DARPA Grand Challenge 2004 und 2005 in den USA markierte einen Wendepunkt, als autonome fahrzeuge erstmals lĂ€ngere Strecken in WĂŒstengelĂ€nde und urbaner umgebung bewĂ€ltigten
Ab 2011 begann Google mit systematischen Tests, aus denen spÀter Waymo hervorging.
Seit etwa 2016 verstÀrken Technologieunternehmen ihr Engagement und bringen neue Dynamik in die Branche.
Rechtlicher Rahmen in Deutschland und international
Die rechtliche Regulierung autonomer Fahrzeuge berĂŒhrt Haftungsrecht, Zulassungsverfahren und internationale Abkommen. Ohne einen klaren Rechtsrahmen können autonome Systeme nicht im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden. Die Gesetzgebung hinkt der technischen Entwicklung hĂ€ufig hinterher, was zu regional unterschiedlichen Regelungen fĂŒhrt.
Wiener Ăbereinkommen und internationale Grundlagen
Das Wiener Ăbereinkommen ĂŒber den StraĂenverkehr von 1968 forderte ursprĂŒnglich die stĂ€ndige Beherrschung des Fahrzeugs durch einen Menschen. Seit 2014 und verstĂ€rkt ab 2016 werden Anpassungen diskutiert, die automatisierte Systeme unter bestimmten Bedingungen zulassen. Die UNECE-Regelungen zu ALKS (Automated Lane Keeping Systems) bilden einen ersten internationalen Standard fĂŒr Level-3-Funktionen.
Deutsches Gesetz zum automatisierten Fahren (2017)
Am 21. Juni 2017 trat in Deutschland das gesetz zum automatisierten Fahren in kraft. Es erlaubt Systeme der stufe 3 unter klar definierten Bedingungen und schreibt eine Datenaufzeichnung (Blackbox) vor. Der Fahrer darf sich wĂ€hrend der automatisierten Fahrt anderen TĂ€tigkeiten widmen, muss aber jederzeit in der Lage sein, die Kontrolle zu ĂŒbernehmen.
Gesetz zum autonomen Fahren (2021/2022)
Mit dem 2021 verabschiedeten gesetz zum autonomen Fahren ermöglicht die Bundesregierung seit 2022 die Nutzung von fahrzeugen der stufe 4 in festgelegten Betriebsbereichen. Diese können Shuttle-Strecken, Logistikkorridore oder definierte Stadtgebiete umfassen. Eine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrt-Bundesamt ist erforderlich.
Regulierung in den USA
Die USA verfĂŒgen ĂŒber keine einheitliche Bundesregelung. Die einzelnen Bundesstaaten setzen unterschiedliche Regeln:
Kalifornien verlangt strenge Genehmigungen und Testauflagen, erteilt aber Lizenzen fĂŒr den fahrerlosen Betrieb.
Arizona ermöglichte frĂŒh den Einsatz fahrerloser Robotaxis von Waymo und Cruise.
Mehrere Bundesstaaten haben noch keine spezifischen Vorschriften erlassen.
Chinas Ansatz
China etablierte seit Ende der 2010er Jahre groĂ angelegte Pilotzonen fĂŒr autonome fahrzeuge. Robotaxi-EinsĂ€tze laufen in Metropolen wie Peking, Shanghai und Wuhan. Die staatliche UnterstĂŒtzung bei Regulierung und Infrastruktur fĂ€llt im internationalen Vergleich stark aus.
Offene Fragen
Die Diskussion um Haftung bei UnfÀllen, Datenschutz bei Videoaufnahmen und Cloud-Auswertung sowie die Notwendigkeit international harmonisierter regeln bleibt virulent. Auf UN-Ebene arbeiten Gremien an weiteren Standards, doch ein globaler Konsens ist nicht in Sicht.
Anwendungsfelder, Projekte und wirtschaftliche Bedeutung
Autonome mobilitĂ€t entwickelt sich zu einem Baustein zukĂŒnftiger Verkehrskonzepte in StĂ€dten, Logistik und Industrie. Die wirtschaftliche Tragweite fĂŒr Hersteller, Zulieferer und digitale Plattformen ist erheblich. SchĂ€tzungen beziffern den globalen Markt bis 2030 auf mehrere hundert Milliarden Euro, wobei Deutschland als Innovationshub mit Zulieferern wie Bosch und Continental eine zentrale Rolle einnimmt.
Robotaxis in den USA und China
In San Francisco betreibt Waymo seit mehreren Jahren fahrerlose Taxis, die tĂ€glich tausende Fahrten absolvieren. In Phoenix startete der Dienst bereits 2020. Cruise fĂŒhrte bis 2022 ĂŒber eine Million Meilen autonom durch, ehe UnfĂ€lle die Tests vorĂŒbergehend einschrĂ€nkten.
In China setzt Baidu Apollo Level-4-Shuttles in mehreren StĂ€dten ein. Die datengetriebenen GeschĂ€ftsmodelle kombinieren Fahrdienste mit Plattformökonomie und generieren kontinuierlich Lerndaten fĂŒr die Weiterentwicklung der Systeme.
EuropÀische und deutsche Projekte
Mercedes Benz bietet mit dem Drive Pilot ein Level-3-System fĂŒr Autobahnen an â zugelassen fĂŒr Geschwindigkeiten bis 60 km/h in Stausituationen. Der Fahrer kann wĂ€hrend der automatisierten Fahrt anderen TĂ€tigkeiten nachgehen.
StÀdtische Pilotprojekte testen autonome Shuttles in der Praxis:
Das Projekt MINGA in MĂŒnchen erprobt autonome Kleinbusse im stĂ€dtischen Umfeld.
Testfelder in Hamburg, Karlsruhe und anderen Regionen sammeln Erfahrungen unter realen Bedingungen.
Forschungseinrichtungen wie das KIT betreiben eigene Testfelder fĂŒr Fahrerassistenzsysteme und autonome Funktionen.
Logistik und GĂŒterverkehr
Im GĂŒterverkehr zeigen sich die konkrete Anwendung:
Tests mit automatisierten Lkw-Kolonnen (Platooning) auf Autobahnen laufen seit Ende der 2010er Jahre.
Autonome Rangierfahrzeuge auf Betriebshöfen reduzieren manuelle Arbeit.
Im Containerumschlag ersetzen fahrerlose Transportsysteme zunehmend konventionelle Flurförderzeuge.
Geschlossene Systeme
Fahrerlose Transportsysteme in Fabriken sind bereits etabliert. Autonome Metros wie in NĂŒrnberg oder die VAL-Linien in Lille befördern Millionen FahrgĂ€ste jĂ€hrlich ohne FahrzeugfĂŒhrer. People-Mover auf FlughĂ€fen und MessegelĂ€nden ergĂ€nzen die auswahl automatisierter Verkehrsmittel.
Wirtschaftliche Einordnung
Die Auswirkungen auf BeschĂ€ftigung betreffen vor allem klassische Fahrerberufe. Prognosen gehen von mehreren Millionen betroffenen ArbeitsplĂ€tzen in Europa bis 2040 aus. Gleichzeitig entstehen Chancen fĂŒr Software- und Datenunternehmen.
Die Wertschöpfungsketten verĂ€ndern sich von der Fahrzeugentwicklung bis zu SekundĂ€rmĂ€rkten. Beim Autoankauf und Autoexport spielen neue Kriterien wie Softwarestand und Sensorik-Ausstattung eine wachsende Rolle. hĂ€ndler und Spezialisten mĂŒssen vernetzte fahrzeuge anders bewerten als konventionelle gebrauchtwagen.
Herausforderungen, Sicherheit und gesellschaftliche Debatten
Die Spannung zwischen technologischer Machbarkeit, Sicherheitsanforderungen und gesellschaftlicher Akzeptanz prÀgt die Debatte um autonomes fahren. Trotz erheblicher Fortschritte bestehen technische Grenzen und offene ethische Fragen.
Technische Grenzen
Aktuelle Systeme stoĂen bei verschiedenen Szenarien an ihre Grenzen:
Schwierige Wetterbedingungen wie starker Regen, Schnee oder Nebel beeintrÀchtigen Sensoren
UnĂŒbersichtliche Kreuzungen mit wechselnden Vorfahrtsregelungen erfordern komplexe Interpretation
Baustellen mit geĂ€nderten Fahrbahnmarkierungen und unklarer straĂen-FĂŒhrung stellen probleme dar
Das Zusammenspiel mit FuĂgĂ€ngern, Radverkehr und E-Scootern erfordert Vorhersagen menschlichen Verhaltens
Sicherheitskonzepte
Die Industrie setzt auf mehrschichtige Sicherheitsarchitekturen:
Redundanz bei Sensorik und Aktorik sichert FunktionsfÀhigkeit bei Ausfall einzelner Komponenten
Kontinuierliches Safety-Monitoring ĂŒberwacht die ki systeme wĂ€hrend der Fahrt
Validierung erfolgt durch groĂ angelegte testfahrt-Programme und Simulationen â Waymo allein simulierte ĂŒber 50 Milliarden Kilometer
RegelmĂ€Ăige Software-Updates adressieren erkannte Schwachstellen
Ethische Fragen
Dilemmasituationen â etwa die Frage, wie ein System bei unvermeidbaren UnfĂ€llen entscheiden soll â beschĂ€ftigen EthikrĂ€te und Fachgremien seit Mitte der 2010er Jahre. Die Diskussion um Verantwortung der Entwickler und die Erwartungen an "Fehlertoleranz" gegenĂŒber Maschinen unterscheidet sich von der Bewertung menschlicher Fehler.
Die gesellschaftlichen Erwartungen variieren international. In Deutschland zeigen Studien eine gewisse Skepsis gegenĂŒber vollstĂ€ndig fahrerlosen Systemen, wĂ€hrend in China höhere Akzeptanzwerte gemessen werden.
Haftungs- und Versicherungsfragen
Die Verlagerung des Verantwortungsrisikos vom Fahrer hin zu Herstellern, Softwarelieferanten und Flottenbetreibern wirft juristische Fragen auf. Laufende Debatten im Zivil- und Produkthaftungsrecht suchen nach praktikablen Lösungswege. Versicherungsmodelle mĂŒssen angepasst werden, um SchĂ€den durch Systemfehler abzudecken.
Akzeptanz in der Bevölkerung
Befragungen zeigen ein differenziertes Bild:
Viele Nutzer sehen potenzial bei Komfort und Sicherheit
Die Hoffnung auf weniger UnfÀlle durch menschliches Versagen ist verbreitet
Gleichzeitig bevorzugen viele eine menschliche RĂŒckfallebene, insbesondere im Stadtverkehr.
Das Vertrauen in die Technik wÀchst mit positiven Erfahrungen aus Pilotprojekten.
Markttrends, GeschÀftsmodelle und Ausblick
Die Dynamik im Markt fĂŒr autonomes fahren hat seit etwa 2020 zugenommen. Neue Allianzen zwischen Automobilherstellern und Technologie-Unternehmen prĂ€gen die Entwicklung. Die Digitalisierung der Fahrzeugtechnik verĂ€ndert etablierte GeschĂ€ftsmodelle grundlegend.
Strategien etablierter Hersteller
Traditionelle Automobilhersteller setzen auf Kooperationen mit Halbleiter- und Softwareanbietern. Plattformen mit Nvidia-Chips finden sich in Entwicklungsprojekten mehrerer marken. Der Fokus vieler unternehmen liegt auf erweiterten Assistenzsystemen (Level 2+) und selektiven Level-3-Funktionen fĂŒr klar definierte AnwendungsfĂ€lle wie Staufahrt auf Autobahnen.
Mercedes Benz erweitert den Drive Pilot schrittweise und erhielt Genehmigungen in mehreren MĂ€rkten. Andere Hersteller arbeiten an vergleichbaren Systemen, wobei die Zulassungsverfahren zeitaufwendig sind.
Chinesische Wettbewerber
Chinesische Hersteller integrieren Fahrassistenz- und teils autonome Funktionen bereits serienmĂ€Ăig in neuwagen der Mittelklasse. Marken wie BYD, Xpeng oder NIO bieten umfangreiche Assistenzsysteme zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen. Diese Entwicklung erzeugt neue Dynamiken im globalen Markt und erhöht den Druck auf europĂ€ische Anbieter.
Auswirkungen auf Gebrauchtwagen und Fahrzeuglebenszyklus
Beim Autoverkaufen spielen neue Kriterien eine Rolle:
Der Softwarestand und die UpdatefÀhigkeit beeinflussen den Restwert
Die Sensorik-Ausstattung â ob benzin elektro oder reine elektro-Antriebe mit entsprechender Vernetzung â wird zum Bewertungsfaktor
Jahreswagen mit aktueller Software erzielen andere Preise als Àltere Modelle
Die Erstzulassung allein sagt weniger ĂŒber den technischen Stand aus als frĂŒher
Autoankauf-Spezialisten ( https://www.autoankauf-held.de/ ) mĂŒssen vernetzte fahrzeuge differenzierter bewerten. Der Autoexport in Regionen mit schwĂ€cherer Infrastruktur stellt zusĂ€tzliche Anforderungen, da manche Funktionen ohne entsprechende netze nicht nutzbar sind.
Stadt- und Verkehrsplanung
Die Perspektive autonomer MobilitÀt beeinflusst stÀdtische Planungen:
Eine mögliche Reduktion des privaten Pkw-Besitzes in BallungsrÀumen verÀndert FlÀchenbedarfe
Die Nachfrage nach ParkflÀchen könnte sinken, wenn autonome fahrzeuge zwischen EinsÀtzen zu dezentralen StellplÀtzen fahren
On-Demand-MobilitĂ€tsdienste ergĂ€nzen den ĂPNV und könnten LĂŒcken im Angebot schlieĂen
Die Vernetzung verschiedener VerkehrstrÀger gewinnt an Bedeutung
Ausblick
Die kommenden Jahre werden eine schrittweise Ausweitung von Pilotprojekten bringen. Anpassungen im Rechtsrahmen sind zu erwarten, da die bisherigen regeln nicht alle praktischen Fragen abdecken. Internationale Kooperation bei Standards und Datensicherheit bleibt entscheidend.
Die volle Realisierung von Level 5 â also vollstĂ€ndiger Autonomie unter allen Bedingungen â liegt nach EinschĂ€tzung vieler Experten noch mindestens ein Jahrzehnt entfernt. Regulierung, Technik und gesellschaftliche Akzeptanz mĂŒssen im Gleichschritt voranschreiten.
FAQ zum autonomen Fahren
Ab wann dĂŒrfen autonome Shuttles regulĂ€r im deutschen Linienverkehr fahren?
Das gesetz zum autonomen Fahren von 2021 ermöglicht seit 2022 den Betrieb von stufe 4-fahrzeugen in fest definierten Betriebsbereichen. Voraussetzung ist eine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrt-Bundesamt. Mehrere Kommunen testen bereits Shuttles im Pilotbetrieb, ein flÀchendeckender Regelbetrieb steht jedoch noch aus und hÀngt von positiven Erfahrungen sowie wirtschaftlicher TragfÀhigkeit ab.
Wie unterscheidet sich Level 2+ von Level 3 aus Sicht der Verantwortung?
Bei Level 2+ unterstĂŒtzen erweiterte Assistenzsysteme den Menschen, etwa durch automatisches Spurhalten und Abstandsregelung. Der Fahrer bleibt jedoch dauerhaft fĂŒr das fahren verantwortlich und muss das System kontinuierlich ĂŒberwachen. Bei stufe 3 ĂŒbergibt der Fahrer die Fahraufgabe zeitweise an das System und darf sich anderen TĂ€tigkeiten widmen. Er muss aber nach Aufforderung â typischerweise mit einer Vorwarnzeit von etwa zehn Sekunden â die Kontrolle wieder ĂŒbernehmen.
Welche Daten sammeln autonome Fahrzeuge und wer darf sie nutzen?
Autonome fahrzeuge erfassen umfangreiche daten: Positionsdaten via GPS, Sensordaten zu umgebung und Verkehrsteilnehmern sowie Ereignisaufzeichnungen bei besonderen Situationen. Die Nutzung unterliegt der Datenschutzgrundverordnung mit Zweckbindung. Blackbox-Systeme zeichnen vor allem bei UnfÀllen relevante informationen auf, die zur KlÀrung von Haftungsfragen dienen. Hersteller und Behörden haben unter definierten Bedingungen Zugriff, eine kommerzielle Weitergabe ist streng reguliert.
Wie wirkt sich autonomes Fahren auf lÀndliche Regionen aus?
Autonome Shuttles könnten perspektivisch LĂŒcken im ĂPNV schlieĂen, insbesondere auf Strecken, die fĂŒr konventionellen Linienverkehr unwirtschaftlich sind. Allerdings erfordern autonome Systeme entsprechende Infrastruktur â etwa zuverlĂ€ssige Mobilfunkabdeckung und gepflegte straĂen mit klaren Markierungen. Die Nachfrage in dĂŒnn besiedelten Gebieten und die Kosten fĂŒr Betrieb und Wartung stellen Herausforderungen dar. Erste Pilotprojekte in lĂ€ndlichen Kommunen sammeln Erfahrungen, bevor ein breiterer Einsatz möglich wird.
Welche Rolle spielt das Schaltgetriebe bei autonomen Fahrzeugen?
Autonome fahrzeuge setzen ĂŒberwiegend auf Automatikgetriebe oder elektrische Antriebe ohne klassisches schaltgetriebe. Die Fahrzeugsteuerung durch Software erfordert prĂ€zise Kontrolle ĂŒber Beschleunigung und Verzögerung, was mit Automatik oder elektro-Antrieben einfacher umsetzbar ist. Fahrzeuge mit benzin-Motor und manuellem Getriebe eignen sich weniger fĂŒr vollautomatisierte Funktionen, da das Schalten zusĂ€tzliche KomplexitĂ€t in die Aktorik einbringt.
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