Merz, Diesel-Abkommen

Merz geht nach Diesel-Abkommen auf Distanz zu Trump

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 14:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bundeskanzler Friedrich Merz geht angesichts eines von US-PrÀsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels auf Distanz zu Trump.

Merz sagte, die Bundesregierung nehme die Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zur Ausfuhr von Diesel zur Kenntnis. "FĂŒr Deutschland und fĂŒr Europa kommt eine solche Entscheidung nicht infrage. Russland wird nur unter Druck ernsthaft verhandeln, und deshalb halten wir an unseren Russlandsanktionen fest."

Nach Moskaus rĂŒcksichtslosen Angriffen gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine mĂŒssten die Sanktionen sogar noch verschĂ€rft werden. "Russland wird auf friedliche VorschlĂ€ge und VorschlĂ€ge zu jetzigen Verhandlungen offenkundig nicht eingehen." Russland habe den Vorschlag Trumps ĂŒber einen Energiewaffenstillstand inzwischen beantwortet, und zwar durch massive Angriffe auf die zivile ukrainische Energieversorgung. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj könne sich in dieser Lage auf Deutschland und Europa verlassen.

Trump verkĂŒndete nach einem GesprĂ€ch mit Putin auf seiner Plattform Truth Social, er habe mit dem russischen PrĂ€sidenten vereinbart, dass "umgehend" mehr als 300.000 Tonnen Diesel fĂŒr die USA und den Weltmarkt zur VerfĂŒgung gestellt wĂŒrden. Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen "sofort danach". "AbhĂ€ngig vom Zustand seiner Dieselraffinerien" wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern. Die EU kritisierte die Vereinbarung.

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