Anleihen, Kurs

Deutsche Anleihen steigen im Kurs - Renditen kommen etwas weiter zurĂŒck

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Montag etwas weiter erholt.

Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 legte am Morgen um 0,3 Prozent auf 121,38 Punkte zu. Die Rendite der zehnjĂ€hrigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,42 Prozent. Damit ging die Rendite weiter zurĂŒck, nachdem Inflationssorgen sie zuletzt - wie auch in anderen LĂ€ndern - deutlich nach oben getrieben hatten. Die Rendite auf zehnjĂ€hrige Bundesanleihen war am Montag vergangener Woche bis auf 3,653 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen.

In den Tagen danach setzte eine Gegenbewegung ein. Am Freitag milderte zudem ein etwas schwĂ€cher als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht die Inflationssorgen ein wenig. Gleichwohl notieren die Ölpreise - wesentlicher Treiber der Inflationsbedenken - weiterhin auf hohem Niveau.

Am Montag richten sich die Blicke zunĂ€chst aber auf Stimmungsdaten auf dem Dienstleistungssektor: EndgĂŒltige Werte aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone sowie frische Zahlen aus Spanien und Italien stehen am Vormittag auf der Agenda. Das Hauptaugenmerk liegt laut den Experten der Landesbank Helaba aber auf dem ISM-Index des Servicesektors in den USA am Nachmittag.

"Die Vorgaben sind uneinheitlich und so sollte ein kleiner RĂŒckgang des ISM-Serviceindexes nicht ĂŒberraschen, Ă€hnlich wie beim ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes", schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Morgenkommentar. "Auf dem erwarteten Niveau von 55 Punkten lĂ€ge der Serviceindex aber weiterhin deutlich im Wachstumsbereich, sodass sich die Perspektive fĂŒr die US-Wirtschaft insgesamt kaum verĂ€ndert." Akteure an den FinanzmĂ€rkten sollten also nicht daran zweifeln, dass die US-Notenbank im Ringen mit einer erhöhten Inflation die Zinsen weiter anheben wird.

Beachtung findet am Vormittag zunĂ€chst aber das Sentix-Investorenvertrauen in der Eurozone. "Vor dem Hintergrund der zuletzt unruhigen Entwicklungen an den Renten- und AktienmĂ€rkten und des per saldo weiter auf hohem Niveau liegenden Ölpreises rechnen wir mit einer spĂŒrbaren StimmungseintrĂŒbung", hieß es von der Helaba.

So bleibt vor allem der zuletzt vergrĂ¶ĂŸerte Zinsabstand zwischen Staatsanleihen aus Deutschland und Frankreich im Fokus. ZehnjĂ€hrige französische Staatsanleihen wurden zuletzt mit einer Rendite von 4,89 Prozent gehandelt. Die hohen Renditen französischer Staatsanleihen spiegeln das Misstrauen der Anleger gegenĂŒber der Fiskalpolitik des Landes und seiner hohen Staatsverschuldung wider, erklĂ€rte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Disclaimer...

de | DE0009652644 | ANLEIHEN | boerse | 70230671 |