Devisen: Eurokurs profitiert von schwachen US-Arbeitsmarktdaten
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 16:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAm Nachmittag wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1280 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen fast einen halben Cent tiefer gestanden hatte. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1225 (Donnerstag: 1,1298) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8908 (0,8851) Euro.
Im September hatte der Arbeitsmarkt in den USA Anzeichen von SchwĂ€che gezeigt. Es waren deutlich weniger Jobs als erwartet geschaffen worden. EnttĂ€uschende Arbeitsmarktdaten dĂ€mpften an den FinanzmĂ€rkten die Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, was den Dollar belastet und den Euro im Gegenzug stĂŒtzte.
In den USA spielen BeschÀftigungsdaten eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank, weil ein robuster Arbeitsmarkt neben der PreisstabilitÀt zum Mandat der Notenbank zÀhlt. Zuletzt hatte die Fed Mitte September die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht.
FĂŒr vergleichsweise wenig Kursbewegung sorgten am Vormittag Preisdaten aus der Eurozone. Im September war die Inflation im gemeinsamen WĂ€hrungsraum deutlich auf 3,8 Prozent gestiegen. Dies war am Markt in etwa erwartet worden.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85033 (0,85373) britische Pfund, 176,99 (178,49) japanische Yen und 0,9279 (0,9437) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete kaum verĂ€ndert 4.177 Dollar.
