Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Dax behauptet Gewinne nach US-Arbeitsmarktdaten

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 14:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Anleger verdrÀngen am Freitag die zuletzt aufgekommen Zins- und Inflationssorgen.

Daran Ànderten auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA nichts, die am Nachmittag veröffentlicht wurden. Die BeschÀftigung war in den Vereinigten Staaten im September deutlich schwÀcher gestiegen als erwartet, was die Zinserhöhungserwartungen nicht zusÀtzlich befeuerte.

Im Schlepptau der anziehenden US-Indikationen gelang dem Dax DE0008469008 eine schnelle RĂŒckkehr ĂŒber die Marke von 25.000 Punkten, die am Vortag erstmals seit Juli wieder unterschritten worden war. Durch den Anstieg um 1,2 Prozent auf 25.232 Punkte konnte der Leitindex sein Wochenminus auf 0,7 Prozent reduzieren. Der MDax DE0008467416 legte am Freitag zuletzt um 0,8 Prozent auf 30.491 ZĂ€hler zu.

Laut dem Marktbeobachter Timo Emden von Captrader nimmt der Jobbericht "Druck vom geldpolitischen Sorgenkessel". Auch am Anleihemarkt hat sich die Lage etwas beruhigt nach dem jĂŒngsten Ausverkauf, den es vor allem bei französischen Staatsanleihen gegeben hatte. Förderlich waren nachgebende Ölpreise, weil ein Bericht Spekulationen hervorrief, dass europĂ€ische LĂ€nder die Freigabe strategischer Reserven erwĂ€gen. Die Inflation in der Eurozone ĂŒberraschte am Morgen nicht groß.

Eine StĂŒtze fĂŒr den Dax waren wieder einmal die Aktien mit KI-Fantasie, darunter Infineon DE0006231004, Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Hochtief DE0006070006 mit Anstiegen zwischen 1,9 und 5,7 Prozent. Die relative StĂ€rke im Technologiesektor setzt sich fort, denn der europĂ€ische Branchenindex erreichte ein Hoch seit Juni. In den USA schnuppert der Nasdaq 100 US6311011026 am Freitag an einem erneuten Rekord.

Nachrichtlich standen Sportartikelhersteller im Fokus, da ein enttÀuschender Ausblick von Nike US6541061031 den Kurs der Amerikaner in der US-Vorbörse mit mehr als acht Prozent unter Druck brachte. Die Aktien von Adidas DE000A1EWWW0 und Puma DE0006969603 wurden davon aber nur anfangs belastet, denn sie schafften es beide ins Plus. Laut einem Börsianer sind die Probleme bei Nike weitgehend hausgemacht.

Im MDax sackten die Kurs von Auto1 DE000A2LQ884 und Kion DE000KGX8881 jeweils nach Briefings vor Quartalsberichten ab. FĂŒr den GebrauchtwagenhĂ€ndler Auto1 senkte Marcus Diebel von JPMorgan seine SchĂ€tzungen wegen der Erkenntnis, dass das auf Skalierung ausgerichtete GeschĂ€ftsmodell den Gebrauchtwagenerwerb stĂ€rker gedĂ€mpft habe als gedacht.

Außerdem bewegten zwei Analystenkommentare: Aktien von Hensoldt DE000HAG0005 hoben sich im MDax vom erholten RĂŒstungsumfeld mit einem Anstieg um 3,1 Prozent weiter positiv ab. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux sieht in dem RĂŒstungselektronik-Spezialisten eine Kaufchance nach der jĂŒngsten Abwertung des Sektors.

Papiere der Commerzbank DE000CBK1001 sackten dagegen um zwei Prozent ab, nachdem RBC sein positives Votum aufgab. Die Titel des Bankhauses waren damit in guter Branchengesellschaft, denn jene der Deutschen Bank verloren Àhnlich stark. GeprÀgt von den Sorgen wegen des Anstiegs der Anleiherenditen blieb der ganze Sektor unter Druck.

Disclaimer...
de | DE0008469008 | AKTIEN | boerse | 70215749 |