Ethereum, XCCRYPTOETH3

Ethereum-Kurs unter Druck: Glamsterdam-Test auf Hoodi verschoben

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 07:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Ethereum-Kurs steht zwischen der verschobenen Glamsterdam-Erprobung und schwacher ETF-Nachfrage. Anleger beobachten nun, ob das Testnetz-Problem gelöst und institutionelles Kapital zurückkehren kann.

Ethereum zwischen Upgrade und Abflüssen

  • Die Glamsterdam-Erprobung auf dem Hoodi-Testnetz wurde wegen offener Smart-Contract-Risiken verschoben.
  • US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten im Oktober Abflüsse von 1,61 Milliarden US-Dollar.
  • Investing.com zeigte beim Abruf einen Ether-Kurs von 2.230,32 US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von 272,23 Milliarden US-Dollar.
Ethereum, XCCRYPTOETH3, Illustration mit AI erstellt.

Der Ethereum-Kurs steht vor zwei gegenläufigen Signalen: Die Entwickler verschieben einen weiteren Test des Glamsterdam-Upgrades, während die Nachfrage über US-Spot-ETFs zuletzt deutlich nachließ. Beim Abruf der Investing.com-Kursseite wurde Ether mit 2.230,32 US-Dollar ausgewiesen. Die Seite zeigte zudem eine Marktkapitalisierung von 272,23 Milliarden US-Dollar, ein 24-Stunden-Volumen von 12,44 Milliarden US-Dollar und Rang zwei.

Glamsterdam-Test bleibt vorerst offen

Wie LCX unter Berufung auf Cointelegraph am 6. November berichtete, haben Ethereum-Core-Entwickler den Glamsterdam-Fork auf dem Hoodi-Testnetz verschoben. Hintergrund sind Sicherheitsfragen zu acht Smart-Contract-Invarianten im Zusammenhang mit EIP-8037 und EIP-8038. Bestimmte Anwendungen könnten demnach auf Annahmen über feste Gas-Kosten angewiesen sein, die durch die vorgeschlagenen Änderungen ungültig würden.

Die Verschiebung ist zunächst eine Maßnahme für das Testnetz und keine Absage des Upgrades. Laut dem Bericht soll Hoodi erst dann geforkt werden, wenn die offenen Risiken untersucht und mögliche Änderungen entschieden sind. Auf dem Sepolia-Testnetz war Glamsterdam bereits am 6. Oktober aktiviert worden. Das Upgrade soll unter anderem die Skalierung der Ethereum-Hauptschicht weiterentwickeln.

ETF-Abflüsse belasten die Nachfrage

Auch die Kapitalflüsse sprechen bislang nicht für eine stabile Erholung. Yahoo Finance berichtete unter Berufung auf Glassnode und SoSoValue, dass im Oktober 1,61 Milliarden US-Dollar aus US-Spot-ETFs auf Ether abflossen. Am 3. November wurden weitere Abflüsse von 85,35 Millionen US-Dollar genannt. Die Datenanbieter weisen allerdings auf unterschiedliche Tageswerte hin.

Die gleiche Analyse verwies zudem auf eine nachlassende Aktivität auf dem Ethereum-Mainnet. Der gleitende 14-Tage-Durchschnitt aktiver Adressen lag demnach zuletzt bei etwa 375.000, nachdem er im Oktober auf ungefähr 365.000 gefallen war. Layer-2-Netzwerke sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

Was Anleger jetzt beobachten

Der Ethereum-Kurs bleibt damit von zwei offenen Fragen abhängig: Können die Entwickler die Smart-Contract-Risiken vor dem nächsten Glamsterdam-Test ausräumen, und kehrt die ETF-Nachfrage nach den hohen Abflüssen zurück? Investing.com wies für Ether eine 52-Wochen-Spanne von 1.507,60 bis 3.657,37 US-Dollar sowie 122,19 Millionen Ether im Umlauf aus. Diese Marktdaten beschreiben den beobachteten Stand, liefern aber allein keinen Beleg für eine Trendwende.

Grundlegende Informationen zum Netzwerk stellt Ethereum.org bereit. Weitere thematische Berichte finden Anleger auf der Ethereum-Themenseite.

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